Wenn der Mensch sich hinter dem Tier versteckt…..

Wenn der Mensch sich hinter dem Tier versteckt….

Gleich vorab in meinem ersten Satz möchte ich mich von jeglichem fanatischen, fundamentalistischen und radikalen Denkweisen abwenden. Ganz egal ob es sich dabei um Religion, Politik, Nahrung, Medizin etc. handelt. Was ich mit diesem Blog beschreiben und anstoßen möchte? Dass die eigenen Ansichten selten die der ganzen Realität und Wahrheit des kompletten Universums entsprechen.

Was einem jeden Einzelnen klar sein sollte, ist, dass wir Menschen unseren Planeten krass malträtieren, dass wir ihm jeden Tag bis zum Bersten belasten und dass wir uns nichts davon schön reden können. Aber wie wir das umkehren können, wie wir uns verändern können, dass dies nicht mehr so passiert. Dieses WIE steckt noch nicht einmal in den Babyschuhen. Ja es scheint noch nicht einmal entstanden zu sein.

Denn Verurteilung, Anklage und Demütigungen für anders Denkende haben noch nicht einen einzigen Fleischesser zum Veganer, Rassisten zum Cosmopolit und Atheisten zum Glauben gebracht. Angst vor etwas zu schüren, sich selbst über sein Gegenüber zu stellen, sich zusammen mit anderen Gleichdenkenden zu verbünden um dann auf einen einzelnen Menschen loszuschießen. Dies, genau dieses Verhalten hat uns ALLE dahin gebracht wo wir jetzt sind. In eine Zeit, wo die Gesellschaft kontroverser nicht sein könnte.

Während die Meinungssucht unglaubliche Ausmaße annimmt. Beschimpfungen und Beleidigungen im Netz sowie auf der Straße immer mehr zum guten Ton mutieren, springen immer mehr Pseudoweltverbesserer in den Netzen umher. Einer unauthentischer als der Nächste. Selten siehst du wie sie wirklich leben, die Personen, welche „Fleischesser“ (mittlerweile in der Szene ebenso ein Schimpfwort wie Gutmensch in der anderen)verpönen, und aufs übelste angehen. Da heißt es doch eigentlich immer rohes Fleisch macht aggressiv. Aber anscheinend gibt es auch ein paar Pflanzen, welche die Laune sehr schnell auf den Siedepunkt pushen. Vernünftige Argumentation völlig fehl am Platze. Aber nur sehr selten siehst du ein wirkliches Foto, siehst du wirkliche Nahrung, welche alle zu sich nehmen. Obwohl ich mich mittlerweile auch auf dem Weg hin zu größtenteils fleischfreier Kost (welches ein sehr langer, sehr intensiver und sehr schwerer Weg ist) befinde, und nicht allein aus ethnischen Gründen, sondern schlichtweg aus gesundheitlichen, kann ich dieses Verhalten und diese Art zu agieren nicht im Geringsten nachvollziehen und für gut heißen.

Ich habe heute irgendwo ein gutes Beispiel gebracht. Als ich vor Jahren aufhörte zu rauchen, bin ich auch nicht wie ein wildgewordener Löwe losgerannt und habe mit bösen Worten für Raucher um mich geworfen. Ich habe etwas viel besseres getan. Ich habe vielen meiner Freunde und Bekannten durch meine immer besser werdende Gesundheit aufgezeigt, wie viele Vorteile es haben kann. Und ich akzeptiere noch heute, wenn jemand in meiner Gegenwart draußen in freier Natur raucht. Ganz einfach, weil auch er ein freier Mensch ist.

Je mehr die Menschen von Toleranz, Liebe, Verständnis usw. sprechen und schreiben umso unwirklicher kommen sie rüber. Niemand oder äußerst selten jemand spricht über sich persönlich, gibt einen Einblick in die Realität, welche ja den kopierten Worten nach wie das Paradies sein muss. Immer öfter werden fremde Texte, Fotos und Videos geteilt und gepostet. Ich bin vor ungefähr einer Woche in eine Gruppe mit dem Titel „Mut – Mensch Umwelt Tier“ eingetreten. Der Gründer dieser Gruppe hat sich für mich – bisher zumindest -(ich bin ja bei Menschen auf alles gefasst) als sehr wertvoller und weiser Mann entpuppt, was etwas sehr seltenes geworden ist. Er hat die Gabe eben durch sein Wesen Menschen ein Stück ihres Wegs zu begleiten, wenn sie Lust haben sich vom Fleischkonsum zu entfernen. Aber was sich innerhalb kürzester Zeit in solch einem rasant anwachsenden Facebookgruppenpool an Unverständnis, Intoleranz und negativen Energien auftut, hat mich einmal wieder aufs neue fasziniert. Anstatt den MUT aufzubringen von seinem eigenen wundervollen Tag zu berichten. Seine eigenen authentischen und realen Erfahrungen kund zu tun, wird fremdes Gedankengut nur so durch den Äther gedonnert und wehe einer passt nicht zu 1000% in die Menge. Dann wird da schon mal die Keule ausgefahren und der Mensch als Mörder und Mob beschimpft.

Hierzu möchte ich jetzt mal meine ganz eigene Erfahrung mit Tierliebe und Tierschützern kundtun. Ich habe vermeintliche Tierliebhaber kennen gelernt, welche ihre Tiere schier erstickt haben mit ihrer „Liebe“. Liebe in Form von überfüttern, vermenschlichen, überfordern und komplett bemuttern. Auch diese Tiere hatten kein artgerechtes Dasein, ebenso wenig wie die Tiere im Zoo, im Zirkus und in der Massentierhaltung ohnehin nicht. Ich habe Menschen  kennen gelernt, welche anderen Menschen ständig damit in den Ohren liegen, dass sie ihre Tiere nicht artgerecht halten, während sie aber völlig überzüchtete Hunderassen als ihre Lieblingsrassen auserkoren hatten. Diese Rassen, welche entweder fast   nicht mehr in der Lage sind eigenständig zu atmen, da man ihnen vorsichtshalber die Nase gleich ganz weggezüchtet hat, oder Rassen mit kopierten Ohren, kopierter Rute, weggezüchtetem Fell usw. Ich bin Menschen begegnet, welche ihren Tieren Kleidungskollektionen an den Leib schneidern. Meist so sinnlos und unpraktisch, dass es den Tieren nicht gut tat diese tragen zu müssen. Ich habe Menschen erlebt, welche mit ihren Katzen zusammen am Tisch gegessen haben mit Teller und allem drum und dran. Ich erlebe fast täglich Hundebesitzer mit, welche an den Halsbändern ihrer „Lieblinge“ zerren, als gäbe es kein Morgen mehr. Sie ergötzen sich an ihrer Macht, welche sie über das Tier haben, indem sie es zu ständigen Gehorsam fordern, aber bestimmt gibt es dafür eine Rechtfertigung. Denn eine Erklärung hat Mensch ja für alles. Natürlich kenne ich auch sehr viele wundervolle Tierliebhaber, welche ihre Tiere Tier sein lassen. Welche es lieben aber mit sich auf Augenhöhe sehen, welche es nicht betütteln, als wäre es ein kleines Baby.

Wisst ihr wer für mich die wertvollsten Menschen sind? Jene welche bescheiden sind, welche dankbar sind für das was sie haben, welche sich noch über Kleinigkeiten erfreuen, welche zuhören können und nicht nur reden, welche sich für ihr Gegenüber, welches sie kennen lernen und für dessen neue Freundschaft sie sich bedanken, wirklich interessieren. Es ist immer wieder spannend mit wie vielen Herzchen und Blümchen sich Menschen ins Leben zecken umso gleich ein paar Augenblicke später dieses dann wieder fallen zu lassen, als ob es nur ein kleiner Tropfen wäre und das nur, weil man es nicht mehr nötig hat, auch Unangenehmes mal auszuhalten.

Überall wird gebrüllt und gemosert, geklagt und gelitten, aber wirklich verändert und gehandelt wird nirgendswo. Während 1000de von Müttern täglich sich über das deutsche Schulsystem beklagen, peitschen sie ihre Zöglinge weiterhin genau da durch. Immer mit dem Vorwand, dass das ja so sein müsste, denn sonst würde aus ihrem Kind ja nix werden. Wisst ihr wann Kinder es heutzutage schwer haben ins Erwachsenenleben überzutreten, wenn sie keine Familie im Hintergrund haben. Wenn sich Opa, Oma, Tanten und Onkels einen Kehricht für sie interessieren. Wenn ihnen der Halt fehlt, auf den sie zurück greifen können, wenn es sie da draußen mal strauchelt. Nicht, wenn sie einen geringeren Schulabschluss als das Abitur absolvieren.

Von allen Seiten donnern Extremeinstellungen auf junge Menschen ein. Hier ist es unheimlich wichtig schon sehr früh seinen eigenen Radius so klein wie möglich zu halten. Seinen Fokus auf sich selbst zu richten. A sagt iss das nicht, B sagt tu das nicht, C sagt denk das nicht. Schnell fühlt sich der Mensch überfordert und beginnt entweder um sich zu schlagen, mit Argumenten, oder immer öfter auch Fäusten und in Härtefällen auch Waffen, oder er verkriecht sich in sein Schneckenhaus indem er Krankheiten ausbrütet. Beides muss nicht sein. Jeder kann es schaffen mit einem ganz einfachen Mittel. Liebt euch selbst, nehmt euch in solchen Momenten raus aus der Gesellschaft, aus der Familie, aus der Partnerschaft und fühlt in euch hinein, lernt mit euch allein zu sein, denn umso besser könnt ihr euren Familien und Partnern sowie Freunden dann gegenüber treten und wertvolle, sowie erfüllte Stunden miteinander verbringen. Vergesst nicht, nichts ist ewig, alles hier ist endlich und deshalb sollten wir uns nicht der Masse an Einstellungen, Gefühlen, Denken sondern uns ganz allein widmen. Wenn wir wirklich tief in uns drin Tiere ebenso wie Menschen lieben, nicht mehr und nicht weniger, dann wird uns über kurz oder lang unser Konsum immer fremder vorkommen. Dieser Prozess dauert, denn er wurde den meisten von uns über Jahrzehnte anerzogen.

Ich werde nächste Woche 50 Lenzen jung und habe schon so ziemlich jede Einstellung in meinem Leben durchlebt. Und völlig egal, ob ich Hippie, Öko, Hipster, Sexy, Vamp und was weiß ich noch lebte, es gab immer mindestens 1 Menschen, welcher das scheiße fand. Und obwohl ich mich selbst als einen der individuellsten Personen auf diesem Planeten empfinde, bin ich doch so komplett unauffällig normal. Deswegen auch mein Facebookspruch auf meinem Profil “ Ich passe in keine Schublade, weder körperlich noch geistig.“

Vielleicht würde es so manch strauchelnden und zwischen den Ufern schwimmenden Menschen eher animieren, wenn man sich selbst nicht zusammen mit anderen Gleichdenkern verbünden würde um diesen dann zu diskreditieren, sondern vielleicht hilft es der „Sache“ mehr wenn man selbst authentisch und ehrlich sein Leben und dessen Vorteile zeigt.

Ich selbst bin bekennender Freigeist. Es gibt Tage da will ich viel im Netz lesen und bin auch viel online, und wer mich kennt, weiß, dass es dann wieder Tage oder Wochen gibt wo ich mir eine Auszeit nehme von der ganzen Datenflut. Meist nachdem ich neue Menschen kennen gelernt habe. So auch jetzt. Es ist mal wieder soweit. Ich klink mich aus bis nächste Woche Freitag. Den Tag an dem ich ein halbes Jahrhundert alt werde, denn da werde ich mal für eine Stunde online kommen um mir die wunderschönen Glückwünsche durchzulesen. Ja man mag es kaum glauben, aber ich habe so viele Menschen dahin gehend anscheinend sehr positiv motiviert, mit meinem eigenen Tun, dass ich immer sehr persönliche liebe Worte geschrieben bekomme.

Mein Titel des heutigen Blogs heißt, wenn sich der Mensch hinter dem Tier versteckt. Was will ich damit sagen. Erstens ganz pragmatisch, dass man vielleicht ab und an sich selbst zeigen sollte. Das macht all das was man schreibt glaubwürdiger. Denn ich habe schon vor vielen Monaten damit aufgehört Profilbildern mit Sonnen, Wäldern usw. eine gewisse Ernsthaftigkeit zukommen zu lassen. Und zweitens dient es nicht der Sache, Menschen für Tiere und ihre Belange zu sensibilisieren, in dem man diese Spezies grundverurteilt.

Auch ein Widerspruch unserer Zeit. Während immer mehr darüber gesprochen wird wie feige es ist sich zu vermummen, zieht dies virtuell immer weitere Kreise. Ich werde mir sehr bewusst durch den Kopf gehen lassen, ob ich zukünftig überhaupt noch mit Personen ohne Gesicht kommuniziere.

In diesem Sinne habe ich heute einen bescheidenen Wunsch an  all meine veganen Freunde. Seit nachsichtig, verurteilt nicht, denn umso offener und positiver ihr eure eigene Lebensweise rüber bringt umso inspirierender und anregender wird der Weg dahin sein. Ich selbst bin immer offen für vegane Gerichte und Süßspeisen, halte aber eben nicht viel davon, mich stets in diesen Riesenbulk von anonymen Kochgruppen aufzuhalten. Vielleicht bereichert ihr ja meinen Messenger mit tollen Speisen.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Je grausamer die Tiervideos und Fotos, desto weniger wird man sie gucken, denn ich könnte wenn ich wollte auch jeden Tag unsägliches Leid von Menschen posten. Damit würde ich aber viele Menschen, welche meine Seite besuchen abschrecken. Stattdessen poste ich lieber positive Ereignisse wie z.B. wenn eine Aktion Erfolg hatte um Leben zu retten. So wäre es viel schöner ständig wunderschöne Tiere überall zu sehen. Ich kann diesbezüglich aber selbstverständlich nur für mich sprechen, dass mich eher die hübschen Kälber im Stall davon abbrachten ihr Fleisch je wieder zu essen.

Ebenso verhält es sich natürlich damit stets Randale, Feuer und Kriegsaktionen zu posten. Vielleicht sollte man eher solche Aktionen wie die der 1000 Gestalten verbreiten. Aber wirklich einfach nur eine Idee von mir.

Bis bald

eure Sue Freund

 

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Mir liegt da was am Herzen

Mir liegt da was am Herzen:

des Öfteren les und hör ich innerhalb und außerhalb des Netzes immer wieder von Freunden, dass sie von vermeintlichen „Freunden“ ihrer Essensgewohnheiten, ihrer Lebensgewohnheiten, ihres Benehmens, ihres Fühlens und ihres Liebens belehrt werden.

So wird das nix mit dem „wir sollen alle besser werden“. Erzählt über euch selbst, erzählt was euch glücklich macht und lasst euer Gegenüber dasselbe tun.

Egal ob nackt oder angezogen, ob schwarz oder weiß, klein oder groß. Würden immer mehr Menschen zu erst einmal die „Meinungsfreiheit“ für sich selbst nutzen und sich vor dem Spiegel mal gehörig selbst die Meinung geigen, dann wären sehr viele nicht mehr ganz so erpicht stets und ständig des anderen Gutes ins eigene Schlechte zu ziehen. Nie war es so einfach wie heute sein eigenes „gutes“ Leben zu kreieren.

Heute hat man Alternativen. Man kann zwischen Chemie und Bio wählen. Man kann jemanden heiraten oder es lassen. Man kann lügen oder die Wahrheit sagen ohne enthauptet zu werden.

Wann lernt der Mensch das endlich mal zu schätzen, dass gerade jetzt nicht alles immer scheiße ist und man sich nur dann für ein paar Minütchen vermeintlich besser fühlt, wenn man seinen negativen Senf irgendwo dazu gegeben hat?

JEDER EINZELNE sollte das für sich selbst entscheiden dürfen. Wichtig ist es das Bewusstsein zu feilen, sich selbst zu lieben. Alles andere kommt dann von ganz allein. Denn jemand, welcher sich selbst sehr viel wert ist, möchte auch nachhaltig leben, essen, konsumieren und lieben.

Wenn mir jemand oder vielleicht sogar mehrere vor über einem Jahr gesagt hätten, dass ich Bärlauch, Kräuter, selbstgebackenes Brot, Smoothies, Bärlauchpesto, vegane Nuss Nougatcreme, Müsli etc. mal über alles lieben werde, mir nicht mehr vorstellen könnte anders zu essen und zu trinken, dann hätte ich allen Ernstes dieser Person oder diesen Personen den Vogel gezeigt.

Nur man selbst ist der Schlüssel und die Toleranz, Empathie und Nächstenliebe von uns allen kann zusätzlich den Weg zu uns selbst erleichtern.

Je mehr Missionare, Besserwisser und Extremisten versuchen andere zu belehren umso länger wird es dauern, bis die Mehrheit der Menschheit erkennt, was sie sich selbst antut.

Nehmen wir das Beispiel rauchen. Ich selbst bin nun seit 4 Jahren absoluter Nichtraucher, aus dem ganz einfachen und simplen Grund, dass ich mittlerweile tot wäre, hätte ich dem Glimmstengl nicht abgedankt. Ich würde sicherlich jetzt noch rauchen, wäre ich gesundheitlich tipp top in Form gewesen. Zweites Beispiel Nahrungsmittel. Hätte ich nicht Glutamat und Co verabschiedet wäre ich „simple as that“ jetzt ein zweites Mal tot.

Mein Körper und die Liebe zu mir selbst und dass ich dankbar bin leben zu dürfen und vielleicht auch alt werden zu dürfen hat mich wachsam gemacht und mir das Leben gerettet. Plötzlich gab es keine „Ich kann das nicht“ „Ich schaff das nicht“ Gedanken mehr. Es gab nur noch einen tiefen Überlebenswillen.

Hätte mir vor 2 Jahren jemand gesagt, dass ich heute 50 Kilo leichter und organisch fast völlig gesund hier sitzen würde, hätte ich nur müde gelächelt. In meinem Körper lag alles im Argen. Ich hatte sehr schlechte Leberwerte von den ganzen Medikamenten über die Jahre (gegen Sodbrennen, Magenschoner, Säureblocker, Schmerzmittel etc. etc. etc.)und dem zusätzlich miserablen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, meine Speiseröhre war völlig entzündet, ebenso mein Magen. Mein Darm glich einem Desaster und ich hatte eigentlich keine Verdauung mehr. Das Schlucken fiel mir sehr schwer, weil meine Schilddrüsen alle Mängel aufwiesen, was in der modernen Medizin Rang und Namen hatte. Es wurde so ziemlich alles diagnostiziert, was es heute im Wohlstandskörperrepertoire im Angebot gibt. Aus purer Verzweiflung begann ich Psychologie zu studieren. Dieses 4jährige Studium war mein Weg raus aus dem absoluten Körper- und Kopfchaos hinein in eine Welt, welche Selbstheilung versprach. Aber es war ein langer und sehr steiniger Weg. Und ich bin noch lange nicht am Ziel.

Warum ich erst mal dort gelandet war ist leicht erklärt. Ich war völlig fremdbestimmt. Hatte keinerlei Selbstbewusstsein, orientierte mich nur an den Aussagen anderer und war fest davon überzeugt, dass ich nur überempfindlich bin, weil andere konnten ja auch über Jahrzehnte hinweg sich das „verdiente“ Glas Wein am Abend hinter die Pinte kippen, ohne einen Makel davon zu tragen. Das dies aber alles nur eine äußere Hülle derer war, das vermochte ich damals nicht zu erkennen. Ich glaubte eh anderen viel mehr als mir selbst, wollte ich doch stets beliebt und gemocht werden. Heute für mich völlig unvorstellbar so zu denken.

Gerade jetzt nach einem Jahr durchgehend Gewichtsverlust befinde ich mich in einer enorm wichtigen Phase. Ich muss mehr denn je auf mein inneres Gleichgewicht achten. Nie war Achtsamkeit und Bewusstsein wichtiger als jetzt. Denn sehr schnell kann man von einer sehr ausgeglichenen Ernährung und Bewegungsrhythmus in eine sich selbst zu sehr unter Druck bringende Lebenssituation geraten. Man möchte dann zu schnell zu viel.

Gerade jetzt gilt es seinem Urinstinkt und seinem Körpergefühl zu vertrauen und auf dieses zu lauschen. So weiß man dann einfach, dass es gar nicht passieren kann, dass man in alte Gewohnheiten zurück fällt oder alte Nachlässigkeit wieder aufnimmt.

Was genau meine ich damit? In einem ganzen Jahr mit der Gewohnheit nur und wirklich nur dann zu essen, wenn man wirklich Hunger hat, und dabei nur versucht nach und nach mehr und mehr Chemiezusätze wegzulassen, verkleinert sich der Magen so sehr, dass es einem gar nicht mehr möglich wäre zu viel Nahrung aufzunehmen. Zeitgleich wird auch die Datenautobahn zum Gehirn geteert mit positiven Informationen, so dass es dem Unterbewusstsein nach mehr als 365 Tagen nicht mehr möglich ist fiese Tricks an das Gehirn weiterzuleiten. Die da wären: „Ein Mars ist doch kein Problem. Oder einmal Kohlensäure hat noch nie geschadet.“ Dein Gehirn sendet sofort den Impuls zurück, dass du das aber einfach nicht brauchst und es Fakt schädlich für deinen Organismus ist, also überflüssig.

Was genau passiert mittlerweile da bei mir? Ich kann hierfür das beste Beispiel Werbung nennen. Ganz egal ob beim Streaming von Serien, im Kino oder auf Plakaten. Wenn ich jetzt und heute Spots für Softdrinks sehe, löst das bei mir so viel aus, wie wenn ich als nicht Motor- und Autoaffiner Mensch Werbung für Motoröl sehe. Ebenso ergeht es mir mit der Auslage in Bäckereien und Metzgereien. In ersteren findet man mich nur noch in absoluten Ausnahmefällen und in zweiteren habe ich einen Metzger meines Vertrauens, wo ich schlichtweg 3 Sorten aus dem Angebot wöchentlich für meine Männer erwerbe. Was bekomme ich dadurch geschenkt? Unheimlich viel Zeit, Zeit für Freunde, Zeit für meine Familie, Zeit für mich und Zeit für leben. Ich muss nicht mehr ständig Entscheidungen treffen, weil mich die Auswahl nicht mehr interessiert. Und so geht man Schritt für Schritt in einen immer kleiner werdenden Konsumradius.

Ich weiß nicht, ob ich je in meinem Leben ein intensiveres Gefühl erleben durfte, als ich es jetzt in sehr vielen Bereichen und Situationen meines Lebens empfinde. Voller Stolz blicke ich heute auf einen simplen Tisch, angerichtet mit einfachen Nahrungsmitteln und fühle z.B. beim genießen dieses Kaffees sehr viel Gutes. Vor einigen Jahren war „Brot selbstbacken“ in meinem Kopf so weit von der Realität entfernt wie China von Deutschland. Meine Datenautobahn war so geteert, fremden Großbäckereien mehr Vertrauen in Hygiene, Zutaten und Backkunst zu schenken als mir selbst. Mittlerweile völlig umgekehrt. Wenn ich heute Hausfrauen und Mütter beobachte, wie sie systematisch im Minutentakt Chemie, Gifte und Plastik ins Leben ihrer „geliebten“ Familien katapultieren, fühle ich mich sehr hilflos. Eben weil ich, wie oben beschrieben, und nach 5jähriger Berufspraxis am eigenen Leib erfahren, weiß, dass sie erst dann aufwachen werden, wenn sie selbst oder eines ihrer Lieben krank werden. Und zwar nicht nur ein bisschen, denn dies betäubt man dann mit Pharmas, sondern richtig krass. Und kein Joke jetzt.

  1. Das alles nennt man Bevölkerungskontrolle. Nur mit dieser Kontroversität ist es den Eliten möglich sich selbst am Leben zu halten und den Planeten nicht in kürzester Zeit explodieren zu lassen.

Was genau bedeutet das? Ganz einfach. Nie war es so wichtig wie heute, dass du dir selbst wertvoll wirst, dass du lernst wieder allein sein zu können, damit du nur dann in Gesellschaft trittst, wenn du wertvolle und positiv getränkte Gespräche führen kannst. Nie war es so wertvoll wie heute, dass du dich bewegst, dass du die Natur und die Tiere schätzen lernst. Nie war es so nötig wie jetzt, dass du nur dann isst, wenn dein Körper Hunger verspürt und dass du trinkst, wenn du durstig bist. Denn dein Körper ist dein Leben, dein Körper ist dein Elixier. Und in diesem Körper wohnt deine Seele, dein Herz, dein Verstand und deine Liebe.

Warum haben so viele Menschen Ängste, Panik, Tics, Zwänge? Es gibt nur einen einzigen Grund. Sie haben es verlernt oder nie gelehrt bekommen alleine zu sein, sich selbst wahrzunehmen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Gesellschaft sowie die Familie suggeriert immer wieder, dass man ein Niemand ist wenn man nicht erfolgreich ist, wenn man keine Freunde hat usw.. Auch ich selbst habe das suggeriert und kann mich heute nicht oft genug bei meinen beiden Kindern dafür entschuldigen.

Gehen wir mal das ganze Schema von der anderen Seite an. Professoren, Doktoranten, Wissenschaftler, Piloten usw.. All jene an welchen sich die Gesellschaft so gerne orientiert. Sie sind es, welche existenziell perfekt gelernt haben mit sich allein zu sein. Sich auf sich selbst und NUR auf sich selbst zu verlassen. Welche Jahrzehnte hinter ihren Büchern verbracht haben. Und so ist es an der Zeit auch all den anderen Menschen dieses Geschenk zu machen. Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln, wenn sie Nein sagen, wenn sie sich erlauben stolz auf einen leeren Freizeitterminkalender zu sein. Ich persönlich z.B. freue ich sehr, wenn es mal eine Woche mit 4 Besuchen gibt. Aber umso mehr freue ich mich dann auf eine Woche ganz ohne Dates. Und ja gerade deshalb empfinde ich mich als sehr wertvoll, weil es mir die Gabe schenkt spontan und individuell handeln zu können.

Oft bekomme ich die Frage gestellt, wie ich Personen empfinde, welche mir gegenüber nur noch in Floskeln oder in gesellschaftlich eingeimpften Gebetssalven antworten. Mittlerweile habe ich hierfür eine schlichte Antwort. Gar nichts. Denn sie eliminieren sich aus meinem Leben von selbst, weil sie mich als sehr unangenehm empfinden.

Warum behaupte ich das? Weil wir alle eine Spezies Mensch sind und diesbezüglich gleich ticken.

Der fremdbestimmte Mensch, also der Mensch, welcher sich noch außerhalb seiner Findungsphase befindet, hasst es den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Er wird alles tun um sich vor Menschen, welche schon in einer entspannten Phase sind, fern zu halten.

Der sich selbst findende Mensch wird darum bitten, dass man ihm sehr ehrlich und direkt sagt, was man von ihm denkt. Er wird es filtern und für sich selbst entscheiden ob es wertvoll ist oder in seinen Augen Humbug.

Und der ebenfalls entspannte und sich selbst schon sehr nahe Mensch wird all diese Floskeln und Gebete schon selbst belächeln und definitiv nicht mehr nutzen. Kann ich dies verallgemeinern? Ja, definitiv. Menschen auf gleichen Ebenen werden sich finden, bereichern und völlig bedingungslos annehmen. Menschen unterschiedlicher Ebenen werden sich aneinander reiben und gleichschalten oder eben verabschieden. Und nein. Keine Ebene ist besser wie die andere, sondern eben einfach nur anders.

Wie macht sich so ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ebenen bemerkbar? Das ist für mich persönlich immer sehr amüsant. Ich kann es nur noch aus vergangenen Zeiten erzählen, weil ich es in der Gegenwart nicht mehr erlebe, dadurch, dass ich diese Impulse nicht mehr sende.

Ein ganz wunderbares Beispiel ist das Aufeinandertreffen im Supermarkt. Man hat sich schon ein paar Monate oder sogar Jahre nicht mehr gesehen und sendet sofort den Impuls aus: „Oh Gott die sieht ja immer noch so jung aus und ich dagegen?“ Dieses Signal bekommst du postwendend zurück. Du wirst sehr oberflächlich abgehandelt werden und die Satzformationen wie folgt werden nur so auf dich eindonnern, denn das ist genau der Impuls denn du geschickt hast.

– oh ich kann dir sagen, ich bin nur im Stress und weiß manchmal nicht mehr wo mir der Kopf steht

– ja mein Mann arbeitet sehr viel und muss das auch damit wir uns ein gutes Leben leisten können

– ja ich musste zu dem Arzt und zu dem und die letzten Jahre waren nicht einfach

– ja meine beiden Kinder gehen beide aufs Gymnasium und haben fast keine Freizeit

usw.. Ich könnte diese Liste hier unendlich fortsetzen und völlig wurscht, wen ihr wo begegnet. Es werden IMMER dieselben inhaltslosen Gespräche sein, welche NUR negativ und provokant in euren Köpfen bleiben. Denn völlig egal wie sich euer Gegenüber euch geäußert hat, ihr werdet folgende Inhalte in euren Köpfen behalten, wenn ihr euch in Phase 1 oder 2 befindet.

– man wie macht die das nur, trotz Stress so eine Figur und so eine Haut

– der geht es definitiv nicht so schlecht wie mir und ich war bei viel mehr unterschiedlichen Ärzten

– mein Mann wenn überhaupt vorhanden arbeitet auch wie wahnsinnig und nix kommt dabei rum

– meine Kinder hängen nur rum und ich wäre froh wenn sie keine Freizeit hätten, was beschwert die sich überhaupt

Spannend oder, wie einfältig, oberflächlich und an der Realität vorbei solche Konversationen und Begegnungen ablaufen? Lassen wir die unterschiedlichen Feinheiten mal außen vor.

Wann weißt du, dass du auf Ebene 3 oder in Phase 3 deines Lebens angekommen bist? Sehr einfach zu beantworten.

Wenn du absolut authentisch bist, völlig gleich ob du mit einem Professor oder einer alleinerziehenden, zuhause gebliebenen Mutter sprichst. Völlig gleichgültig welchen Stellenwert dein Gegenüber in der Gesellschaft hat und du es uneingeschränkt auf die gleiche Wertebene mir dir selbst stellst.

Dann wenn du keine Menschen mehr ver- oder beurteilst, sondern nur einzelne Handlungsstränge oder Situationen. Wenn du es kannst bestimmte Lebensweisen selbst  nicht anzunehmen ohne sie bei anderen anzuklagen.

Wenn du einen passionierten (bewussten) Fleischesser ebenso wertschätzen kannst wie einen in sein eigenes Leben verliebten Veganer. Und wenn du keine Grenzen mehr siehst, denn dieser Planet ist für uns alle hier.

NIEMAND aber auch wirklich niemand ist besser als der andere nur aufgrund von Hautfarbe, Nationalität, Religion oder Kultur. Verbrecher bleiben Verbrecher völlig gleichgültig wo sie herkommen und wo sie hingehen und es wird nicht ein einziges Verbrechen weniger geben, wenn der Mensch weiterhin in Grenzen denkt.

Du kannst fehlgeleitet denkende und fühlende Menschen nicht durch Grenzen aufhalten. Im Gegenteil. Drohung, Druck und Hass erzeugt immer Gegendruck und noch mehr Hass. Erst wenn das die Mehrheit versteht zu leben, erst dann wird unsere Erde ein kleines Stück besser werden und bis dahin kannst du nur Das eine Gute tun. Dich selbst lieben, deinen kleinen eigenen friedlichen Kosmos erschaffen, von welchem nichts negatives nach außen strömt.

Achtsamkeit wie leben?

Achte darauf was du kaufst, was du isst, was du trinkst. Es ist komplett unmöglich, dass du an Hunger oder Durst sterben wirst. Also vergiss nie, auch 200 m weiter laufen, 30. min länger kochen, 20 Euro mehr Ausgaben lassen dich nicht sterben. Das Gegenteil kann dir aber bis zu 10 Jahre weniger Lebenszeit schenken. Ein unschönes Geschenk nicht wahr? Es liegt an dir es zu öffnen.

Bewusstsein wie leben?

Sei dir bewusst was du tust, was du sagst, was du fühlst. Es ist komplett unmöglich, dass du an Einsamkeit zu Grunde gehst. Also vergiss nie, auch einmal mehr nachdenken, einmal mehr positive Gefühle und Gedanken äußern, 2 Tage länger Gutes lesen lassen dich nicht sterben. Das Gegenteil aber kann dir bis zu 10 Jahre weniger Lebenszeit schenken. Ein unschönes Geschenk nicht wahr? Es liegt an dir es zu öffnen.

Ängste und Panik sind von fremden Worten und Taten gemacht. Es ist nicht dein Gefühl, dein Denken und dein Handeln. Sobald du Angst spürst, bist du einen sehr wertvollen Schritt weiter in deinem Leben. Du bist in Phase 2. Mach dir selbst das Geschenk deines Lebens, bleib auf diesem Pfad und lerne Phase 3 kennen. Du wirst diese Ebene so sehr lieben. Du wirst ein neues Gefühl kennen lernen, was dir so viel Tiefgründiges, so viele Glücksgefühle, enorm viel Liebe,  so viel Demut und Dankbarkeit schenken wird, dass du wirklich zufrieden und glücklich leben wirst.

In diesem Sinne

Alles Liebe und bis bald Eure Sue Freund