Lebenserfolg ohne Abi und Lobby

 

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Karriere ohne Bildung

Aus dem Ghetto in die High Society

Erfolg ohne Abi

kennen wir nicht alle diese Geschichten und haben wir nicht alle mindestens eine Person in unserem Bekannten-, Freundes- oder sogar Familienkreis, welche diesen Traum zur Realität gemacht hat? Und hat es nicht bei den meisten dieser Personen ziemlich steinig, schwer und kompliziert begonnen? Heute leben wir in einer Welt, in der Individualität schon fast eine psychische Störung darstellt. Wie lange müsst ihr nachdenken, um diesen Jemand aus eurem Erinnerungsschrank zu holen, welcher es auf einem sagen wir mal, besonderen Weg zu Wohlstand und Ansehen gebracht hat. Ziemlich lange, oder? Aber es gibt sie, diese Menschen ohne Abitur, manchmal sogar mit „nur“ einem qualifizierten Hauptschulabschluss. Was diese Menschen besitzen kann man mit Erbschein, Abschluss und disziplinierten Elternhaus nicht erreichen.

Sie besitzen Individualität, sie haben etwas Einzigartiges, sie haben Talent, und das aller aller Wichtigste, sie haben einen Traum, und ein Ziel in ihrem Leben, auf welches sie ihren ganzen Fokus setzen. Sie lassen sich nicht beirren von äußerlichen Einflüssen, lassen sich nicht entmutigen von Rückschlägen.

Ich bin sehr dankbar dafür gleich mehrere solcher Karrierebeispiele in meinem Umfeld zu haben. Und wenn ich sage Erfolg, Karriere, und High Society, spreche ich nicht von den klassischen Bedeutungen, welche diese Wörter in unserer Gesellschaft inne haben. Erfolgreich sind auch viele Menschen, welche es mit Bravour meistern ihre Kinder allein groß zu ziehen, Karriere machen auch Menschen, welche ihre Familie so managen, dass aus ihren Kindern fantastische, glückliche und fröhliche Erwachsene werden. Und High Society beschreibt die Umgebung, welche demjenigen gut tut  und ihm etwas zurück gibt. Das kann durchaus auch ein einfacher Bauernhof, eine Mietswohnung oder eine WG sein. Man kann aus jeder Dachkammer etwas Wunderbares zaubern.  Also sozusagen ein gesunder und ehrlicher Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis.

Reiche Menschen sind nicht folglich glücklich. Das ist ein Fakt. Und Personen mit einem gut gefülltem Bankkonto sind auch nicht immer gesund. Das eine schließt das andere aber niemals aus.

Meinen Beobachtungen der letzten Jahre zu Folge, musste ich sogar feststellen, dass die Kinder der sogenannten „upper class“ weitaus anfälliger, empfindsamer und verletzbarer sind als die Nachkommen des sogenannten Fußvolks. Ich habe das Privileg sehr viele unterschiedlichste Menschen kennen lernen zu dürfen. Und jeder Einzelne, welchen ich auf meiner Lebensreise begegne, ist wunderbar auf seine/ihre Art und Weise. 

Ich möchte heute von einem alten Freund, und einer lieben Freundin erzählen: warum? Weil ich euch da draußen Mut, Power, Glaube an euch selbst und Träume schenken will. Egal was ihr euch auch wünscht, was eure Träume sind, wenn ihr diese  mit eurer Person in Einklang bringt, könnt ihr es schaffen. Natürlich nur mit dem entsprechenden Einsatzwillen.

Und keine Angst, all die starken Mädels und Männer da draußen, welche mit enormer Energie und ganz viel Liebe in Eigenregie Kinder großziehen. Ganze Großhaushalte managen, und oft nur durch ehrenamtliche Tätigkeiten ein Stück des Gesellschaftskuchens bekommen, werden in meinem späteren Buch nicht in Vergessenheit geraten. Ihnen widme ich einen eigenen Themenkreis.

Bei der ersten Person handelt es sich um einen Mann, mit welchem ich aufgewachsen bin. Wir wohnten in derselben Straße, ja sogar im selben Häuserblock. Er ging den damals durchaus üblichen Schulbildungsweg. 6 Jahre Volksschule, und dann 3 Jahre Hauptschule mit qualifizierten Abschluss. Danach ging er wie sein Vater in die Lehre. Er machte eine 3-jährige Ausbildung zum Gas-, Wasserinstallateur. Seine Mutter war ihr Leben lang Haus- /Ehefrau und Mutter von 4 Kindern.
Da ihn diese Arbeit, nicht ausfüllte, streckte er seine Fühler nach anderen Berufszweigen aus. In den Mittzwanzigern ist man viel unterwegs und lernt auch viele Leute mit verschiedensten Träumen, Kontakten und Berufen kennen. So machte er damals die Bekanntschaft mit einem türkischen Geschäftsmann, welche Männer- u. Damenmode vertrieb. Zu Anfangs verkaufte er aus dem Kofferraum seines ersten Autos heraus, um sich wenig später mit einem Partner und einer kleinen Boutique das erste Mal selbständig zu machen. Anfangs lebte er von der Hand in den Mund. Vom Klamottenverkauf schlitterte er geradewegs durch wiederum neue Bekanntschaften in die Immobilien- u. Finanzwelt. Dort erlebte er die ersten Jahre viele Höhen und Tiefen. Er verdiente viel, investierte mehr, verlor auch fast alles. Aber er gab nie auf. Er hatte seine Passion gefunden. Heute ist er Geschäftsführer und Mitgesellschafter einer weltweit operierenden Immobilien- u. Finanz-Aktiengesellschaft in München. 

Bei der zweiten Person handelt es sich um eine Frau, welche ich kennen lernen durfte, als ich in einer großen Firma in Bayreuth arbeitete. Diese Firma stellte Autoteile her, und sie war damals in der Produktion als Schicht- und Akkordarbeiterin angestellt. Als die Firma ihren Sitz in Bayreuth schloss, um in den Süden Bayerns umzuziehen, verlor auch sie wie viele andere ihre Arbeitsstelle. Sie entschloss sich für eine Lehre zur Krankenschwester, und 3 Jahre später machte sie ihr Staatsexamen. Danach bildete sie sich fort, und machte sich vor ca. 8 Jahren mit einem Heimpflegedienst selbständig. Heute beschäftigt sie insgesamt 15 Pflegekräfte, Tendenz steigend, und konnte sich bereits vor 2 Jahren ein Eigenheim ohne Kreditaufnahme leisten. Auch bei ihr gab es natürlich zu Anfangs der Karriere nicht nur Höhen, sondern auch tiefe Täler zu durchwandern. Aber alles in allem gab auch sie niemals auf, und hielt eisern an ihrem Traum fest.

Beide Personen aus meiner Erzählung stammen aber keineswegs aus reichen Familien, oder geordneten Familienverhältnissen, so dass sie ein gewisses Maß an Stabilität und Ehrgeiz mit auf den Weg bekamen. Das Leben, was sie beide nun führen, haben sie einzig und allein sich selbst zu verdanken. Denn nur durch die Kraft, den Willen, und diese enorme Passion ein Ziel zu erreichen, haben sie ihren Traum erfüllen können.

So ist es aber auch möglich sich selbst zu verwirklichen, wenn man eine gute Mutter, Haus- und Ehefrau ist, ebenso kann man aber auch seinen Lebenstraum erfüllen, indem man z.B. in einer Kommune auf dem Land in einfachsten Verhältnissen glücklich lebt. Besonders wichtig ist, dass man sich selbst findet, und so annimmt wie man eben ist.
Egal ob man nun studiert, seinen Sport oder Hobby zum Beruf macht, oder eben sein Privatleben ausgestaltet, wo der Beruf dann nur eine Nebenrolle spielt. Die Gesellschaft da draußen ist momentan hart, sehr genormt und immer öfter stigmatisierend, und genau jetzt ist es wichtig, das rote Männlein zu sein, das in der Masse auffällt, weil es sich mit sich selbst wohl fühlt.

So leben viele an ihrer eigenen Erfüllung vorbei. Aus Angst aus der Reihe zu tanzen. Und genau das ist es aber, was jeden Einzelnen von uns ausmacht. 
Durch meine berufliche Erfahrung als Beraterin durfte ich immer wieder auf Neue feststellen, wie einfach es ist, Menschen glücklich zu machen, und sie aus ihren Gedankenknoten zu befreien. 

Wir haben in unserer Kindheit viele Glaubensätze eingebrannt bekommen. Diese Glaubensätze erschweren uns unsere Gefühls- und Gedankenfreiheit. Unser Mütter und Väter waren regelrecht fanatisiert uns immer wieder zu verinnerlichen, wie wichtig es doch sei, sich der Gesellschaft anzupassen, den Nachbar immer schön freundlich zu grüßen, egal wie fies und gemein dieser auch ist. Etwas durchzuhalten, egal wie schrecklich es auch ist.

Viele sagen, es widerspricht sich doch aber. Auf der einen Seite soll ich an meinem Traum festhalten, und auf der anderen Seite soll ich aber frei und gelöst denken. Beides ist durchaus möglich. Denn viele halten am falschen Traum fest. Oder quälen sich durch Situationen, welche völlig unnötig sind. Es gibt ein ziemlich einfaches Schema, wie ich erkenne ob es richtig oder falsch ist, an etwas festzuhalten oder nicht. Viele Klienten welche zu mir kommen, sagen nach ein paar Stunden folgenden Satz: „Ich dachte immer das ist das Richtige für mich, dabei war es nur das Richtige für meine Familie, meine Freunde, meine Kollegen etc. etc. etc.. Viele Menschen wagen sich gar nicht ihren wahren Traum zu äußern, aus Angst dafür be- oder sogar verurteilt zu werden, oder weil er schlichtweg nicht der Norm entspricht.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass aber gerade das Abnorme das Alltägliche ist, denn wäre dem nicht so hätten wir z.B. eine Welt voll mit Ärzten und keinerlei anderen Berufen was schlichtweg nicht möglich wäre. Die Individualität jedes Einzelnen ist diese einmalige Symbiose, welche unseren Planeten so wunderschön macht.

Also nehmt euch den Mut euch selbst zu erforschen, und seid froh und erleichtert, wenn ihr etwas feststellt, was auf den ersten Blick nicht dem „Ottonormalverbraucher“ entspricht.

Einen wunderschönen Dienstag
Eure Sue Freund

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Schuldfrage

Thema „Schuldfrage“

Gibt es eigentlich spannendere Mythen als all jene, welche sich um das Thema Schuld ranken. Ja ich denke schon, aber trotzallem möchte ich mich diesem Kontext heute widmen. 

Ich bin rein mathematisch dazu nicht in der Lage zusammen zu fassen, wie oft in unserem Leben wir mit dem Wort Schuld viele weitaus wertvollere Wörter ersetzen. Einfach aus Nichtwissen, uns selbst nicht bewusst sein, oder aus reiner Oberflächlichkeit heraus. Zu schnell betiteln wir unser Gegenüber, und in den Selbstfindungsphasen auch uns selbst mit dem Ausdruck Schuld.

„Es ist ganz allein deine Schuld, dass dies hier jetzt passiert.“;

 „Ja, ja ich weiß ich bin wieder Schuld wie immer. War ja klar.“;

„Denkst du etwa, es war meine Schuld, dass unser Sohn/Tochter/Vater/Mutter etc. so handelt?“;

 Ich bin auf keinen Fall Schuld an dieser Situation, das sag ich dir!“

Usw.usw. usw.

Gehen wir einmal kurz her,  nehmen nur diese wenigen Sätze  und ändern sie nur ganz leicht ab. Wie könnte denn dann folgender Satz lauten?

„ES IST GANZ ALLEIN DEINE SCHULD, DASS DIES HIER JETZT PASSIERT.“

Wir sollten uns umgehend darüber Gedanken machen und die Ursache besprechen, warum das hier jetzt passiert.

Und plötzlich wird aus einem frontalen Angriff ein offene Bitte um Klärung einer schwierigen Situation. Wohlgemerkt Situation und nicht die Person an sich sollte abgehandelt werden.

Sehr beliebt und ziemlich weit oben steht aber auch der Satz:

“ Ja, ja ich weiß ich bin wieder Schuld wie immer“.

Woher rührt dieser Ausspruch, und warum wird er so oft benutzt? Und wie fühlt man sich als Gegenüber, wenn man nicht derjenige ist, welcher in ausspricht?

Hört nur kurz in euch hinein. Dies funktioniert einfacher, wenn ihr euch eure Tochter/Sohn/Partner etc. dabei vorzustellt, wenn die/derjenige diesen Satz gerade ausspricht.

 Oft fühlt man sich machtlos, in seinem Redefluss gehemmt, weil es sich anfühlt, als wenn derjenige vorgreift auf etwas, was man eigentlich noch sagen wollte, was einem als sehr wichtig erschien, erwähnt werden zu müssen. 
Alle Menschen, welche sich mit einer Situation, einer Person konfrontiert fühlen, stellten bereits in jungen Jahren fest, dass, wenn sie diesen Satz aussprechen, sie eine mit der Sekunde weit bessere Ausgangssituation für das Gespräch innehaben. 

Nur eine geschulte Pädagogin, ein sich mit dem Thema befassender Psychologe oder wenige andere Personen werden unbeirrt ihre Ansprache weiterführen.

Der Großteil der Menschen jedoch wird von seinem Thema abkommen, um dem Gegenüber zu erklären, dass er dies doch so nicht gemeint hätte, und die Frage stellen, wer den von Schuld gesprochen hätte. Es spricht doch keiner von Schuld, und um das Thema Schuld geht es doch gar nicht.

Und schwupp ohne es zu merken setzt sich die Person so sehr mit dem Thema „Schuld“ auseinander, dass der eigentliche Ausgangspunkt, um welchen es sich handelte, oft unter den Tisch fällt, oder nicht mehr sachlich, sowie ohne große Emotionen besprochen werden kann. Meist handelte es sich eh ursprünglich um Lappalien, welche nicht einmal einer Diskussion wert waren. 

So viel Macht steckt in einzelnen Wörtern unserer Sprache. Mit nur einem Wort ist es möglich ganze Unterhaltungen im Keim zu ersticken, wenn man nicht gewillt ist diese weiterhin zu führen.

Hier nun ein guter Trick um solche Situationen und die damit aufkommende Schulfrage zu umgehen

 -und da sind wir im Medienzeitalter ja klar im Vorteil-

 ist folgender:

wenn euch etwas heikles am Herzen liegt, welches euch aber als so wichtig erscheint, dass ihr es gerne mit der betreffenden Person besprochen hättet, so teilt es demjenigen höflich und gut verständlich formuliert per email, SMS, etc. vorab mit. So haben beide Gesprächspartner Zeit eventuell hochkommende Emotionen zu filtern und diese zumindest etwas einzudämmen, bevor es zu einem persönlichen Gespräch kommt.

Wer Lust hat kann gerne mal diese kleine Aufgabe ausführen. Geht mal eine Woche lang mit einem Stift und einem Zettel durchs Leben, und jedes Mal, wenn ihr selbst, oder jemand in eurem Umkreis (incl. TV, Radio, Zeitung) von Schuld spricht, oder nur das Wort erwähnt, macht einen Strich oder ein Kreuz oder Kringel oder was auch immer. Überlegt dabei, ob es zu diesem Zeitpunkt auch eine andere Wortwahl möglich gewesen wäre, welches „SCHULD“ ersetzen hätte können.

Wenn wir in der Reifephase unseres Lebens (zwischen 30 u. 50) damit beginnen uns, unsere Gefühle, unser Denken und unser Handeln zu erkunden, werden wir feststellen, dass wir eigentlich fast komplett ohne dieses Wort und dessen Bedeutung klar kommen könnten. Ob wir das wollen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber schon allein das Bewusstsein, dass wir es reduzieren könnten, und damit weitaus friedlicher, glücklich und ballastfreier leben würden, ist schon sehr viel wert.

Natürlich gibt es nicht immer und zu 1000% einen Ersatz für das Wort Schuld, darum geht es auch gar nicht, etwas grundsätzlich in Frage zu stellen. Es geht um unseren Alltag, um unsere Denk, Gefühls- und Handlungsweise unseren Mitmenschen gegenüber.

Meist sind es Personen aus unserem nahen Umfeld, welche uns gut gesinnt sind. Oft auch sehr eng verbundene, von uns geliebte und uns ebenfalls liebende Menschen. Und dennoch handeln wir oft das Thema Schuld mehr ab, als den eigentlichen Grund der Debatte.

Durch bewusstes Denken und Handeln lässt es sich sehr einschränken und wir schenken so positiven und wertvolleren Wörten und Sätzen mehr Raum.

In diesem Sinne euch allen einen wunderschönen Tag.