Warum

Warum werden Leute nicht müde negativ zu sein?

Warum kommunizieren viele Menschen nur noch über das Schlechte in ihrem Leben?

Warum meinen unsere Erdlinge immer nur warnen zu müssen?

Warum verkünden Menschen ihre miese Laune jedoch nie ihre Gute?

Warum motzen, mosern, meckern, jammern, leiden, klagen jene am meisten, welche den wenigsten Grund dazu haben

Die Antwort ist relativ einfach: man hat es in der Kindheit und Jugend antrainiert bekommen. Man kennt es nicht anders und hat sich selbst völlig in der Mühle jener Gesellschaft verloren, der man mit aller Macht und Kraft zugehörig sein möchte.

Egal für welchen gesundheitlichen und finanziellen, sowie persönlichen Preis. Und gerade jene, welche das Individuell und Anders sein stets propagieren, dass sie nicht der Norm entsprechen und so sind wie sie eben sind, sind jene, welche am stärksten mittanzen im Reigen der großen Lobbiesten. Je stärker die Verteidigung und vehementer das Veto, desto größer die Selbstlüge.

Ich hatte mir mal bewusst die Mühe gemacht einen einzigen Tag in meinem Leben vom früh morgens bis zum Schlafen gehen jede einzelne Begegnung mit Menschen dokumentiert. Als ich abends mein Resümee zog, konnte ich es nicht glauben und zollte es dem Zufall. Also wiederholte ich meine Beobachtungen und zwar für eine ganze Woche. Ich konnte nicht glauben was ich da feststellen musste.

Es spielte überhaupt keine Rolle, in welchen Kreisen oder Situationen ich mich befand, oder was ich selbst ausstrahlte, denn ich selbst bin ein sehr positiver Mensch und betrete immer mit einem Lächeln und einem freundlichen Gruß die Szenerie.

Falls sich bei solchen Erzählungen jemand auf den Schlips getreten fühlt und von sich behauptet, er/sie wäre nicht so. All jene „ich bin besonders toll“ Prediger waren am negativsten. Nur dass sie selbst es nicht bemerkten.

Was geschieht mit uns Wohlstandscharakteren? Warum ist dieser Widerspruch in uns selbst mittlerweile so stark, dass wir desto stärker reagieren, je mehr wir uns selbst versuchen einzureden, dass wir einfach nur wunderbar sind. Das sind wir durchaus auch, aber eben nicht in den Augen aller.

Das Lösungsdenken liegt in uns selbst. In erster Linie sollten wir nämlich in unseren eigenen Dasein wunderbar, einzigartig, faszinierend und super toll sein. Und so ist es ein Fakt, dass, wenn ich nun mal propagiere, dass Arschlöcher in meinem Leben nichts verloren haben, dann sollte ich zu allererst dafür sorgen selbst keines zu sein.

Was ist dieses ganze Selbstbewusstseins – und Selbstliebethema wert?

Verwirrt es uns mehr als es uns nutzt?

Nein selbstverständlich nicht. Diesbezüglich werden nur in unserer Jetztzeit und unseren Breitengraden Wörter überstrapaziert und Taten unterbewertet.

Wenn du heute 5x ein Wort nutzt, heißt dies noch lange nicht, dass es dadurch zum Fakt wird.

Nie war ein Spruch wie dieser „Taten sind mehr wert als Worte“ so wertvoll wie heute.

Der Mensch wurde geradezu genötigt sich völlig und komplett mit sich selbst auseinander zu setzen und das genau zu einem Zeitpunkt, wo er sich meist selbst so fremd war, wie der Mond den Marsianern.

Wenn du heute einem Menschen mit auf den Weg gibst, dass er zuerst mal sich selbst finden soll, ist das wie wenn du einem Nagetier Fleisch als Futter vorsetzt. So liegt in der Definition Geheimnis.

Erkläre deinen Auftrag, welchen du erteilst.

Nenne das Kind beim Namen.

Millionen von Hilfegruppen, Selbsthilfegruppen, Coaches und Lebensberatern versuchen sich mit IHRER Theorie und Praxis einen Weg durch den Dschungel der Störungen zu bahnen. Und ich wage zu behaupten, fast 98% von ihnen sind nicht ehrlich ihren Klienten gegenüber.

Was soll es dem Hilfesuchenden bringen, wenn man ihm/ihr immer wieder nach dem Mund redet, wenn die eine Übung nicht klappt ihm/ihr die nächste auf den Bauch bindet.

Je mehr man Menschen an die Hand nimmt, desto mehr entfernen wir sie von sich selbst.

Irgendwann im Laufe viele Seminare, Workshops, Beratungen und Coachings (das neue Modewort schlechthin) ist es geschafft und ein erwachsener Mensch ist nicht mehr in der Lage ein einfaches Brot beim Bäcker zu erwerben ohne vorher seinen persönlichen Coach zu befragen oder in einer Selbsthilfegruppe nach Rat zu suchen.

„Selbsthilfe“ gruppen sind so ziemlich die bescheuertste Wortfindung der letzten Jahre. Wenn man wirklich Hilfe zur Selbsthilfe geben oder praktizieren möchte, muss man loslassen und lernen Situationen auszuhalten. Die Schwelle ist bei vielen längst überschritten.

Zeiten in welchen Menschen allein und selbstverantwortlich durch Krisen ihres Lebens gingen (und nur zu anfangs einen kleinen Schups in die richtige Richtung oder eine liebevolle Umarmung bekamen) sind längst vorbei.

Mittlerweile gibt es Gruppen in welchen Menschen frühmorgens nachfragen, ob es der perfekte Zeitpunkt ist aufzustehen oder 5 min länger oder kürzer effektiver sind.

Längst sind ein Großteil der Bürger in unseren europäischen Gefilden mehr fern- und fremdgesteuert als jemals zuvor.

Was möchte ich mitteilen?

Der Mensch ist nahezu unfähig geworden etwas unangenehmere Situationen auszuhalten. Nie war der Fluchtinstinkt so ausgeprägt wie jetzt. Nur fliehen wir mittlerweile nicht mehr vor wilden Tieren oder lebensbedrohlichen Situationen, sondern oft vor dem Nichts. Vor Kleinigkeiten. Wir flüchten vor Nähe, Beziehungen und vor allem vor Gefühlen.

Dies nahm seinen Anfang vor circa 10 Jahren, als der Mensch begann die persönliche Entfaltung zu predigen.

Nur was, wenn diese persönliche Entfaltung völlig ins Leere oder noch schlimmer ins Desaster führt? Was, wenn dieses plan- und ziellose Lebensgefühl keinerlei Vorteile für das eigene Ich und die Entwicklung des Menschen birgt?

Der Mensch ist dafür gemacht sich in ein bestimmtes System einzugliedern. In welches, dass sollte jeder Einzelne nach reiflicher Überlegung natürlich freigeistlich selbst entscheiden können. Auch ich habe für mich mein eigenes System entwickelt in welchem ich mich bewege und mich wohlfühle.

Um als Erwachsener dorthin zu kommen, gibt es ein enorm wichtiges Grundwort, welches nie wertvoller war als jetzt.

WERTE!!!!!

Es ist der Schlüssel raus aus vielen Irrwegen, vielen Fehltritten, vielen planlosen Lebenswegen, Hoffnungslosigkeit und all den ganzen oberflächlichen Störungen, welche mittlerweile das Leben so vieler Menschen bestimmen.

Seid doch völlig ehrlich zu euch selbst. KOMPLETT EHRLICH meine ich.

Fragt euch selbst, was ihr seht, wenn ihr all eure Wehwehchen, eure Leiden, eure Makel, eure Klagen und Problemchen, welche ihr momentan so mit euch rumtragt, weglasst. Zieht eure Seele doch mal ganz nackt aus. Was bleibt?

Gesunde Seelen würden antworten, dass sie sehr viel Schönes täglich sehen, dass sie den Duft der blühenden Bäume und Blumen lieben, dass sie etwas sehr leckeres gegessen hatten, dass sie sich auf den Film heute Abend freuen, dass sie dankbar sind frühmorgens mit zwei gesunden Füßen aufstehen zu können und noch vieles Schönes mehr.

Doch ich bekomme meist folgende Antworten:

„Mein Mann arbeitet viel zu viel und ich habe Angst um ihn, aber es geht nicht anders, da es der Job von ihm verlangt.“

„Ich möchte ja etwas ändern, unbedingt, aber es ist so schwer.“

„Du redest dir so leicht, dabei ist es viel komplizierter.“

„Diese Krankheit muss man so behandeln. Anders geht es nicht.“

Ich könnte diese Liste Seitenlang fortsetzen.

Viele Leser dürften jetzt bemerkt haben, dass die Antworten eigentlich alle keine direkten auf die oben beschriebene Bitte und Frage waren.

Der Mensch hat eine Automatik in seinem Denken und Reagieren entwickelt und hat man sich auf ein bestimmtes Lebensthema festgefahren, lässt einem das nicht mehr so schnell los.

Man reagiert fast immer nach einem bestimmten Schema, weil man faul geworden ist. Nicht leistungstechnisch, denn darin etwas zu beweisen, da sind wir nach wie vor Meister. Nein faul dabei etwas negatives in etwas positives zu verwandeln, faul darin seine Gedankenrichtung zu ändern. Man ist so mit Makel und Frust verbunden, dass man es schon als angenehm angenommen hat.

Ist all den Menschen eigentlich bewusst was für ein einfaches Futter man für die große Lobby von Pharma- Ernährungs- und Rüstungsindustrie ist, wenn man sich unnötigerweise systematisch selbst zu Grunde richtet.

Ist es eigentlich mittlerweile durchgedrungen, dass dieses öffentlich die eigene Meinung vertreten in einem Netz von Millionen Usern gewollt ist, nämlich um sich damit selbst stets in Unruhe zu versetzen.

Wann ist es das letzte Mal geschehen, dass man einfach weiter scrollt oder eine Plattform (Gruppe, Seite) verlässt, wenn diese kein gutes, entspanntes und angenehmes Gefühl vermittelt? War die Neugierde stärker? Oder der inneren Druck vielleicht etwas bewegen oder verändern zu können?

Der Mensch propagiert ständig wie wertvoll ihm sein Privatleben ist, veröffentlicht aber anstatt etwas Schönen stets das Negative aus seinem Leben. Was bietet nun mehr Einblick?

Jeder Mensch ist beeinfluss- und lenkbar. Einige weniger, manche mehr.

Doch da ist dieses grelle Licht am Ende des Tunnels.

Dieses Licht heißt Werte und Bewusstsein, sowie Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist das Zauberwort in Bezug auf weg von Fremdkontrolle zurück zu Eigenkontrolle. Und ich für meinen Teil kontrolliere mich lieber selbst als dass ich zulasse, dass es andere tun.

Kurz zurück zu meinen Beobachtungen im Laufe eines Tages: egal ob Arztbesuch, Schulgespräch, Klamottenkauf, Wochenmarktbesuch. Noch nie war das Mitteilungsbedürfnis über Kummer und negative Geschehnisse im Leben der Menschen so groß wie zu dieser Zeit. Wildfremde Menschen, welche eine Zeitlang im Bus dir gegenüber sitzen haben keinerlei Hemmungen mehr dir innerhalb kurzer Fahrzeit über Ereignisse aus ihrem privatem Leben zu berichten, während sie zeitgleich sich immer mehr darüber aufregen, wie beobachtet man sich doch heutzutage fühlen müsse. Anstatt durch ein positives Verkaufsgespräch mehr Geld in die Kasse zu bekommen, ignoriert man Kundschaft um der Nachbarin das Leid mit dem undankbaren Kind zu klagen.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine besondere Begegnung an der Kasse eines Supermarktes in meiner Nähe. Es waren zwei Kassen geöffnet und in der Schlange beider Kassen stand jeweils ein Mann, welcher den anderen kannte. Sie begrüßten sich mit Servus und der Frage „wie geht es so?“ Darauf die Antwort des einen: „Ich kann nicht klagen und du?“ Darauf der andere: „Na wenn ich ehrlich bin ich kann mich auch nicht beschweren. Alles passt.“ Das war es.

Den Rest des Anstehens verharrten die beiden schweigend. Während aber in anderen Situationen wo jene etwas zu beklagen hätten, wahrscheinlich die Kassiererin hätte warten müssen, bis die beiden mit ihrem Austausch über Leid und Kummer fertig gewesen wären, kam den beiden nicht in den Sinn etwas positives aus ihrem Leben zu berichten.

Warum fällt es dem heutigen Menschen so schwer sich über positive Ereignisse auszutauschen. Glaubt mir ich weiß von was ich schreibe, denn ich selbst bin einer dieser Outlaws, dieser verschrienen Optimisten, einer dieser Positiv Denker. Ein Lösungsfinder. Diese Charaktereigenschaften rufen wiederum unheimlich viele negative Reaktionen auf den Plan. Neid, Wut, Unverständnis ja sogar richtig gehend Aggressionen donnern auf mich ein. Und wie gehe ich damit um? Ich halte es aus, weil mein Lebensgefühl mir das wert ist.

            Aushalten – Werte finden – selbstbestimmt leben

Wenn auch ihr euch immer mehr fremd bestimmt fühlt und wieder zurück zu euch selbst möchtet, dann bleibt am Ball. Ich weiß, dass es jeder schaffen kann ein selbstbestimmtes und positives Leben zu führen. Ich glaube an jeden Einzelnen, welcher den Willen dazu hat, dies auch zu schaffen.

Abschließend eine meiner Lieblingsübungen:

Beginnt euren Tag mit euch selbst. Schenkt euch 5 min, bevor ihr euer Bett verlasst. 5 bewusste Minuten, in welchen ihr aktiv Tagträumt, Pläne schmiedet, Ziele ausmacht, Wünsche formuliert, Werte bestimmt, oder einfach nur da liegt und mit offenen oder geschlossenen Augen bewusst euren Körper wahrnehmt. Egal was ihr auch tut, tut es und zwar nur für euch.

in diesem Sinne

eure Sue Freund

 

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Einfach – Freigeist – Sein

Heute möchte ich meinen Blog all jenen widmen, welche feststecken. Feststecken in Löchern aus Frust, Kummer, Leid, Schmerz, Schicksal, Enttäuschung, Liebeskummer, Trauer und Zorn.

Ich möchte gleich mal knall hart beginnen. Unsere Erde hat sich innerhalb kürzester Zeit enorm schnell von einem im Aufbruch und Aufruhr steckenden Planeten in ein übersattes, überquellendes schnaubendes Rhinozeros verwandelt. Der Mensch an sich eigentlich behäbig strukturiert.

Die Seele schnell festgetackert in Gewohnheiten, welche es immer wieder aufs neue gilt zu lösen, da man durch die enorme Beflutung von Medien und Input täglich dazu neigt, sich  extrem schnell die nächste Unart  zur Gewohnheit werden zu lassen.

Was ist gut, was ist Wohlstand, was ist Demokratie und was ist freier Wille oder Freigeist? Ich wage zu behaupten, dass 80% unserer westlichen Erdenbewohner dies nicht mehr zu erklären wissen. Auch wenn es dem ein oder anderen finanziell noch so blendend geht. Wenn das Häuschen, der Garten, das Auto gen Himmel blinkt, dennoch kann ich an vielen Haustüren klingeln, und werde mehr Klage als Freude zu hören bekommen.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Ich wage aus meiner täglichen Erfahrung heraus zu behaupten, dass der Mensch an sich so lange nicht gesund sein möchte, bis er wirklich organisch krank ist. Mittlerweile ist die Psyche einiger Menschen ihr größter Feind.

Egal wie viele Eso Gurus noch aus all den Erdöffnungen krabbeln, ganz egal wie viele Chakras, Speakers, Teachers, Coaches usw. die menschlichen Vulkanöffnungen noch ausspucken. Zu 90% ist es Tarnung und Ablenkung vom wirklichen Thema.

Jeder von uns könnte, wenn er es schaffen würde sich aus der Pharma-/Nahrungs-/Rüstungs-/Wohlstandslobby weitestgehend zu befreien, fast zu 100% gesund und fit alt werden.

Natürlich ist niemand auf dieser Welt vor Schicksalsschlägen gefeit. Darum sich aber täglich Gedanken zu machen, raubt Lebensfreude, da es eh nur bedingt zu beeinflussen ist.

Es gibt keine Garantien, es gibt nur Tendenzen, welche fast immer eintreffen, wenn man bei sich selbst bleibt.

Wie es schon der Titel meines ersten Blogs (Rückevolution der Menschlichkeit) richtig auszudrückt vermag, so bleibe ich auch nach wie vor  bei dieser These. Die Menschlichkeit evolutioniert sich zurück, während die Technik unser Gehirn überrennt.

Machtgeilheit bestimmt das alltägliche Leben, während wir uns selbst zeitgleich einreden wie wundervoll tolerant und weltoffen wir doch sind. Ja das sind wir wirklich und zwar dann wenn wir rein und pur sind. Wenn wir uns morgens nackt vor den Spiegel stellen können und radikal ehrlich zu uns sagen können: “ Ich habe meinen Partner geheiratet, weil ich ihn/sie liebe und nicht weil ich ihn/sie besitze. Wenn beide nach wie vor 2 freie Seelen sind.  Ich habe meine Kinder geboren um sie zu lieben und ihnen ein Vorbild zu sein und nicht um sie zu besitzen, zu formen und zu impfen mit dem was ich selbst will, wollte und nie bekam.  Ich habe ein Haustier, weil ich es liebe und respektiere und nicht weil ich ihm Gehorsam beibringe um Macht auszuüben.“  Unendlich können wir diese Liste fortführen.

Der Tag eines einzelnen Menschen ist mit so viel Input gefüllt, dass es schwer fällt einzelne Informationsstränge zu sortieren und ethisch wie empathisch zuzuordnen. So passiert es, dass immer mehr Menschen Position beziehen. Aber nicht etwa um damit anderen etwas Gutes zu tun, oder einen Beitrag zum friedlichen Zusammensein zu leisten. Nein sie wollen IHRE Meinung, IHRE Einstellung, IHREN Willen, IHR Begehr an den Mann/Frau bringen.

Jeder von uns kennt sie die lästigen Anrufe von Telekommunikationsanbietern. Die penetrante Art von Unternehmen dir etwas verkaufen zu wollen, welches du mit freiem Willen, lieber Familie oder Freunden, oder ein bisschen Allgemeinbildung selbst im Netz erfahren und dann entweder erwerben oder nicht erwerben kannst.

Anstatt immer wieder Wachstum erzeugen zu wollen, sollten wir endlich einmal nur sein wollen und so bleiben wie wir jetzt und hier sind.

Unsere Welt bietet Alternativen in alle Richtungen. Dies ist ein enormer Lebensgewinn. Nur nutzen ihn nur etwa 10 %.

Was entstand in den letzten Jahren, ja schon Jahrzehnten, durch dieses geringe Nutzen von Alternativen? Wer mich bereits als Leser eine Weile verfolgt, weiß um meine tägliche Arbeit. Für die neuen Leser ein kurzer Round up. Ich arbeite hauptsächlich mit Jugendlichen, Schülern, jungen Erwachsenen und ihren Angehörigen im Bereich von ADHS, Erschöpfungsyndrom, Abhängigkeit, Holy 7 Erkrankungen, Schwindel. Zu mir kommen Menschen, welche bereit sind an sich selbst zu arbeiten. Welche bereit sind Hilfe zur Selbsthilfe anzunehmen und welche bereit sind zu glauben, dass sie selbst die stärkste Kraft sind, um zu gesunden. Ich begleite eine Zeit lang um dann loszulassen. Dies ist mir sehr wichtig.

Mein Motto, welches ich gerne vermitteln möchte, ist es, Freigeist zu sein, zu werden und zu bleiben. Momentan ist es ein Hauptteil meines Tuns und Schreibens mit wundervollen Menschen Positives Fühlen, Denken, Reden und Handeln zu trainieren. Der Mensch hat einen Automatismus entwickelt, in welchem es ihm leichter fällt Negatives zu äußern, aus dem Zorn heraus zu agieren oder zu blockieren und zu ignorieren. Es fällt Personen leichter Frust abzulassen als Komplimente zu verteilen.

Beziehung oder Kennenlernen scheitert heutzutage meist daran, dass man Gefühle und Wünsche nicht explizit äußern kann.

Ein sehr oft genutzter Gedanke unserer Zeit „Aus Angst verliebt zu sein oder jemanden zu verlieren, vergrault man ihn/sie lieber gleich zu Beginn.“

Mit Menschen in komplizierten Beziehungen oder sich schon fast am Scheideweg befindlichen Personen trainieren wir Sätze wie:

„Ich liebe dich, weiß aber nicht wie ich damit umgehen soll, dass ich mich dir gegenüber so unsicher fühle und würde es verstehen, dass……“

„Ich liebe dich und wünsche mir mit dir zusammen zu sein, kann aber verstehen, dass du…….“

„Ich möchte dich nicht verlieren, weil du ein sehr wertvoller Mensch bist, kann dennoch verstehen, dass……“

„Ich kann dich verstehen, weil ich momentan sehr feststecke, würde mir aber sehr wünschen, dass…..“

Wenn man diese Sätze liest, spürt man oft diese Unsicherheit in seinem Inneren. Fühlt wie Angst sich breit macht, weil diese Sätze dem gegenüber eine Chance bietet nicht in eigenen Sinne zu antworten. Und gerade diese Sätze sind es aber, welche nötig sind um dem Gegenüber Respekt und Ernsthaftigkeit zu schenken. Sobald man loslässt, wird etwas Schönes bleiben oder etwas Schönes folgen.

Ein weiterer Punkt, welcher einem freigeistigem Leben im Wege stehen kann, ist jener, alles und jede Begegnung zu verkomplizieren. Da ist es an der Zeit, durch gezielte Übungen Knoten im Kopf zu lösen, welche aus eigentlich Einfach kompliziert machen.

Man kennt das bestimmt, oder?

Sätze wie die folgenden gehören zum täglichen Leben.
„Wenn es nur immer so einfach wäre!“

„Wenn es so einfach wäre, wie du sagst, wäre ich schon längst….“

„Du sagst das so einfach, aber….“

Wie oben bereits geschrieben, leben wir in einer Welt voller Perspektiven, Alternativen, Möglichkeiten und Chancen, doch sehen wir meist den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Wir sollten uns die Fragen stellen: “ Wollen wir eigentlich wirklich und aus tiefstem Herzen gesund sein?“ „Wollen wir wirklich ehrlich zu uns selbst sein?“ „Wollen wir wirklich dieses Leben so führen, wie wir es gerade jetzt tun?“ „Wollen wir wirklich etwas ändern, oder lieber jammern, leiden und klagen?“

Ich gebe euch heute ein kleines Beispiel zum schmunzeln.

Immer mehr Menschen beschweren sich über die schnelle Abhandlung, wenn sie zum Arzt gehen. Über die Oberflächlichkeit, mit welcher er uns untersucht. Es wird geklagt, dass man ja den Ärzten nicht mehr vertrauen könnte. Warum ist dies so? Weil wir alle Dr. Google geworden sind. Menschen gehen heutzutage nicht mehr mit Symptomen zum Arzt, sondern meist mit einer bereits auswendig gelernten Diagnose im Gepäck. Und völlig wurscht was der Mediziner verlauten lässt. Man ist zu 1000% von seiner eigenen Feststellung und Recherche überzeugt. Der Mensch hat immer weniger Vertrauen in seinen eigenen Organismus, immer weniger Vertrauen in seine eigenen Gefühle.

ABER geht es darum den behandelten Arzt von seinen eigenen Google Recherchen zu überzeugen, dann hat man definitiv den Glauben schlechthin.

Haben sich vielleicht die ein oder anderen Krankheitsbeschwörer mal überlegt, ob es eventuell daran liegen könnte, dass viele Ärzte einfach keine Lust mehr darauf haben, täglich Gespräche gegen Mauern zu führen. Völlig egal was er so manchem „Patienten“ auch mit auf den Weg gibt, man macht meist eh das, was man sich im Netz ergoogelt oder von anderen Leidenden aufgeschnappt hat. Man kennt ja Gespräche, welche immer so enden, dass der Gesprächspartner genau dasselbe bereits in viel schlimmerer Variante durchlebt hatte.

Ich kann sehr gerne in diesem Fall hier mich selbst als Beispiel angeben.  Mein Doc hat einen Orden verdient. Er lässt sich nämlich überhaupt nicht ein auf all den Diagnosequatsch, welcher ihm entgegen gebracht wird. Er nimmt sich enorm viel Zeit für seine Patienten und erklärt ihnen unermüdlich, dass sie selbst dies und jenes dafür tun müssen um zu gesunden. Nur wenn durchaus berechtigt, verschreibt er Medikamente. Viele hätten schon den Arzt gewechselt, weil er nicht die Wünsche erfüllt, eine Diagnose zu haben. Ich liebe ihn dafür. Er ist radikal ehrlich und das empfinde ich als das Wichtigste.

Ein zweites Phänomen ist dieses everybodies darling Ding. War man bis vor kurzem noch bemüht zu gefallen so ist das andere Extrem nun zum neuen Volkssport mutiert. Nicht nur das Netz, sondern auch wenn man sich auf einen Plausch mit guten alten Bekannten trifft oder dem Nachbarn begegnet, so ist es jetzt cool, wenn man es gelernt hat Menschen zu ignorieren, abzuservieren, aus dem Leben zu verbannen etc., welche schlichtweg nicht denselben Stil haben, oder nicht denselben Autotyp fahren, oder Bergurlaub dem eigenen Strandurlaub vorziehen.  Anstatt sich über die Vielfalt von Menschen im Freundes- und Bekanntenkreis zu erfreuen, schießt man sie einfach ab. Bitte nicht verwechseln mit dem Loslösen von Energievampiren. Dies ist oft sogar überlebensnotwendig.

Was sind Energievampire? Das sind Menschen, welche sich den ganzen Tag mit Problemen, Kummer, Krankheit, Sorge und Angst beschäftigen und dies damit rechtfertigen, dass sie nun mal so sind und das Recht auf Zuhören und Ernstnehmen hätten. Sie wären so geworden, weil X und Y sie dazu gemacht hätte. NEIN!!!!! Niemand wird zu etwas gemacht über Dauer. Menschen können andere durchaus kurzfristig beeinflussen oder in bestimmte Richtungen schieben. Ob ich aber dort bleibe, das ist allein meine eigene Verantwortung.

Hierfür auch ich selbst als Beispiel. Ich hab bis vor ein paar Jahren auch noch das ein oder andere Gläschen Alkohol getrunken. Aber nicht, weil ich ihn so lecker fand, sondern weil ich mich selbst dazu genötigt fühlte ihn zu konsumieren, damit ich dazugehöre. VÖLLIGER QUATSCH!!!! Ich hab all meine wunderbaren Freunde und Bekannten behalten und sehr viele tolle neue Menschen hinzugewonnen ohne auch nur einen einzigen Schluck zu trinken. Warum nicht? Weil er mir schlichtweg einfach nicht mehr schmeckt und nicht gut tut. Fröhlich, unterhaltsam und witzig bin ich sogar jetzt mehr als zuvor, weil ich einfach fit bin.

Dennoch ist es für mich total ok, dass viele um mich herum Alkohol konsumieren. Es hat sich aber ein witziges Phänomen eingestellt. Plötzlich wird mir erklärt, warum man das ein oder andere Glas Rotwein oder Bier trinkt. Das müsste aber überhaupt nicht sein, da es für mich total legitim ist, solange man es akzeptiert, dass ich es nicht mehr möchte.

Was will ich im Allgemeinen mit all diesen kleinen Beispielen vermitteln? Ich möchte meinen Lesern damit aufzeigen, dass es nichts gibt, was eintrifft, was man vorab befürchtet oder wage vermutet.

Testet man dies in unterschiedlichen Situationen im Leben, wird man schon nach sehr kurzer Zeit keine Befürchtungen mehr haben, weil sie schlichtweg nicht eintreffen. Wenn ich zu jedem Tages u. Abendzeitpunkt bis ich meine Augen schließe bewusst lebe, dann werde ich bereits nach wenigen Wochen ein unheimliches Gefühl der Einfachheit in allem feststellen.

Und ganz egal was jemand im Leben tut, es liegt immer an einem Selbst ob es sich erfüllt oder nicht. Vor kurzem hat bei einem Gespräch mein Gegenüber geäußert, dass es doch totaler Humbug ist, da sie sich jetzt einfach mal so eine Million von ganzem Herzen wünscht, und das geht dann ja auch nicht einfach so in Erfüllung. Da hat sie wohl im Ansatz Recht. Ich hab ihr dann einfach die Frage gestellt, was sie jetzt tun würde, wenn ich ihr einen Weg zeigen würde, bei welchem es auch für sie möglich wäre in relativ kurzer Zeit diese Million wirklich zu besitzen. Da antwortete sie mir wie aus der Pistole geschossen, dass das doch nur ein Beispiel gewesen wäre und sie überhaupt keine Million wolle. Sie wäre ja eigentlich ganz zufrieden.

Wir schwimmen getarnt mit dem Strom still und unauffällig und wundern uns, dass man uns nicht als Papageienfisch erkennt. Strahlend fröhlich und bunt. Wenn wir wirklich glücklich und zufrieden leben wollen, dann müssen wir täglich etwas dafür tun. Wir müssen bewusst und mit uns selbst im Einklang leben. Alles andere ergibt sich wirklich von selbst.

Eine gute alte Bekannte hatte mir vor kurzem erklärt, dass es für sie das wichtigste im Leben wäre ein eigenes Haus zu besitzen, sie aber niemals einen Kredit dafür bekommen würde, da sie zu wenig verdiene und ja alleine wäre. Ich fragte sie, ob sie sich eine Beziehung wünsche. Dies beantwortete sie mit Ja, von Herzen gerne, aber ihre Ansprüche an die Männer wären einfach zu hoch, da sie es gewohnt ist alles allein zu handhaben. Meine Antwort schmeckte ihr so gar nicht. Ich gab ihr nämlich zu bedenken, dass sie überhaupt keine Beziehung möchte, sondern einfach nur nicht mehr als alleinstehend definiert werden möchte.

Ich fragte sie, ob sie sich insgeheim vielleicht wünsche, dass der von ihr gesuchte Partner ein Eigenheim besäße. Ich bekam ein schüchternes Nicken als Antwort.

Spannend würde ich es finden zu wissen, was meine Leser dieser Bekannten als Tipp mit auf den Weg gegeben hätten. Gerne könnt ihr mir Nachrichten über Facebook oder Kommentare unter meinem Blog hinterlassen.

Mit dieser kleinen Anekdote möchte ich meinen heutigen Blog schließen und wünsche euch einen bewussten Tag mit euch selbst und euren Liebsten.

In diesem Sinne

Eure Sue Freund

Mut zum positiven Denken

„Man traut sich ja schon fast nicht mehr positiv denken, weil man denkt, es trifft einen dann doppelt hart!!!!!!!!!!!!“ (Zitat einer lieben Freundin)

Der Schriftverkehr mit einer sehr lieben Freundin hat mich zum Titel für meinen heutigen Blog inspiriert.

Durch meinen Beruf, meinen großen Bekannten- und Freundeskreis, sowie durch Gruppen in den sozialen Medien stelle ich seit mehreren Jahren mit Erschrecken fest, dass der Mensch an sich immer mehr dazu tendiert bevorzugt in Angst, Panik, Schwindel, Mangel, Schmerz zu verharren, einzig und allein, weil es ihm durch die Generation unserer Eltern anerzogen oder vorgelebt wurde.

Hingegen wurde nur selten beigebracht positiv zu denken, zu fühlen und somit zu leben.

Nahezu hasserfüllt schmettert mir so mancher Mensch entgegen, dass es ja schön und gut sein mag, dass es mir gut ginge, aber dies sei eben nicht bei jedem so. Auch wurden mir schon sehr langjährige Freundschaften gekündigt, weil ich Lösungsvorschläge für bestimmte Schmerz- und Leidthematiken biete. Es sei aber falsch vermutet, wenn man denkt ich würde meine Denkweise oder meine Lösungsvorschläge aufdrängen oder penetrant auftreten. Nein einzig und allein meine Statusbeiträge auf meiner ganz persönlichen Pinnwand, welche nie auch nur im geringsten personenbezogen formuliert sind, werden Anlass für negative Reaktionen.

Dieses enorme westliche Kontrollfanatikum;

Nirgendwo auf diesem Planeten gibt es so viele Wohlstandserkrankungen, mitunter hervorgerufen durch dieses extreme Kontrollbedürfnis.

Eben dies zieht Mangel und Störungen an wie ein Magnet. Im Gegensatz dazu versucht  man Menschen mit einem enorm guten Körpergefühl vermeintliche Allergien in den Kopf zu projektieren. Nie sollte außer Acht gelassen werden, dass Unverträglichkeiten gegenüber Chemie in Nahrungsmitteln keine Allergien sind, sondern sehr gesunde und vernünftige Reaktionen des eigenen Körpers. Wohingegen Unverträglichkeiten gegenüber natürlicher Nahrungsmittelinhalte Allergien sind, welche durch all die Chemie im Körper hervorgerufen werden. Also lasst euch keineswegs von eurem Weg abbringen, wenn sich euer Körper gegen Glutamat und E-Substanzen wehrt, dann ist dies ein sehr gutes Zeichen und zeigt, dass ihr euren Körper spürt. Beginnt euer Körper hingegen Substanzen abzuwehren, welche schon seit mehr als Jahrmillionen in unserer Natur vorhanden sind, dann wäre es an der Zeit darüber nachzudenken, was alles an Chemiezusätzen in eurer Nahrung, in euren Getränken oder vorallem Medikamenten und Genussmitteln vorhanden ist.

Der Mensch in unserem Gefilden lebt nur sehr selten im Hier und Jetzt, sondern meist in der Zukunft und somit unter Druck, Sorge, Stress und Angst. Warum kann in unserer Jetztzeit eine Person besser mit eben genannten Symptomen umgehen? Sehr einfach erklärt: weil es hierfür viel mehr Mitspieler gibt als zufriedene und weitestgehend gesunde Menschen. Es fehlt schlichtweg der Gesprächsstoff, wenn man keine Störungen und Mangelerscheinungen aufweisen kann.

So ist es an der Tagesordnung, dass man z. B. auf Arbeit zwar körperlich anwesend ist aber geistig bereits am Montag dem Wochenende entgegen sehnt. Am Wochenende redet man stets darüber, dass es ja schon wieder bald Montag ist und wenn man nicht aufwacht, dann steht man irgendwann kurz vor Einreichung der Rente und kann diese mit nur sehr viel Glück auch wirklich noch einigermaßen gesund und vital erleben.

Gleiches in Beziehungen. Vielen geht immer wieder der Satz über die Lippen:“ Hab ich doch gewusst.“ „Ändert sich eh nichts. Wirst schon sehen.“ Bei solch apokalyptischen Vorhersagen kann ja nichts liebevolles und positives sowie unbefangenes entstehen. Und während man sich weiterhin darin trainiert dem Partner mit Vorwürfen zu überschütten, merkt man nicht, dass man seine eigenen Unzulänglichkeiten nur spiegelt.

Begründungen für ein positives Gefühlsleben, ein bewusstes Hier und Jetzt leben mit moderaten Gedanken und Plänen für eine erfüllte Zukunft sind ebenso selten geworden, als  das Finden von Gold in heimischen Gefilden.

Wir verbringen mittlerweile mehr Energie, Kraft und Willen damit im Netz vehement unsere Meinung zu vertreten. Schrecken dabei nicht einmal zurück dies über Stunden hinweg fortzuführen. Dies fällt leichter als sich dahingehend zu überwinden einem geliebten und/oder nahestehenden Menschen zu sagen, wie wichtig er/sie einem ist. Wir diskutieren in öffentlichen Foren mit fachmännischer Detailtreue, während wir es für fast unmöglich erachten in unseren Beziehungen und Partnerschaften Werte und bedingungslose Liebe zu leben und zu kommunizieren.

Stets in Sorge enttäuscht und verletzt zu werden, machen wir nicht Halt uns zeitlich und parallel dazu selbst immerzu Schmerz und Leid durch Ängste und negative Gedankenwelt zuzufügen.

Und wenn dann jemand um die Ecke kommt und uns aus Erfahrung, mit Know How und Empathie sagt, dass es eigentlich unheimlich einfach sein kann, aus all diesem Zirkus auszubrechen, hinein in eine Welt voll Freude, Erfüllung und Zufriedenheit, reagieren wir wie bissige Hunde. Dabei braucht ein jeder Mensch wirklich nur einen einzigen Skill für diesen Weg.

                                                     DER MUT ZUM ERSTEN SCHRITT

Alles andere wird geschehen.

Das mag jetzt für sehr viele Menschen sehr hart im Moment der Panik, des Schmerzes, der Angst, der Trauer oder des Leids klingen. Gerade weil in solchen Augenblicken oder Lebensphasen der Blick nach vorne sehr grau und leer ist. Dennoch kann man nur sagen, dass es für alles im Leben ein Ende gibt, auch wenn es noch so aussichtslos erscheinen mag.

Erste und wichtigste Voraussetzung hierfür ist aber der Wunsch und der Wille auf ein zufriedenes und erfülltes Leben.

Oft stelle ich meinen jeweiligen Gesprächspartnern folgende Frage: „Was würde dich glücklich, erfüllt oder zufrieden machen?“

Und meist bekomme ich vorab erklärt warum der ein oder andere Wunsch nicht eintreffen könnte, weil diese oder jene Voraussetzung nicht vorhanden sei. Oft hält sich der Mensch mit Erklärungen über nicht vorhandene Möglichkeiten so lange auf, dass er meist selbst erneut überlegen muss, was eigentlich genau sein Wunsch oder Bedürfnis ist.

Hier ein paar übliche Erläuterungen:

Platz Nr. 1     Ich hab schon ALLES ausprobiert und nichts hat geholfen.                                      Irrtum! Wenn bisher nichts geholfen hat, hast du noch nicht ALLES                                        ausprobiert.

Platz Nr. 2     Du kannst das nicht verstehen, weil du noch nie so etwas empfunden                             hast wie ich.

                            Irrtum! Jeder Mensch und wirklich jeder EINZELNE Mensch empfindet in                               seinem Leben Schmerz, Leid, Liebe, Freude. Keiner mehr und keiner                               weniger. Niemand sollte dies in Frage stellen. Die Anklage an                              das Gegenüber ist die Wut auf die eigene Hilflosigkeit oder                              Ausweglosigkeit im momentanen Lebens

Platz Nr. 3     Ich muss das leider so machen, weil…….. und diese Liste ist unendlich.                             Irrtum!!!!!

                            Überhaupt nichts muss, alles kann und darf.

Hier die am meisten genutzten Beispiele:

Ich kann mich nicht gesund ernähren, weil ich

a)zu wenig Geld habe

b) zu wenig Zeit habe

c) meine Kinder/Mann das nicht mitmacht

d) es nicht daran liegt

Ich trinke nur ab und zu mal ein Glas und hab das sehr gut unter Kontrolle. Meine Magen/Darmbeschwerden kommen vom Stress auf der Arbeit. Und das Glas Wein am Abend hab ich mir verdient. Alkohol sollte immer gemieden werden, wenn ein Teil des Verdauungstraktes angeschlagen ist.

Ich kann leider nicht öfter raus an die frische Luft, weil ich mich zu Hause um alles kümmern muss.

Diese Aussage tätigen immer putzwütige, gefrustete und sehr genervte Perfektionisten, welche schon über Jahre hinweg in einer Art Putzmania gefangen sind. Da ertönt dann auch immer der Satz: “ Ich brauch das alles, sonst kann ich mich nicht wohlfühlen.“ Das Kontroverse an der Sache ist, dass sich jene Personen eben meist überhaupt nicht wohl fühlen, obwohl sie all das tun.

Dies trifft natürlich nur auf Menschen zu, welche auf Grund ihres Putzzwangs leiden und stets und ständig klagen. Solange man mit putzen glücklich und zufrieden ist, auf, auf nur zu und weiter machen.

Dies gilt übrigens für alle Situationen und Lebensphasen über welche ich berichte. Nicht jede Angewohnheit oder Eigenart muss immer gleich eine Störung sein. Ein Thema beginnt immer mit dem Leid. Sobald Dinge mich nicht mehr befriedigen oder glücklich machen, beginnt ein gewisser Leidensweg.

Zurück zu besagtem Menschenschlag, welche sich weit weg von sich selbst hinein ins Daseins-  u. Existenzkarussell werfen und zwar ohne Rücksicht auf den Verlust des eigenen Lebens.

Beginnt euch selbst wahrzunehmen und zu lieben:

Nehmt euch Stift und Zettel zur Hand. Schon zu viel?

Natürlich steht es euch frei einfach als Beobachter weiter zu lesen und es ein anderes Mal wieder zu probieren.

Wenn ihr es geschafft habt und nun Stift und Zettel in der Hand haltet, dann schreibt euch folgenden Satz auf:

                           „Ich liebe mich und fühle mich gut dabei dies schriftlich festzuhalten“

Klappt nicht? Versucht es zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal.

Falls ihr den Satz aufgeschrieben habt, versucht mit dem Zettel zu einem Spiegel zu gehen (auch mit Magenschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwindel, etc.) und beschreibt euch selbst gegenüber jene Gefühle, welche ihr während des Schreibens empfunden habt. Seht euch dabei selbst tief in die Augen.

Funktioniert nicht? Egal. Versucht es einfach morgen wieder.

All jene, welche diese kleine Übung mitgemacht haben, danke ich für ihr Vertrauen in meine Worte. Ihr habt gerade einen enorm wichtigen Schritt zu euch selbst gewagt, welcher die Grundlage für vieles sein wird, was da noch auf euch zu kommt. Warum?

Ihr hattet wertvolle Minuten ganz euch selbst gewidmet, ohne Fremdeinwirkung. Ihr habt einen Satz verfasst, welcher allein euch selbst betrifft und ihr seid euch selbst gegenüber getreten und zwar extrem positiv mit den Worten „ich liebe mich“. Pur, ohne dies vorab zu planen. Das kann der Beginn für einen Lebensabschnitt werden, in welchem ihr euch selbst immer öfter an erste Stelle stellt. Nicht eure Bedürfnisse, eure Wünsche, eure Ziele. Nur euer nacktes, reines Selbst.

Diese Minuten könnten zu einem regelmäßigen Ritual werden, in welchen ihr euch selbst sagt, schreibt oder zeigt, dass ihr euch liebt ohne euch dafür zu schämen. Denn das sollte das wichtigste in eurem Leben werden.

Um andere bedingungslos lieben zu können, sollte man zu allererst sich selbst lieben lernen. Um Schmerz und Leid bewältigen zu können, muss man sich selbst genug wertschätzen und lieben um die Kraft aufzubringen, dass man so wertvoll ist auch weitestgehend ohne Schmerzen, Leid, Schwindel etc. leben zu dürfen.

Diese wertvollen Minuten sollten

Dehnen und Strecken des Körpers, um diesen zu spüren,

sich selbst Liebe zeigen,

sich im Spiegel betrachten und

mit sich in die Kommunikation zu gehen,

beinhalten.

 

Übt dies nur  eine Woche eures Lebens. Jeden Tag kompromisslos!

Beobachtet was es mit euch tut.

Alles darf sein.

Angst vor der eigenen Begegnung.

Unsicherheit.

Schmunzeln, belächeln der Aktion, herzliches Lachen.

Alles ok. Wichtig ist, dass ihr es tut.

Jeden Tag.

Solltet ihr nach einer Woche erklären, dass ihr an dem ein oder anderen Tag keine Zeit für diese 5 min hattet oder dass ihr es (euch) vergessen habt. Bleibt alles beim alten. Diesen Zustand kennt ihr ja aber schon. Es gibt bei dieser Übung also keine Niete. Nur den Hauptgewinn. Und der seid ihr selbst.

So und nun kommt die große Frage, welche ihr euch berechtigterweise alle stellt. Was soll das bewirken? Hilft mir das? Geht dann alles was mich belastet weg? Bin ich dann gesund? NEIN, natürlich nicht durch diesen einen Schritt, aber es ist ein enorm wichtiger Schritt hin zu Gesundheit und Vitalität. Körperlich ebenso wie mental.

Ihr könnt euch bestimmt an den Satz am Anfang meines heutigen Blogs mit dem Mut zum ersten Schritt zurückerinnern. Wenn ihr jetzt noch da seid und in einer Woche immer noch täglich in den Spiegel guckt habt ihr täglich euer größtes Hindernis überwunden. Euren inneren Schweinehund. Ihr habt es geschafft ihn auszutricksen. Richtet ihm schöne Grüße am nächsten Morgen vor dem Spiegel aus. Mit eurem Triumph gegen diese kleine fiese Ratte habt ihr eine Türe zu eurem Freigeist geöffnet. Raus aus alten Gewohnheiten. Und dieses Gefühl etwas unmögliches schaffen zu können. Das ist der Schlüssel für euch raus aus Leid, Kummer, Schmerz und Schwindel.

Manchmal kann man bestimmte Krankheiten nicht komplett heilen, aber man kann lernen damit zu leben. Es gibt unzählige positive Beispiele von Menschen, welche schwer gehandicapt aber enorm zufrieden sind.

Man kann sich seine Familie nicht aussuchen. Aber man kann sich selbst so viel Wert sein, dass man lernt über diesen Dingen zu stehen. Dafür gibt es auch unzählig viele Beispiele.

Man kann seinen Partner nicht ändern und das soll man um Gottes Willen auch nicht. Aber man kann an sich selbst arbeiten und zwar dahin gehend, dass man über die kleinen und großen Fehler des geliebten Menschen auch einfach mal schmunzeln kann.

DU hast IMMER die Wahl zwischen etwas positiv zu sehen oder negativ. Und es gibt immer eine Alternative. Das ist die Erkenntnis aus dieser kleinen Übung hin zu dir selbst. Du wirst spüren, was für ein enormes Potential du in dir hast.

Du musst nur den Mut aufbringen, wirklich  zufrieden und glücklich (bedeutet happy und nicht lucky) sein zu wollen.

Wünsche, Träume, Hobbys, Farben, Töne, Bilder, Gefühle dürfen da sein.

Und so schließen wir für heute ab indem wir folgenden Titelsatz:

„Man traut sich ja schon fast nicht mehr positiv denken, weil man denkt, es trifft einen dann doppelt hart!!!!!!!!!!!!“

einfach umdrehen!

„Weil ich weiß, dass es mich dann nicht doppelt so hart treffen kann, denke ich positiv.“

Denn wir alle treffen am Schluss unseres Lebens auf dasselbe Ziel, wie wir bis dahin gelebt haben, liegt einzig und allein an uns.

In diesem Sinne

Eure Sue Freund

 

Wunderbar leben

Wir leben in einem Märchenland (und sprechen über Hölle)

Meist existieren Menschen schlichtweg durch ihr Leben, ohne überhaupt ihren Atem zu spüren, ihre Gedanken und Gefühle zu leben.

Sie leben vorbei an dieser faszinierenden Natur, all den Geräuschen, Tönen und Aromen unserer Mutter Erde. Immer rastlos auf der Suche nach mehr Leistung, Geld, Besitz, Anerkennung und Wohlstand. Und all das, obwohl es uns hier in unserem Land noch nie so gut ging wie zum jetzigen Zeitpunkt.

Und obwohl es uns hier zulande noch nie so gut ging wie in der Jetztzeit, wächst der Zwang all diese Annehmlichkeiten schlecht zu reden. Der Wunsch zu klagen und zu meckern ist größer als alles andere bei vielen Bürgern unseres wunderschönen Landes.

Man möchte scheinbar gar nicht erfüllt und zufrieden leben, denn dann wäre man  angekommen und hätte keinen Anreiz, kein Ziel und keine Motivation mehr. Dabei sollte es gerade dies das Ziel eines jeden Menschen sein.

Ankommen, um dann dieses wundervolle Dasein mit Freude, Hobbies, Freunden und Liebe zu schmücken.

Der Mensch spricht vermehrend von Freiheit (Meinung, Beziehung, Beruf, Familie) um sich dennoch gleichzeitig immer höher werdender Belastung, Druck und Stress auszusetzen. Wie kontrovers das ist, zeigen uns all die Krankheiten und Störungen unserer Wohlstandgesellschaft, zu welchen mittlerweile auch Populismus und Rassismus zählen.

Waren diese Begriffe bis noch vor kurzem etwas sehr Beängstigendes, so sind sie augenblicklich zu absoluten Modebegriffen mutiert. Umso vermögender unser Land und unsere Gesellschaft werden, umso mehr steigt die Angst dies alles wieder verlieren zu können (trotz dem Fakt, dass unser Wohlstand auch durch Ausblutung, Kapitalismus, Waffen und Kriege dieser vermeintliche Paradies zustande kam)

Überhöhter Wohlstand, Sicherheit und Leistung entwickelt Störbilder, Krankheiten und lässt des Lebens müde werden. Obwohl uns unser Verstand in wachen und bewussten Momenten genau das suggeriert, handeln wir dennoch kontrovers.

Wir halten mittlerweile krampfhafter an Krankheiten, als an Gesundheit und Fitness fest. Wir klammern uns an Ausreden und Begründungen, anstatt unserem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen.

Wir verfeinden und bekriegen uns mit unseren engsten Vertrauten, anstatt das Gute in ihnen anzuerkennen und uns genau dies in schwierigen Situationen bewusst zu machen.

Wir fühlen uns wohler dabei Menschen zu denunzieren, sie zu verurteilen, anstatt unseren geliebten Menschen offen unsere Gefühle zu zeigen, oder unseren Partnern offen zu sagen, wie wertvoll sie als Mensch für uns sind.

Wir trennen uns von Lebenspartnern, weil wir angeblich nicht harmonieren, wo gleich wir alle wissen, dass wir am nötigsten zuerst mit uns selbst harmonieren sollten.

Wir schwelgen in Tagträumen dahin ohne uns klar zu machen, dass unsere Realität manchmal weitaus spannender und schöner ist als all diese Vorstellungen in unseren Köpfen.

Wenn wir gefragt werden, wie wir Glück (Glück sollte  Happy und nicht lucky bedeuten) definieren, erklären wir zu 99 % unreale und unwirkliche Vorstellungen. Ein kleines Beispiel: Die Frage lautet: wann würdest du sagen du bist rundum glücklich (happy)?  Antwort:  wenn ich vollkommen gesund bin und bleibe (lucky).

Diese Antwort wäre eine weitaus sinnvollere: wenn ich jeden Tag meines Lebens bewusst lebe und darauf achte, dass ich weitestgehend gesund bleibe.

Gesundheit im Allgemeinen ist keine Glückssache sondern ein Ergebnis eines bewussten Handelns und Fühlens. Während wir für immer weniger Geld immer mehr chemisch hergestellte Lebensmittel in uns hinein donnern, wundern wir uns gleichzeitig, dass es immer mehr Krankheiten im gesamten Verdauungstrakt gibt, welche wir dann wiederum mit chemischen Medikamenten bekämpfen. Leicht wahnsinnig, oder?

Immer mehr Menschen laufen vor sich selbst davon. Flüchten sich in Ablenkung, Stress und vermeintlich finanzielle Sicherheiten wie Haus, Auto und Besitz. Um was  genau zu erreichen?

Selbstverständlich kann es völlig legitim und erstrebenswert sein Besitz zu erwerben, gefordert zu sein, solange es in einem bewussten und gesundem Maße passiert.

Denn warum wird immer wieder bewiesen, dass man weitaus mehr Menschen in den ärmlichsten Viertel dieses Erdballs lachen sieht, als hier in unser westlichen Welt?

Weil mit dem Start des Strebens nach immer mehr, auch der Verlust von Bewusstsein, Freiheit und Selbstliebe beginnt. Bitte in diesem Zusammenhang niemals Selbstliebe mit Egoismus verwechseln. Eine gesunde Selbstliebe ist nicht mit Egoismus gleichzusetzen.

Viele Leser mögen sich gerade jetzt sicherlich fragen, wie man es denn schafft sich wirklich und bedingungslos selbst zu lieben.

Der erste Schritt dazu ist der Mutigste und Schwierigste. Danach läuft alles von selbst und ist unheimlich einfach.

Der erste Schritt ist der WILLE.

Der Wille sich überhaupt mit dieser Materie ICH anzufreunden, sich in sein eigenes Spiegelbild zu verlieben. Ich wage zu behaupten, dass ein Großteil unserer Generation es nicht einmal ernsthaft schafft  sich früh morgens bewusst im Spiegel mit einem Lächeln zu betrachten.

Sich selbst Zeit zu schenken und zwar im genialsten Fall irgendwann oder bestenfalls von Anfang an ohne Therapie, Beratungen, Chakren, Reikhi, Heiler, Gurus, Ärzte, Schulungen, Workshops etc. Sich selbst Zeit und Bewusstsein zu schenken.

Alle weiteren Schritte sind, wie man im Behördendeutsch formulieren würde, reine Formsache!

Wie auch bei der Nahrungsaufnahme, den Hobbies, dem Beruf, der Familie, der Beziehung muss auch hier im Prozess des sich selbst Findens, oft jede Entwicklung und jeder Schritt rasend schnell und enorm effektiv sichtbar von statten gehen.

Und so behandeln Millionen von Menschen sich selbst wie eine Anlage.

Man geht Montags zum Yoga (Yoga ist durchaus eine wunderbare Sache und sehr zu empfehlen, aber eben dann wenn man angekommen ist und schmückt und dekoriert, und nicht als Kampfansage an sich selbst),

Dienstags zum Aquajogging,

Mittwochs steht Treffen mit Freundin im Terminkalender (schon allein dieser Satz lässt mich immer wieder schaudern). Jeder möchte spontan sein, tut aber in seinem Leben alles dafür, um Spontanität als völlig unmöglich zu gestalten,

Donnerstags lässt man sich massieren oder in Fango einwickeln,

Das immer wieder lang ersehnte Wochenende ist vollgepackt mit Joggen, radfahren, laufen, schwimmen, Freizeitpark, Events, Essen gehen usw. und so fort.

Und montagmorgens würde man dann am liebsten erst mal Urlaub haben, weil das Karussell sich ja auch da wieder rastlos weiter dreht. Montag ist der Tag, wo soziale Medien mit „scheiß Montag“ Sprüchen zugemüllt werden.

Neben all diesen FREIZEIT-Tätigkeiten (lasst euch mal hierbei das Wort FREIZEIT auf der Zunge zergehen) tätigt man Haushalt, Job, im Durchschnitt 2 Kinder, einen Partner und Familie bestehend aus meist Vater, Mutter, Schwiegereltern und Geschwistern, sowie Onkel, Tante, Neffen/Nichten und Patenkindern. Für all jene muss zu jedem noch so nichtigen Anlass etwas GANZ BESONDERES veranstaltet werden.

Und weil das alles noch nicht ausfüllt!!!! (jetzt gerade schmunzelt der ein oder andere Leser, oder ist schon in der sogenannten Schock-Starre, weil er sich gerade darüber bewusst wird, warum er seit Jahren mit dieser nervigen Neurodermitis, Allergie, Schilddrüsenerkrankung, Darmträgheit etc. zu kämpfen hat) geben wir uns die Kante, indem wir uns noch zusätzlich zu dem bereits „geringen“ Pensum das ein oder andere Haustier anschaffen.

So nach 4-5 Jahren schleicht sich dann trotz dieses ganzen Aufgabensammelsuriums eine gewisse Leere ins Leben und wir grübeln darüber nach was uns die Erfüllung geben könnte. Dies ist dann die Zeit der zweiten Ausbildungen, zusätzlichen Qualifizierungen, Extremsportarten, Sammelleidenschaften oder Weltreisen.

Alles bisher völlig legitim und bewundernswert, wäre da nicht eine Kleinigkeit. Lebt man all das bewusst, entspannt und im allgemeinen mit einer körperlichen und geistigen Gesundheit ist das absolut ok.

Ich glaube aber zu behaupten, dass ich im Gegensatz zu sonst nach meinen Blogs, dieses Mal sehr wenig Zuschriften mit dem Inhalt – ich bin so eine Person, die all das schafft und zwar völlig gesund und fit – erhalten werde. Denn alles was sich einem anbietet ins Leben zu packen, ist der Anfang all dieser wunderbaren und so gerne gelebten psychosomatischen Krankheitsbilder.

Warum kommt es dazu? Die Antwort wird vielen Lesern nicht schmecken.

Weil wir hier in der westlichen Hemisphäre den Kragen nicht voll bekommen und bildlich gesprochen den Fehler machen unser Haus immer wieder zu vergrößern (in welchem wir dann im Rentenalter völlig vereinsamt vor uns hin vegetieren und krampfhaft daran festhalten, weil wir ja ein Leben lang dafür gebraucht hatten, um es so groß zu bekommen), anstatt unser kleines Haus schön zu schmücken und zu dekorieren.

Seht euch nur mal den Zeitraum eines einzelnen Lebens an.

Man büffelt um das Abitur (Realschule und Hauptschule sind mittlerweile einer kleinen Randgruppe vorenthalten) zu schaffen und hier rate ich wirklich allen Eltern sich frühzeitig Rat und Tipps zu holen, bevor sie sich und ihre Kinder in diesen Stresssog des auf gute Noten hin büffeln begeben.

Danach strebt man sofort und ohne Pause nach Wohlstand (meist muss es mit 21 schon die eigene Wohnung, Auto, Urlaub, Möbel, Prestigesymbole, Klamotten etc. und zwar alles auf einmal sein) mittlerweile meist von den Eltern mitfinanziert, damit die jungen Menschen nur ja nicht ins sogenannte „ABSEITS“ geraten.

Sofort anschließend oder oft sogar zeitgleich das Streben nach Familie, Kindern und Besitz (die alles muss immer größer werden Phase, noch ein Zimmer ans Haus angebaut, ein zweites Auto für den Sommer, ein Motorrad und eventuell ein Wohnmobil, denn man möchte ja spontan handeln können).

Das alles, um dann anschließend nach Erkenntnis und Diagnose, 10 Jahre damit zu verbringen wieder einigermaßen gesund zu werden, bis man in Rente geht, denn man möchte ja die Pensionszeit genießen können.

Ist es dann endlich soweit, vereinsamen immer mehr Menschen und landen in Pflegeheimen, weil sie über all die Jahre verpasst hatten sich um wirklich wichtige Verbindungen zu kümmern, während ihres immensen Strebens nach ?????

Ja nach was eigentlich.

Was ist dann eigentlich bei so einem Durchschnittsleben das Ergebnis????

Abgeschoben ins Seniorenheim!!!

Ab und an mal besucht.

Wenn man richtig Schwein hat (meist noch in ländlichen Gefilden praktiziert) dann wird man von Familienangehörigen gepflegt oder darf zusammen mit ihnen den Lebensabend verbringen.

Meist hat sich ein Vermögen auf dem Konto angehäuft, welches keinerlei Verwendung findet und mit dem Menschen einfach so stirbt, als wäre es niemals da gewesen. Wo ist hier der Sinn?

Ist dies alles wirklich erstrebenswert?

Macht euch doch nur einmal kurz eine Minute Gedanken über den wirklichen Sinn eures wunderschönen und so enorm wertvollen Lebens, wenn ihr jetzt gerade die Stirn in Falten legt, die Mundwinkel nach unten zieht, und das eventuell nur, weil z.B. gestern die Bäckereiverkäuferin wieder sehr unfreundlich euch die Brötchen über die Ladentheke schmiss oder euer Partner nicht den roten Teppich für euch ausrollte, damit euer wohlverdienter Feierabend perfekt verlief.

Das Leben findet im Hier und Jetzt in euch selbst mit eurem Handeln und Fühlen statt.

Wenn ihr im klassischen Fall gerade in einer, sagen wir mal komplizierten Beziehung steckt, dann vereinfacht sie oder löst sie und zwar

                                                                         JETZT,

denn auch morgen wird sie bis in alle Ewigkeit kompliziert bleiben, wenn IHR selbst den Zustand nicht ändert.

Aber gerade jetzt bei diesen Worten, sagt ihr euch wahrscheinlich, dass es ja der Partner ist, welcher die Beziehung verkompliziert, weil er Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche, welche ja völlig berechtigt wären, nicht erfüllt.

                                                                          NEIN.

Ihr empfindet einen Mangel, eine Unzufriedenheit, also seid ihr der Teil der Partnerschaft, welcher etwas ändern muss und zwar nur bei euch selbst.

Wenn ihr in einem Beruf tätig seid, wo ihr euch gemobbt (auch eines dieser Modeerscheinungen um eine Begründung für das eigene Nicht handeln und fühlen zu haben) fühlt oder einfach nicht gerne zur Arbeit geht, dann ändert das, indem ihr einen Lösungsweg sucht und diesen geht, und zwar

                                                                        JETZT,

denn sonst geht ihr auch morgen noch frustriert in die Firma. Auch hier findet wahrscheinlich gerade der Gedankengang statt, dass der andere der böse Täter ist:

                                                                         NEIN.

Es gibt keine Täter und Opfer hier in diesem Fall. Es gibt nur einen Agierenden und einen Reagierenden. Setzt einen Punkt um vom reagieren ins agieren zu kommen.

Ihr merkt bestimmt, worauf ich hinaus will.

Festhalten an manifestierten, über viele Jahre gelebten, Glaubenssätzen und Gewohnheiten ist die Ursache für viele Unstimmigkeiten und Themen in eurem Leben.

Und der extremste Schwierigkeitsgrad, welchen man sich und seinem Leben selbst geben kann,  ist das Verankern der eigenen Person mit einer anderen Person. Dies nimmt dir die Luft zum atmen, den Freiraum zum Denken und Fühlen. Partner sind keine Besitztümer, sondern ein wunderschönes Beiwerk eures eigenen Seins.

Nur du allein bist dafür verantwortlich was in deinem Leben ist und was nicht.

Wenn du immer wieder kommunizierst, ohne wirklich zu sprechen, dann werden viele Stunden und Tage mit Gesprächen und Diskussionen vergehen, welche fruchtlos und ermüdend sind.

Wenn du aber beginnst dich selbst wirklich zu fühlen, deine Prioritäten und somit Werte für dein eigenes erfülltes Leben herauszufinden, diese klar zu kommunizieren, dann wirst du ein weitestgehend erfülltes Leben haben.

Dies gilt als ein Naturgesetz und zwar ohne jegliche Hilfsmittel.

Und wenn du angekommen bist bei dir, deinen Werten, deinem Ich, deiner eigenen Gefühlswelt, deinen Wünschen, dann wirst du spüren, dass sich dein Leben zu einem wunderschönen Puzzle zusammensetzt.

Dann wirst du den Boden unter deinen Füßen spüren, wenn du läufst;

dann wirst du all diese herrlichen Pflanzen leuchten sehen, in all ihren wunderschönen Farben; dann wirst du in jedem Baum, in jeden Strauch seine Einzigartigkeit erkennen;

dann wirst du all den Tieren in Wald und auf Wiesen begegnen und sie wahrnehmen, auch wenn manche noch so klein sind;

dann wirst du dankbar sein, wenn die Natur dir das Wetter schenkt, ganz egal ob es regnet, schneit, oder der Wind dir durch die Haare weht;

dann wirst du unendlich viele phänomenale Begebenheiten und Naturschauspiele fühlen.

Du wirst die Schönheit und den Duft unseres märchenhaften Planeten in dich aufsaugen und für jeden einzelnen Moment dankbar sein, dass du dieses Leben endlich unbeschreiblich gut lieben kannst.

Wenn du all das nicht brauchst oder für wichtig hältst und das obwohl wir ohne all diese Dinge nicht existieren würden, dann lebe weiter wie bisher und dennoch finde ich es spannend, dass du bis hierher gelesen hast.

 

Time to Reinvent yourself (kleiner Persönlichkeittest inklusive)

Time to Reinvent yourself (Zeit dich selbst Neu zu finden)

Je stärker das System, desto schwächer das Individuum

Anpassen,

nicht auffallen,

gleichziehen,

mitschwimmen,

ist meiner Meinung nach gleichzusetzen mit

sinnfrei,

kreativlos,

monoton,

leblos;

Wie komme ich zu dieser These?

Umso mehr wir uns einordnen und unterordnen, umso krasser werden Extreme insgeheim gefördert, gehypt und popularisiert. Hätte unsere Gesellschaft noch ein klein bisschen vom Lebensgefühl der 70er und 80er mit hinein genommen in unsere geglättete und gläserne Digitalwelt, hätten Extremisten und Fundamentalisten keine so große Lobby. Davon bin ich persönlich überzeugt. Wir alle, vor allem meine Generation, aufgewachsen in den 70er und 80er Jahren, haben uns selbst größtenteils hineingepresst in ein Korsett aus Disziplin, Ehrgeiz und Funktionieren müssen. Vor allem übertragen auf unsere Kinder. Abgegeben haben wir dafür unseren Freigeist, unsere Kreativität und unsere Begeisterung. Zumindest öffentlich.

Umso mehr wir selbst uns unsichtbar machen als Person, umso weniger sollten wir uns beklagen nicht mehr als Individuum oder Unikat wahrgenommen zu werden. Sondern als einer von vielen.

Aber dennoch überfluten folgende Sprüche das Netz.

„Ich bin so wie ich bin und hab lang dafür gebraucht, umso zu werden“

oder

„Wer mich nicht so nimmt wie ich bin, soll es bleiben lassen“.

Da stellt sich aber bei dem ein oder anderen die Frage. Wer bist du überhaupt? Gibst du etwas von dir preis, lädst du dazu ein dich kennen zu lernen oder definierst du dich über Anpassung an die Masse?

Liebe Leser testet doch mal euer Bewusstsein. Nehmt die Notizfunktion eures Tabletts, Handys, oder Timers und folgt euch selbst durch den Tag. Jede Begegnung mit anderen Menschen, ganz egal ob bekannt oder fremd; nehmt sie bewusst wahr und notiert euch die Begebenheiten eures Aufeinandertreffens. Mal sehen wie lange ihr es schafft überhaupt bewusst bei euch zu bleiben. Bewusst wahrzunehmen und dies durch 2 Minuten innehalten nach der Begegnung mit Niederschrift zu verarbeiten. Lächerliche 2 Minuten höchstens!

Schon allein dieser klitzekleine Punkt kann euer Leben verändern. Kann euch wieder zu euch selbst führen. Euch selbst spüren lassen. Euch neu definieren lernen. Abheben aus der Masse durch Bewusstsein, durch Achtsamkeit.

Was genau möchte ich hiermit sagen? Egal ob ihr Kinder habt oder nicht, leiert seid oder single, ob ihr noch zu Hause lebt oder eine eigene Wohnung habt. Ihre werdet täglich Begegnungen haben, welche einfach da sind, aber Gefühle in euch in bestimmte Richtungen schieben.

Und umso unbewusster ihr begegnet und kommuniziert, umso stärker schiebt ihr eure Stimmung, eure Emotion, eure Gefühle und Gedanken. Oder noch viel drückender. Ihr lasst euch schieben. Völlig unbewusst.

Testet es, ganz egal ob jung, alt, weiblich, männlich, nur Lust und Laune zählen, um an diesem Experiment teilzunehmen. Hierzu benötigt ihr eben nur oben genannte Utensilien und 2 Tage. Einmal einen ganz normalen Wochentag mit Schule, Arbeit oder Haushalt und Kindern und einen Tag eurer Wahl am Wochenende. Einzige Voraussetzung: EHRLICHKEIT.

Es ist nicht wichtig durchzuhalten, es ist nicht wichtig jede Begegnung mit Mitmenschen bis ins Detail aufzuarbeiten. Es ist nur wichtig in ungefähr sich zu erinnern, an welchen Punkt des Tages man sich verloren hat. Also der Zeitpunkt, als man das Experiment vergessen hat und die Begegnungen nicht mehr notierte. Perfekt wäre es natürlich es bis zur Schlafenszeit durchzuhalten.

Was genau ist zu notieren?

3 Punkte:

Punkt 1:  Bezug zu dieser Person (Mutter, Nachbar, Ehepartner, Bekannte, Kollegen)

hier das Beispiel morgens früh die Bäckereiverkäuferin.

oder Ehemann beim aufwachen

…….

Punkt 2: Grund der Begegnung (Arbeit, Schule, Familie, Einkauf, Steuerberater etc.)

hier das Beispiel eine zufällige Begegnung beim Einkaufswagen holen

Hausarzttermin

shoppen gehen

……

Punkt 3: Gefühl bei und nach der Begegnung

hierfür das Beispiel  hat mich gefreut sie mal wieder zu treffen oder

oh mein Gott war das nervig hoffentlich begegnet man sich nicht so schnell wieder

schon wieder diese Laune

ich fühle mich sehr wohl in ihrer/seiner Gegenwart

……

Zusatzpunkt abends beim durchlesen der Begegnungen:

war ich ehrlich in der Begegnung mit meinen Worten oder meiner Gestik

sieht dann im ganzen pro einzelner Begegnung am Tag so aus:

  1. Onkel
  2. hat seine Säge wieder abgeholt
  3. war sehr kurz angebunden, aber genau das war mir Recht

war es mir wirklich Recht, dass ich nicht ein paar Worte mehr mit ihm wechseln konnte?

oder zweites Beispiel:

  1. Ehemann/-frau
  2. morgens beim aufwachen im Bett
  3. ging schweigend ins Bad ohne ein Guten Morgen, mir eigentlich egal

war es mir wirklich egal und warum tat ich nicht den Anfang und rief ein gut gelauntes Guten Morgen in den Raum?

bitte nur eure Taten und Worte bewerten und nicht die des Gegenübers. Denn nur was ihr tut und sagt ist auch euer Leben. Die Worte des anderen gehören ihm/ihr.

Was soll dies bewirken? Nicht viel. Es nennt sich in der Psychologie „Fokussieren“. Man arbeitet mit vielen Elementen aus diesem Bereich um Menschen wieder zu sich selbst zurück zu holen. Sich neu entdecken. Völlig bei sich selbst zu sein. Natürlich immer vorausgesetzt der Betreffende möchte das auch.

Der Trend sich selbst zu verlieren, weil man sich als zu anstrengend, zu kompliziert empfindet nimmt leider erschreckend zu. Man presst sich in eine Hülle und fokussiert sich völlig auf seine Umgebung.

Denn dort gibt es so viel zu bemängeln, zu kritisieren, anzuprangern. Und dies funktioniert völlig selbständig. Geht es ja nicht um die eigene Person. Und da die Mehrheit mittlerweile schon gleich geschaltet, trifft man auf immer mehr Menschen, welche nichts lieber tun als über Dritte nicht Anwesende zu sprechen.

Vor dem WWW-Zeitalter verbuchte man dieses Verhalten unter der Kategorie „lästern“. Das trifft auf die heutige Zeit leider nicht mehr zu und ist auch nicht so einfach abzuhaken, da wir im Zeitalter der Sozialen Medien leben.

Da bleibt es nicht beim einfachen: „Weißt du schon A hatte Beischlaf mit B und jetzt ist die Ehe mit C zerrüttet.“ Da wird durch rasend schnelles in Umlauf bringendes Gossip aus A ein Sexualstraftäter mit krimineller Energie und aus B das Opfer, welches es aber nicht anders verdient hätte, da es dies ja immer wieder zugelassen hatte. C also in diesem Fall die betrogene Ehefrau wird mal schnell zur psychisch labilen und eh nicht mehr ganz attraktiven Dame abgestempelt. Und all diese Stigmatisierungen schießen durch die digitalen Medien ohne oft sehr geringe Kenntnisse bezüglich der betreffenden Personen.

Warum diese fatale Entwicklung?

Jeder 3. hat mittlerweile herausgefunden, dass man am einfachsten durchs Leben schreitet, wenn man Personen als Verbündete gewinnt, welche den Gossip mit tragen. Die Aufmerksamkeit auf andere lenkt.

Ich erlebe Menschen, welche mir schon fast aggressiv entgegen treten, wenn ich ihnen vorschlage sich mal eine Auszeit zu nehmen, eine Kur zu beantragen, oder einfach mal 1 Woche Urlaub buchen.

Ich hatte das Vergnügen mit Müttern und Hausfrauen zu kommunizieren, welche mit einer eisernen Härte ihren Willen durchboxen und in ihren Häusern und Wohnungen das Regime eines Feldherrn führen. Auch nur der kleinste Ansatz, sie darum zu bitten diese Handlungsweise zu überdenken, sich selbst wieder zu begegnen, brachte mir eine Salve von Rechtfertigungen von ein, welche sich gewaschen hatte. Nichts ist für viele in unserer Jetztzeit tragischer als die Kontrolle über ihr System zu verlieren.

Mit diesen Lebensweisen und gesellschaftlichen Grundkriterien verglichen bin ich zu einem Outlaw mutiert. Wie ein Süßwasserfisch im Meer. Eigentlich nicht überlebensfähig. Jedoch existiere ich. Stärker und zugleich sanfter denn je. Facettenreicher. Ausgeglichener, aber auch bestimmter.

Was macht mich zu diesem Einsiedler, was auf den ersten Blick überhaupt nicht erkennbar ist? Ich bin eine Frau, welche auch ohne Karrieregier sehr glücklich und zufrieden ist. Ich bin eine Frau ohne Führerschein und Auto, welche jedoch schon weit gereist ist. Ich bin eine Frau, welche schon so viele Demütigungen ertragen musste, und dennoch habe ich niemals gehasst. Ich bin eine Frau, welche ohne jeglichen Besitz lebt, und dennoch fühle ich mich vermögender als so mancher Millionär.

In diesem Sinne bis zum nächsten Artikel

Eure Sue Freund

Soziale Medien

….sind wie Beate Uhse, Mc Donalds und Dschungelcamp

Hat nicht ein jeder schon mal folgende Worte gehört oder sogar selbst von sich gegeben?

„Ich geh da nur ganz selten hin und wenn, dann ess ich nur….“

„Ab und zu ist es nicht schädlich…“

„Man sollte es nur nicht übertreiben…..“

„Ich guck den Dschungel nur, damit ich am nächsten Tag im Büro mitreden kann….“

„Ich will sehen wie die sich da zum Affen machen….“

„Ich war noch nie in so einem Laden….“

„Hab ich nicht nötig……“

„Warum sollte ich da rein gehen, ich bin verheiratet….“

Bereits im Jahr 2015 hatte ich innerhalb meines damaligen Freundeskreises auf Facebook eine Umfrage gestartet. Insgesamt 48 mal bekam ich ungefähr folgenden Satz als Antwort: „Ich nutze die sozialen Medien, weil ich dadurch alte Freunde wiedergefunden habe, welche weit von mir entfernt wohnen. Und durch Facebook, Instagram und Co. kann ich Kontakt halten. Nur deshalb guck ich da ab und zu rein.“

Lediglich 5 Leute hatten geäußert, dass sie gerne und oft in den sozialen Medien unterwegs sind um andere Menschen zu beobachten, diese auch zu beurteilen, gerne mal provozieren oder Diskussionen mit Eifer beiwohnen.

Viele behielten mir eine Antwort vor, traf ich sie aber wenige Tage später auf der Straße, wollte der ein oder andere gerne wissen, was bei meiner Umfrage heraus kam.

Was ist es also wirklich? Warum verbringen wir in der Jetztzeit die meiste Zeit unseres Daseins im Netz? Ich hab da mal ein bisschen recherchiert und viel gelesen in den letzten Wochen und nach all den Stunden, Tagen, Wochen und fast schon Monaten bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:

Dies entspricht natürlich nur meinen eigenen Recherchen und meiner ganz persönlichen, daraus resultierenden Meinung.

Richtig und dosiert genutzt ist es eine Bereicherung in vielen Belangen. Gerät es außer Kontrolle, sollte man die Notbremse ziehen. Es ist mit den sozialen Medien wie mit allen Genussmitteln. In Maßen und ab und an mit Verzicht: kein Problem.

Wie spürt man, wenn man die Kontrolle verliert? In diesem Punkt sind sich alle Foren und Wissenschaftler, welche sich mit dieser Thematik auseinandersetzen, einig:

– Wenn man Netzdiskussionen im Anschluss nicht abschließen kann

– wenn man auch während einer Unterhaltung mit Freunden oder Familie immer wieder zwischendurch Netzchecks tätigt

– wenn man nachts kein Ende findet und keinen gesunden Schlaf bekommt

– wenn man anfängt an sich selbst zu zweifeln, weil man anhand von Fotos anderer beginnt zu vergleichen

– wenn man seinen Tages-Rhythmus nach dem Netz richtet

– wenn man sich dazu genötigt oder gezwungen fühlt es zu nutzen oder online zu sein

Wir leben im Jahr 2018 und dadurch im Zeitalter des Social Media. Nur noch sehr wenig funktioniert ohne Google, Yahoo, Facebook, Instagram und Co. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen.

Hier rufen sich natürlich wieder die Verfechter von – früher war alles besser – auf den Plan. Wäre früher wirklich alles besser gewesen, wäre das Hier und Jetzt in manchen Augen nicht so schlimm!!! Denn der Satz an sich widerspricht sich schon.

Unser Generation hat nur einfach das Privileg enorm viele Entwicklungsstufen durchleben zu dürfen. Durch diese rasend schnellen und ständigen Änderungen unserer Technik, unserer Umwelt und unserer Psyche, sind wir dazu geneigt immer wieder nach Vergangenen greifen zu wollen.

Wir sehen es als bewährt und nicht vergänglich, auch wenn es das natürlich nicht ist. Die Vergangenheit verleiht so manchen Menschen Sicherheit, da sie nicht mehr zu ändern ist. Es hat etwas tatsächliches, feststehendes. Das Hier und Jetzt erscheint im Vergleich dazu oft schwammig. Ganz zu schweigen von der Zukunft. Und eigentlich sollte es in unseren Gedanken und Gefühlen doch eher umgekehrt sein. Da die Zukunft noch nicht greifbar ist, kann man sie noch formen und das Hier und Jetzt jeden Tag aufs Neue so schön als möglich gestalten.

Dennoch greifen wir zurück. Meist verbringen wir unsere online Zeit  nicht im Heute sondern damit in der Vergangenheit zu stöbern. Bereits Erlebtes zum x-ten Mal aufzurufen, um es wiederum zum wiederholten Male zu beschwärmen.

Was könnten wir doch all diese Zeit nutzen unsere Gegenwart schön zu gestalten.

Mittlerweile sammeln wir alte Bekannte, Freunde und Fotos wie früher Postkarten und Briefe. Man freut sich über alle Maßen die Frau Frieda Mustermann aus der damaligen Clique über das Netz wieder gefunden zu haben. Hat man doch die ein oder andere Erinnerung an diese Bekanntschaft oder Freundschaft. Ob dies dann wirklich wieder aufflammt und zu einer Freundschaft im Hier und Jetzt keimt, kann ich für andere User nicht beantworten.

Ich kann nur aus vielen Gesprächen heraus filtern, dass wir Jäger und Sammler gerne viele Freunde auf unserer Liste haben und vielleicht fällt uns auch zu jedem Einzelnen eine kleine Anekdote ein. Aber ob wir diese Person nun wirklich auf der Liste haben, weil wir gerne wieder Kontakt hätten oder ihr/sein Leben toll und interessant finden, das wage ich zu bezweifeln.

Für mich persönlich trifft es natürlich auch zu. Ich hatte Personen aus meiner Jugend und Kindheit wieder gefunden, habe mir einen Einblick in ihr jetziges Leben verschafft. Finde meist super, was sie jetzt so treiben, wie sie ihr Leben gestalten, aber dennoch könnte ich nicht in 7 Leben all diese tollen Menschen besuchen, mit ihnen Kaffee trinken gehen um über alte Zeiten zu quatschen, denn somit würde ich meine Gegenwart verpassen. Und das möchte ich keinesfalls. Deswegen sei es mir verziehen, wenn ich mich darauf beschränke hier und da mal ein gefällt mir zu klicken und zu passenden Posts einen netten Kommentar abzugeben.

Für viele User haben diese wiedergefundenen Personen aber einen weitaus oberflächlicheren Nutzen.  Ich nenne es die Netzmessis. Man möchte keinen einzigen von der Liste lassen, weil er/sie könnte ja irgendwann im Leben noch von Wert sein, auch wenn der Kontakt sich auf Happy Birthday und Merry Christmas beschränkt. Je nachdem kommt dann noch Valentin, Ostern, Helloween und Thanksgiving dazu. Eben genauso wie es mit den Platten, Klamotten, Bücher etc. im Keller auch nicht anders ist. Warum hält man so fest an der Vergangenheit, an Personen, welche einem in der Gegenwart nicht mehr begleiten?

Weil loslassen auch immer ein Stück Abschied ist. Aber sind wir doch mal ganz ehrlich zu uns selbst. Der Friedolin von der Werkstatt in Kassel (weil wenn ich mal einen Defekt hab, dann könnte er mir das vielleicht günstig reparieren, weil ist ja mein „Freund“)welcher immer so komische Fotos postet ist doch nicht wirklich dann da, wenn es dann mal wirklich nen Defekt am Auto gibt. Notgedrungen kann man ja auch ohne Freundschaftshäkchen mal ne PN oder E-mail direkt an die Homepage schreiben. Oder liken wir nicht fast alle Seiten, welche wir im Leben nie benötigen, nur weil wir wollen, dass andere unsere Seiten oder Fotos liken? So auf die Art eine Hand wäscht die andere.

Dieses Phänomen ist eben dieses Gift, welches irgendwann das eigenen Profil zu einem Sammelsurium des Grauens vermüllen lässt. Um in den Social Medias nicht als Person verloren zu gehen, sollte man meiner Meinung nach sein Profil von Zeit zu Zeit reinigen wie zu Hause Keller und Dachboden. Zu viel Fremdmaterial sammelt sich an. Das wiederum führt zu diesem mir oft über den Weg postenden Personen. Um das mal zu verdeutlichen hab ich nur von einem einzigen Tag mal die  4 negativsten, jammernden und sich über das Leben beschwerenden Posts zusammen getragen.

„Mein Leben kotzt mich nur noch an, ist ja auch kein Wunder bei dem Bullshit, den so manche Leute jeden Tag von sich geben…..“

„Ich hab keine Lust mehr auf diese ganze Sch….. so manche Leute sollten sich selbst täglich in die Schn… schl…. so dämlich sind sie. Warum immer wieder ich?“

„Ich kann nicht mehr. Mir wird alles zu viel…..“

„Warum gibt es eigentlich nur noch blöde und dumme Menschen auf dieser Welt. Wo sind die ganzen klugen und lieben Menschen hin verschwunden?……“

Alles völlig ok, wenn dann auch ein Gespräch entsteht, schreibt man diese Person an und bietet ihr/ihm Hilfe. Meist kommt aber folgende Antwort:

„Nein passt schon. War nur so eine momentane Stimmung….. geht schon wieder, wollte jemand bestimmten damit ansprechen…..“

„Danke für die Anteilnahme, aber damit muss ich allein zurechtkommen…“.

Diese widersprüchliche Verhaltensweise finde ich im WWW äußerst gefährlich. Natürlich kenne ich jetzt meist die Hintergründe und Ursachen solcher Posts und kann damit umgehen. Mich haben aber schon so einige angeschrieben, welche nicht mehr wussten mit jenen Personen gut umzugehen. Denn durch solch Verhalten verunsichert man Freunde und Bekannte. Man ruft nach Hilfe und lehnt diese zugleich ab, weil nicht die gewünschte Person reagiert.

Da ich mein Facebook privat und geschäftlich nutze, reagiere ich schon von Berufswegen immer und biete gratis erst mal Hilfe an. Meist merke ich aber ziemlich schnell, dass nichts tiefgründiges dahinter steht. Ein kleiner Tipp für die Zukunft. Wenn man nur Hilfe von einen bestimmten Personenkreis wünscht, sollte man auch in solchen Fällen benutzerdefiniert posten. Ansonsten nimmt man jene welche irgend wann einfach nicht mehr Ernst.

Ich persönlich finde Social Medias ja super. Es macht riesigen Spaß online Diskussionen zu verfolgen und manchmal auch daran teilzunehmen. Leider neigen der ein oder andere User doch teilweise dazu unter die Gürtellinie zu gehen. Persönlich berührt mich so etwas nicht, nur zerreißt es eine gut geführte Diskussion natürlich. Da kommt dann ein weiterer Vorteil von World Online zum Vorschein. Wenn es blöde wird, geht man einfach off.

Jetzt denkt sich bestimmt der ein oder andere Leser: macht man sich so nicht vieles zu einfach. Nein, keinesfalls. Für mich persönlich gibt es eben zwei Welten, die reale im Offline Modus, welche ich sehr genieße und auch durchweg ernst nehme und die Online Cyper World, welche für mich eben so unterhaltsam ist, gerade weil ich sie jederzeit verlassen kann. Ganz schnell erkennt man so, ob ein Thema wirklich wichtig ist. Bisher hat sich aber immer jede noch so hitzige Diskussion auch wieder beruhigt. Mein Angebot sich auf einen Kaffee zu treffen, wenn man das Bedürfnis nach tiefgründigem Meinungsaustausch hat, wurde bisher jedenfalls noch nie genutzt. So wird die Suppe nie so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Nicht alles immer ganz so ernst nehmen lautet meine Devise im Netz.

Das Leben besteht aus einer täglichen Schule mit Pause (Freie Zeit) bis zum letzten Atemzug. Beginnst du nur zu existieren und lässt dich treiben von Einflüssen deiner Umwelt (Schule, Eltern, Partner, Familie, Freunde, Netz, TV, Zeitschrift, Handy) verlierst du dich. Deshalb gibt es einen sehr einfachen und immer funktionierenden Wegweiser durch dein Leben, ganz egal in welcher Situation und Lebensphase oder -lage du dich gerade befindest.

Sei und bleibe immer dein eigener Dirigent und Lehrer. Höre nie auf dich selbst zu lieben, zu entwickeln und zu fördern. Umso mehr du mit dir selbst im Reinen bist, umso schöner und einfacher wird deine Welt sein, ganz egal ob online oder offline.

Du allein bestimmst den Modus. Solange du auf deine inneren Instinkte und Signale hörst wirst du auch deinen für dich persönlich richtigen Weg kommen und bleiben.

Ein paar Tricks für ein gesundes Verhältnis zum WWW. Verkleinere deinen Focus, entmülle deine Profile. Konzentriere dich auf deine Interessen und Wünsche und lass dich nicht leiten von äußerlichen Einflüssen. Du allein bestimmst wer du bist im Netz wie auf der realen Bühne.

Da viele mir nach meiner damaligen Umfrage geschrieben hatten und gleich auch gefragt hatten, wie ich denn das Netz nutze und was ich nicht mag, hier nun meine Antwort, welche auch heute 3 Jahre später noch absolut zutrifft:

Ich persönlich liebe Fotos, Fotos und nochmal Fotos: von Urlauben, Essen, Mode, Tiere, Natur……… meine meiste Zeit verbringe ich im Netz mit neuen Ideen für Dekoration, Essen, Urlaub und Fußball.

Selten nur diskutiere ich. Meist wenn es um Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Kindermisshandlung geht klinke ich mich ein, weil ich dagegen vehement mein VETO einlege. Dies tue ich aber nur dann, wenn mir bewusst die Zeit zur Verfügung steht, da ich auch auf Reaktionen direkt antworten möchte.

Ansonsten lese ich sehr gerne und viel. Auch immer noch im klassischen Sinn ein gedrucktes Buch oder auch ab und an kindle.

Bei mir kommt es immer sehr auf die Quelle an. Welche seriöser und transparenter  ist, wird genutzt. Sehr gerne beschäftige ich mich mit Restaurants und Hotels. Da wir oft und gerne reisen und essen gehen, ist es mir besonders wichtig gutes Essen und gute Hotels für mein hart erspartes Geld zu bekommen.

Und wann immer mir die Medienwelt zu viel wird, gönne ich mir eine Auszeit, welche immer herrlich ist. Ich freue mich aber auch wieder zurück zu kommen. Meist ist diese Auszeit im März für ca. 3 Wochen, kurz vor der Adventszeit auch ca. 3 Wochen und fast den ganzen August. Da les ich dann immer nur ab und an interessante Reiseberichte.

Was ich nicht mag? Teilen von allem, was einem so vor die Augen fällt. Es gibt leider mittlerweile sehr wenige persönliche Seiten von Personen. Die meisten Profile sind voll mit Dingen, welche geteilt sind. Ich persönlich teile sehr selten. Wenn ich teile, dann hat das eine Message, welche ich unbedingt vertreten möchte.

Mein Profil ist meine persönliche Visitenkarte. Möchte ich von mir selbst nichts zeigen, brauche ich auch keine sozialen Medien. Das ist aber wie gesagt nur meine persönliche Einstellung. Jedem selbstverständlich das Seine. Ich weiß natürlich, dass 70% aller User nur die stillen und heimlichen Beobachter sind, welche selbst Robbi Tobbi und das Flübatüt als Profilbild haben. Das Titelbild stellt eine Blumenwiese aus den 70ern dar und mit diesem Auftritt möchten sie aber bitte sehr ernst genommen werden. Denn das sind jene, welche sich in fast alle Diskussionen einklinken. Oder Hans von der Alm (Profilname), welcher eigentlich nicht wirklich jemals aktiv online ist. Triffst du sie/ihn aber auf der Straße, weiß er jeden einzelnen Post von dir. Für mich persönlich natürlich sehr schade, da ich auch gerne viel über den Mensch an sich weiß, welchen ich als „Freund“ habe.

Einen Satz, welchen ich persönlich zum Unsatz des Jahrzehntes gekrönt habe ist natürlich folgender:

„Ich darf ja wohl noch meine Meinung sagen.“

Dieser Satz ist das Gift allen Daseins. Ob Online oder Offline.

Ich habe nur einen einzigen sehr bescheidenen Wunsch. Sag deine Meinung, steh dazu und gut ist es. Aber den Satz kann man sich wirklich sparen, denn der heißt übersetzt: “ Ich bin mir nie ganz sicher, was ich eigentlich für eine Meinung habe und jetzt weiß ich eigentlich überhaupt nicht mehr, ob das noch so richtig ist, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass…..“ Dieser Satz fällt nämlich immer dann, wenn der Person, welche ein Statement oder einen Kommentar gepostet hat auf Gegenwind trifft. Kontra ist für viele schwer wegzustecken. Selbst im WWW.

Ich rate nur wirklich jedem. Überlegt euch ob ihr euch wohl fühlt in der Situation in welche ihr euch manchmal pusht. Es gibt keine klassischen Opfer. Du hast immer die Wahl, die Situation zu verlassen. Das ist kein Bla Bla. Das sind Verhaltensschulungen, welche ich auch immer wieder beruflich anwende und welche bisher IMMER funktioniert haben. Das gehört aber zu einem anderen Themenfeld.

Zu all den Hobby Social Media Usern ist eine neue Spezies gekommen. Eine in meinen Augen sehr gefährliche Sparte. Die Profi-Blogger. Viele jener, welche Geld mit ihren Beiträgen verdienen. Sehr oft ist der Inhalt noch so oberflächlich und inhaltslos, Kritik ist ein absolutes No Go. Viele User aus dieser Sparte möchten möglichst schnell sehr viele Leser generieren. All diese Leser sollten aber bitteschön AUSSCHLIEßLICH positiv über sie schreiben oder eben teilen, damit es noch mehr werden.

Sorry für mich eine absolut kranke Entwicklung. Versteht mich nicht falsch. Es gibt nach wie vor eine Menge wundervolle Autoren, welche mit sehr viel Aufwand und Herz ihre Seiten gestalten. Sehr ehrenhaft handeln und stets höflich und freundlich agieren. Meist sind dies Menschen, welche selbsthergestellte Produkte vertreiben oder auf ökonomisch wertvolle Betriebe und Einrichtungen hinweisen. Meist sind das Blogger, welche selbst ihr eigenes Leben entschleunigen und so von ihren Erfahrungen berichten. Hier möchte ich mich gerne einreihen. Ich möchte meine Fotos, welche ich selbst mit Liebe und Leidenschaft knipse mit meinen eigenen Worten, meinen Rezepten und meinen Erlebnissen koppeln. Und wenn dies alles Menschen gefällt und sie mich gerne lesen, dann ist das mein ganz persönliches Glück und mein kleiner privater Erfolg.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal

Sue Freund