Mir liegt da was am Herzen

Mir liegt da was am Herzen:

des Öfteren les und hör ich innerhalb und außerhalb des Netzes immer wieder von Freunden, dass sie von vermeintlichen „Freunden“ ihrer Essensgewohnheiten, ihrer Lebensgewohnheiten, ihres Benehmens, ihres Fühlens und ihres Liebens belehrt werden.

So wird das nix mit dem „wir sollen alle besser werden“. Erzählt über euch selbst, erzählt was euch glücklich macht und lasst euer Gegenüber dasselbe tun.

Egal ob nackt oder angezogen, ob schwarz oder weiß, klein oder groß. Würden immer mehr Menschen zu erst einmal die „Meinungsfreiheit“ für sich selbst nutzen und sich vor dem Spiegel mal gehörig selbst die Meinung geigen, dann wären sehr viele nicht mehr ganz so erpicht stets und ständig des anderen Gutes ins eigene Schlechte zu ziehen. Nie war es so einfach wie heute sein eigenes „gutes“ Leben zu kreieren.

Heute hat man Alternativen. Man kann zwischen Chemie und Bio wählen. Man kann jemanden heiraten oder es lassen. Man kann lügen oder die Wahrheit sagen ohne enthauptet zu werden.

Wann lernt der Mensch das endlich mal zu schätzen, dass gerade jetzt nicht alles immer scheiße ist und man sich nur dann für ein paar Minütchen vermeintlich besser fühlt, wenn man seinen negativen Senf irgendwo dazu gegeben hat?

JEDER EINZELNE sollte das für sich selbst entscheiden dürfen. Wichtig ist es das Bewusstsein zu feilen, sich selbst zu lieben. Alles andere kommt dann von ganz allein. Denn jemand, welcher sich selbst sehr viel wert ist, möchte auch nachhaltig leben, essen, konsumieren und lieben.

Wenn mir jemand oder vielleicht sogar mehrere vor über einem Jahr gesagt hätten, dass ich Bärlauch, Kräuter, selbstgebackenes Brot, Smoothies, Bärlauchpesto, vegane Nuss Nougatcreme, Müsli etc. mal über alles lieben werde, mir nicht mehr vorstellen könnte anders zu essen und zu trinken, dann hätte ich allen Ernstes dieser Person oder diesen Personen den Vogel gezeigt.

Nur man selbst ist der Schlüssel und die Toleranz, Empathie und Nächstenliebe von uns allen kann zusätzlich den Weg zu uns selbst erleichtern.

Je mehr Missionare, Besserwisser und Extremisten versuchen andere zu belehren umso länger wird es dauern, bis die Mehrheit der Menschheit erkennt, was sie sich selbst antut.

Nehmen wir das Beispiel rauchen. Ich selbst bin nun seit 4 Jahren absoluter Nichtraucher, aus dem ganz einfachen und simplen Grund, dass ich mittlerweile tot wäre, hätte ich dem Glimmstengl nicht abgedankt. Ich würde sicherlich jetzt noch rauchen, wäre ich gesundheitlich tipp top in Form gewesen. Zweites Beispiel Nahrungsmittel. Hätte ich nicht Glutamat und Co verabschiedet wäre ich „simple as that“ jetzt ein zweites Mal tot.

Mein Körper und die Liebe zu mir selbst und dass ich dankbar bin leben zu dürfen und vielleicht auch alt werden zu dürfen hat mich wachsam gemacht und mir das Leben gerettet. Plötzlich gab es keine „Ich kann das nicht“ „Ich schaff das nicht“ Gedanken mehr. Es gab nur noch einen tiefen Überlebenswillen.

Hätte mir vor 2 Jahren jemand gesagt, dass ich heute 50 Kilo leichter und organisch fast völlig gesund hier sitzen würde, hätte ich nur müde gelächelt. In meinem Körper lag alles im Argen. Ich hatte sehr schlechte Leberwerte von den ganzen Medikamenten über die Jahre (gegen Sodbrennen, Magenschoner, Säureblocker, Schmerzmittel etc. etc. etc.)und dem zusätzlich miserablen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, meine Speiseröhre war völlig entzündet, ebenso mein Magen. Mein Darm glich einem Desaster und ich hatte eigentlich keine Verdauung mehr. Das Schlucken fiel mir sehr schwer, weil meine Schilddrüsen alle Mängel aufwiesen, was in der modernen Medizin Rang und Namen hatte. Es wurde so ziemlich alles diagnostiziert, was es heute im Wohlstandskörperrepertoire im Angebot gibt. Aus purer Verzweiflung begann ich Psychologie zu studieren. Dieses 4jährige Studium war mein Weg raus aus dem absoluten Körper- und Kopfchaos hinein in eine Welt, welche Selbstheilung versprach. Aber es war ein langer und sehr steiniger Weg. Und ich bin noch lange nicht am Ziel.

Warum ich erst mal dort gelandet war ist leicht erklärt. Ich war völlig fremdbestimmt. Hatte keinerlei Selbstbewusstsein, orientierte mich nur an den Aussagen anderer und war fest davon überzeugt, dass ich nur überempfindlich bin, weil andere konnten ja auch über Jahrzehnte hinweg sich das „verdiente“ Glas Wein am Abend hinter die Pinte kippen, ohne einen Makel davon zu tragen. Das dies aber alles nur eine äußere Hülle derer war, das vermochte ich damals nicht zu erkennen. Ich glaubte eh anderen viel mehr als mir selbst, wollte ich doch stets beliebt und gemocht werden. Heute für mich völlig unvorstellbar so zu denken.

Gerade jetzt nach einem Jahr durchgehend Gewichtsverlust befinde ich mich in einer enorm wichtigen Phase. Ich muss mehr denn je auf mein inneres Gleichgewicht achten. Nie war Achtsamkeit und Bewusstsein wichtiger als jetzt. Denn sehr schnell kann man von einer sehr ausgeglichenen Ernährung und Bewegungsrhythmus in eine sich selbst zu sehr unter Druck bringende Lebenssituation geraten. Man möchte dann zu schnell zu viel.

Gerade jetzt gilt es seinem Urinstinkt und seinem Körpergefühl zu vertrauen und auf dieses zu lauschen. So weiß man dann einfach, dass es gar nicht passieren kann, dass man in alte Gewohnheiten zurück fällt oder alte Nachlässigkeit wieder aufnimmt.

Was genau meine ich damit? In einem ganzen Jahr mit der Gewohnheit nur und wirklich nur dann zu essen, wenn man wirklich Hunger hat, und dabei nur versucht nach und nach mehr und mehr Chemiezusätze wegzulassen, verkleinert sich der Magen so sehr, dass es einem gar nicht mehr möglich wäre zu viel Nahrung aufzunehmen. Zeitgleich wird auch die Datenautobahn zum Gehirn geteert mit positiven Informationen, so dass es dem Unterbewusstsein nach mehr als 365 Tagen nicht mehr möglich ist fiese Tricks an das Gehirn weiterzuleiten. Die da wären: „Ein Mars ist doch kein Problem. Oder einmal Kohlensäure hat noch nie geschadet.“ Dein Gehirn sendet sofort den Impuls zurück, dass du das aber einfach nicht brauchst und es Fakt schädlich für deinen Organismus ist, also überflüssig.

Was genau passiert mittlerweile da bei mir? Ich kann hierfür das beste Beispiel Werbung nennen. Ganz egal ob beim Streaming von Serien, im Kino oder auf Plakaten. Wenn ich jetzt und heute Spots für Softdrinks sehe, löst das bei mir so viel aus, wie wenn ich als nicht Motor- und Autoaffiner Mensch Werbung für Motoröl sehe. Ebenso ergeht es mir mit der Auslage in Bäckereien und Metzgereien. In ersteren findet man mich nur noch in absoluten Ausnahmefällen und in zweiteren habe ich einen Metzger meines Vertrauens, wo ich schlichtweg 3 Sorten aus dem Angebot wöchentlich für meine Männer erwerbe. Was bekomme ich dadurch geschenkt? Unheimlich viel Zeit, Zeit für Freunde, Zeit für meine Familie, Zeit für mich und Zeit für leben. Ich muss nicht mehr ständig Entscheidungen treffen, weil mich die Auswahl nicht mehr interessiert. Und so geht man Schritt für Schritt in einen immer kleiner werdenden Konsumradius.

Ich weiß nicht, ob ich je in meinem Leben ein intensiveres Gefühl erleben durfte, als ich es jetzt in sehr vielen Bereichen und Situationen meines Lebens empfinde. Voller Stolz blicke ich heute auf einen simplen Tisch, angerichtet mit einfachen Nahrungsmitteln und fühle z.B. beim genießen dieses Kaffees sehr viel Gutes. Vor einigen Jahren war „Brot selbstbacken“ in meinem Kopf so weit von der Realität entfernt wie China von Deutschland. Meine Datenautobahn war so geteert, fremden Großbäckereien mehr Vertrauen in Hygiene, Zutaten und Backkunst zu schenken als mir selbst. Mittlerweile völlig umgekehrt. Wenn ich heute Hausfrauen und Mütter beobachte, wie sie systematisch im Minutentakt Chemie, Gifte und Plastik ins Leben ihrer „geliebten“ Familien katapultieren, fühle ich mich sehr hilflos. Eben weil ich, wie oben beschrieben, und nach 5jähriger Berufspraxis am eigenen Leib erfahren, weiß, dass sie erst dann aufwachen werden, wenn sie selbst oder eines ihrer Lieben krank werden. Und zwar nicht nur ein bisschen, denn dies betäubt man dann mit Pharmas, sondern richtig krass. Und kein Joke jetzt.

  1. Das alles nennt man Bevölkerungskontrolle. Nur mit dieser Kontroversität ist es den Eliten möglich sich selbst am Leben zu halten und den Planeten nicht in kürzester Zeit explodieren zu lassen.

Was genau bedeutet das? Ganz einfach. Nie war es so wichtig wie heute, dass du dir selbst wertvoll wirst, dass du lernst wieder allein sein zu können, damit du nur dann in Gesellschaft trittst, wenn du wertvolle und positiv getränkte Gespräche führen kannst. Nie war es so wertvoll wie heute, dass du dich bewegst, dass du die Natur und die Tiere schätzen lernst. Nie war es so nötig wie jetzt, dass du nur dann isst, wenn dein Körper Hunger verspürt und dass du trinkst, wenn du durstig bist. Denn dein Körper ist dein Leben, dein Körper ist dein Elixier. Und in diesem Körper wohnt deine Seele, dein Herz, dein Verstand und deine Liebe.

Warum haben so viele Menschen Ängste, Panik, Tics, Zwänge? Es gibt nur einen einzigen Grund. Sie haben es verlernt oder nie gelehrt bekommen alleine zu sein, sich selbst wahrzunehmen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Gesellschaft sowie die Familie suggeriert immer wieder, dass man ein Niemand ist wenn man nicht erfolgreich ist, wenn man keine Freunde hat usw.. Auch ich selbst habe das suggeriert und kann mich heute nicht oft genug bei meinen beiden Kindern dafür entschuldigen.

Gehen wir mal das ganze Schema von der anderen Seite an. Professoren, Doktoranten, Wissenschaftler, Piloten usw.. All jene an welchen sich die Gesellschaft so gerne orientiert. Sie sind es, welche existenziell perfekt gelernt haben mit sich allein zu sein. Sich auf sich selbst und NUR auf sich selbst zu verlassen. Welche Jahrzehnte hinter ihren Büchern verbracht haben. Und so ist es an der Zeit auch all den anderen Menschen dieses Geschenk zu machen. Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln, wenn sie Nein sagen, wenn sie sich erlauben stolz auf einen leeren Freizeitterminkalender zu sein. Ich persönlich z.B. freue ich sehr, wenn es mal eine Woche mit 4 Besuchen gibt. Aber umso mehr freue ich mich dann auf eine Woche ganz ohne Dates. Und ja gerade deshalb empfinde ich mich als sehr wertvoll, weil es mir die Gabe schenkt spontan und individuell handeln zu können.

Oft bekomme ich die Frage gestellt, wie ich Personen empfinde, welche mir gegenüber nur noch in Floskeln oder in gesellschaftlich eingeimpften Gebetssalven antworten. Mittlerweile habe ich hierfür eine schlichte Antwort. Gar nichts. Denn sie eliminieren sich aus meinem Leben von selbst, weil sie mich als sehr unangenehm empfinden.

Warum behaupte ich das? Weil wir alle eine Spezies Mensch sind und diesbezüglich gleich ticken.

Der fremdbestimmte Mensch, also der Mensch, welcher sich noch außerhalb seiner Findungsphase befindet, hasst es den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Er wird alles tun um sich vor Menschen, welche schon in einer entspannten Phase sind, fern zu halten.

Der sich selbst findende Mensch wird darum bitten, dass man ihm sehr ehrlich und direkt sagt, was man von ihm denkt. Er wird es filtern und für sich selbst entscheiden ob es wertvoll ist oder in seinen Augen Humbug.

Und der ebenfalls entspannte und sich selbst schon sehr nahe Mensch wird all diese Floskeln und Gebete schon selbst belächeln und definitiv nicht mehr nutzen. Kann ich dies verallgemeinern? Ja, definitiv. Menschen auf gleichen Ebenen werden sich finden, bereichern und völlig bedingungslos annehmen. Menschen unterschiedlicher Ebenen werden sich aneinander reiben und gleichschalten oder eben verabschieden. Und nein. Keine Ebene ist besser wie die andere, sondern eben einfach nur anders.

Wie macht sich so ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ebenen bemerkbar? Das ist für mich persönlich immer sehr amüsant. Ich kann es nur noch aus vergangenen Zeiten erzählen, weil ich es in der Gegenwart nicht mehr erlebe, dadurch, dass ich diese Impulse nicht mehr sende.

Ein ganz wunderbares Beispiel ist das Aufeinandertreffen im Supermarkt. Man hat sich schon ein paar Monate oder sogar Jahre nicht mehr gesehen und sendet sofort den Impuls aus: „Oh Gott die sieht ja immer noch so jung aus und ich dagegen?“ Dieses Signal bekommst du postwendend zurück. Du wirst sehr oberflächlich abgehandelt werden und die Satzformationen wie folgt werden nur so auf dich eindonnern, denn das ist genau der Impuls denn du geschickt hast.

– oh ich kann dir sagen, ich bin nur im Stress und weiß manchmal nicht mehr wo mir der Kopf steht

– ja mein Mann arbeitet sehr viel und muss das auch damit wir uns ein gutes Leben leisten können

– ja ich musste zu dem Arzt und zu dem und die letzten Jahre waren nicht einfach

– ja meine beiden Kinder gehen beide aufs Gymnasium und haben fast keine Freizeit

usw.. Ich könnte diese Liste hier unendlich fortsetzen und völlig wurscht, wen ihr wo begegnet. Es werden IMMER dieselben inhaltslosen Gespräche sein, welche NUR negativ und provokant in euren Köpfen bleiben. Denn völlig egal wie sich euer Gegenüber euch geäußert hat, ihr werdet folgende Inhalte in euren Köpfen behalten, wenn ihr euch in Phase 1 oder 2 befindet.

– man wie macht die das nur, trotz Stress so eine Figur und so eine Haut

– der geht es definitiv nicht so schlecht wie mir und ich war bei viel mehr unterschiedlichen Ärzten

– mein Mann wenn überhaupt vorhanden arbeitet auch wie wahnsinnig und nix kommt dabei rum

– meine Kinder hängen nur rum und ich wäre froh wenn sie keine Freizeit hätten, was beschwert die sich überhaupt

Spannend oder, wie einfältig, oberflächlich und an der Realität vorbei solche Konversationen und Begegnungen ablaufen? Lassen wir die unterschiedlichen Feinheiten mal außen vor.

Wann weißt du, dass du auf Ebene 3 oder in Phase 3 deines Lebens angekommen bist? Sehr einfach zu beantworten.

Wenn du absolut authentisch bist, völlig gleich ob du mit einem Professor oder einer alleinerziehenden, zuhause gebliebenen Mutter sprichst. Völlig gleichgültig welchen Stellenwert dein Gegenüber in der Gesellschaft hat und du es uneingeschränkt auf die gleiche Wertebene mir dir selbst stellst.

Dann wenn du keine Menschen mehr ver- oder beurteilst, sondern nur einzelne Handlungsstränge oder Situationen. Wenn du es kannst bestimmte Lebensweisen selbst  nicht anzunehmen ohne sie bei anderen anzuklagen.

Wenn du einen passionierten (bewussten) Fleischesser ebenso wertschätzen kannst wie einen in sein eigenes Leben verliebten Veganer. Und wenn du keine Grenzen mehr siehst, denn dieser Planet ist für uns alle hier.

NIEMAND aber auch wirklich niemand ist besser als der andere nur aufgrund von Hautfarbe, Nationalität, Religion oder Kultur. Verbrecher bleiben Verbrecher völlig gleichgültig wo sie herkommen und wo sie hingehen und es wird nicht ein einziges Verbrechen weniger geben, wenn der Mensch weiterhin in Grenzen denkt.

Du kannst fehlgeleitet denkende und fühlende Menschen nicht durch Grenzen aufhalten. Im Gegenteil. Drohung, Druck und Hass erzeugt immer Gegendruck und noch mehr Hass. Erst wenn das die Mehrheit versteht zu leben, erst dann wird unsere Erde ein kleines Stück besser werden und bis dahin kannst du nur Das eine Gute tun. Dich selbst lieben, deinen kleinen eigenen friedlichen Kosmos erschaffen, von welchem nichts negatives nach außen strömt.

Achtsamkeit wie leben?

Achte darauf was du kaufst, was du isst, was du trinkst. Es ist komplett unmöglich, dass du an Hunger oder Durst sterben wirst. Also vergiss nie, auch 200 m weiter laufen, 30. min länger kochen, 20 Euro mehr Ausgaben lassen dich nicht sterben. Das Gegenteil kann dir aber bis zu 10 Jahre weniger Lebenszeit schenken. Ein unschönes Geschenk nicht wahr? Es liegt an dir es zu öffnen.

Bewusstsein wie leben?

Sei dir bewusst was du tust, was du sagst, was du fühlst. Es ist komplett unmöglich, dass du an Einsamkeit zu Grunde gehst. Also vergiss nie, auch einmal mehr nachdenken, einmal mehr positive Gefühle und Gedanken äußern, 2 Tage länger Gutes lesen lassen dich nicht sterben. Das Gegenteil aber kann dir bis zu 10 Jahre weniger Lebenszeit schenken. Ein unschönes Geschenk nicht wahr? Es liegt an dir es zu öffnen.

Ängste und Panik sind von fremden Worten und Taten gemacht. Es ist nicht dein Gefühl, dein Denken und dein Handeln. Sobald du Angst spürst, bist du einen sehr wertvollen Schritt weiter in deinem Leben. Du bist in Phase 2. Mach dir selbst das Geschenk deines Lebens, bleib auf diesem Pfad und lerne Phase 3 kennen. Du wirst diese Ebene so sehr lieben. Du wirst ein neues Gefühl kennen lernen, was dir so viel Tiefgründiges, so viele Glücksgefühle, enorm viel Liebe,  so viel Demut und Dankbarkeit schenken wird, dass du wirklich zufrieden und glücklich leben wirst.

In diesem Sinne

Alles Liebe und bis bald Eure Sue Freund

Lebenserfolg ohne Abi und Lobby

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Karriere ohne Bildung

Aus dem Ghetto in die High Society

Erfolg ohne Abi

kennen wir nicht alle diese Geschichten und haben wir nicht alle mindestens eine Person in unserem Bekannten-, Freundes- oder sogar Familienkreis, welche diesen Traum zur Realität haben werden lassen? Und hat es nicht bei den meisten dieser Personen ziemlich steinig, schwer und kompliziert begonnen? Heute leben wir in einer Welt, in der Individualität schnell in die Schublade psychische Auffälligkeit gesteckt wird. Wie lange müsst ihr nachdenken, um diesen Jemand aus eurem Erinnerungsschrank zu holen, welcher es auf einem sagen wir mal, besonderen Weg zu Wohlstand und Ansehen gebracht hat. Ziemlich lange, oder? Aber es gibt sie, diese Menschen ohne Abitur, manchmal sogar mit „nur“ einem qualifizierten Hauptschulabschluss. Was diese Menschen besitzen kann man mit Erbschein, Abschluss und disziplinierten Elternhaus nicht erreichen.

Sie besitzen Individualität, sie haben etwas Einzigartiges, sie haben Talent, und das aller aller Wichtigste, sie haben einen Traum, und ein Ziel in ihrem Leben, auf welches sie ihren ganzen Fokus setzen. Sie lassen sich nicht beirren von äußerlichen Einflüssen, lassen sich nicht entmutigen von Rückschlägen.

Ich bin sehr dankbar dafür gleich mehrere solcher Karrierebeispiele in meinem Umfeld zu haben. Und wenn ich sage Erfolg, Karriere, und High Society, spreche ich nicht von den klassischen Bedeutungen, welche diese Wörter in unserer Gesellschaft inne haben. Erfolgreich sind auch viele Menschen, welche es mit Bravour meistern ihre Kinder allein groß zu ziehen, Karriere machen auch Menschen, welche ihre Familie so managen, dass aus ihren Kindern fantastische, glückliche und fröhliche Erwachsene werden. Und High Society beschreibt die Umgebung, welche demjenigen gut tut  und ihm etwas zurück gibt. Das kann durchaus auch ein einfacher Bauernhof, eine Mietswohnung oder eine WG sein. Man kann aus jeder Dachkammer etwas Wunderbares zaubern.  Also sozusagen ein gesunder und ehrlicher Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis.

Reiche Menschen sind nicht folglich glücklich. Das ist ein Fakt. Und Personen mit einem gut gefülltem Bankkonto sind auch nicht immer gesund. Das eine schließt das andere aber niemals aus.

Meinen Beobachtungen der letzten Jahre zu Folge, musste ich feststellen, dass Kinder der sogenannten „upper class“ oft anfälliger, empfindsamer und verletzbarer als die Nachkommen der gewöhnlichen mittleren und unteren Gesellschaftsschicht sind. Sie benötigen oft mehr Unterstützung hin zu ihrem eigenen Denken und Fühlen. Ich habe das Privileg sehr viele unterschiedlichste Menschen kennen lernen zu dürfen. Und jeder Einzelne, welchen ich auf meiner Lebensreise begegne, ist wunderbar auf seine ganz eigene Art und Weise. 

Ich möchte heute von einem Freund aus Kindertagen, und einer lieben Bekannten erzählen. Warum? Weil euch lieben Lesern Mut, Power, Glaube an euch selbst und eure Träume schenken möchte. Egal was ihr euch auch wünscht, was eure Träume sind, wenn ihr diese  mit eurer Person in Einklang bringt, könnt ihr alles schaffen. Je höher jedoch euer Ziel, desto stärker euer Ehrgeiz.

Und keine Angst, all die starken Mädels und Männer da draußen, welche mit enormer Energie und ganz viel Liebe in Eigenregie Kinder großziehen. Ganze Großhaushalte managen, und oft nur durch ehrenamtliche Tätigkeiten ein Stück des Gesellschaftskuchens genießen. Ihr seid einfach nur wunderbar und habt etwas absolut Einzigartiges geschaffen. Ich kann nur jeden Einzelnen das Ehrenamt empfehlen. Ehrenamt kann ein Leben erfüllen, Kraft schenken und auch sehr glücklich machen.

Bei der ersten Person handelt es sich um einen Mann, mit welchem ich aufgewachsen bin. Wir wohnten in der gleichen Straße, ja sogar im selben Häuserblock. Er ging den damals durchaus üblichen Schulbildungsweg. 6 Jahre Volksschule, und dann 3 Jahre Hauptschule mit qualifizierten Abschluss. Danach trat er in die Fußstapfen seines Vaters. Er machte eine 3-jährige Ausbildung zum Gas-, Wasserinstallateur. Seine Mutter war ihr Leben lang Haus- /Ehefrau und Mutter von insgesamt 4 Kindern.
Da ihn der erlernte Beruf nicht erfüllte, streckte er seine Fühler nach anderen Berufszweigen aus. In den Mittzwanzigern ist man viel unterwegs und lernt auch viele Leute mit verschiedensten Träumen, Kontakten und Berufen kennen. So machte er damals die Bekanntschaft mit einem türkischen Geschäftsmann, welcher Männer- u. Damenmode vertrieb. Zu Anfangs verkaufte er aus dem Kofferraum seines ersten Autos heraus, um sich wenig später mit einem Partner und einer kleinen Boutique das erste Mal selbständig zu machen. Anfangs lebte er von der Hand in den Mund. Vom Klamottenverkauf schlitterte er geradewegs durch wiederum neue Bekanntschaften in die Immobilien- u. Finanzwelt. Dort erlebte er die ersten Jahre viele Höhen und Tiefen. Er verdiente viel, investierte mehr, verlor auch fast alles. Aber er gab nie auf. Er hatte seine Passion gefunden. Heute ist er Vorstandsvorsitzender einer weltweit operierenden Investment Aktiengesellschaft in München, stolzer Besitzer mehrerer Eigentumswohnungen und einer Finca auf Mallorca. Es geht mir hierbei nicht darum, welches Kapital er über die Jahre erarbeitet hat, sondern darum, dass alles im Leben möglich ist, wenn man nur will.

Bei der zweiten Person handelt es sich um eine Frau, welche ich kennen lernen durfte, als ich in einer großen Firma in Bayreuth arbeitete. Diese Firma stellte Autoteile her, und sie war damals in der Produktion als Schicht- und Akkordarbeiterin angestellt. Als die Firma ihren Sitz in Bayreuth schloss, um in den Süden Bayerns umzuziehen, verlor auch sie wie viele andere ihre Arbeitsstelle. Sie entschloss sich für eine Lehre zur Krankenschwester, und 3 Jahre später machte sie ihr Staatsexamen. Danach bildete sie sich fort, und machte sich vor ca. 15 Jahren mit einem ambulanten Pflegedienst selbständig. Heute beschäftigt sie mehr als 20 Pflegekräfte, Tendenz steigend, und konnte sich bereits vor 10 Jahren ein Eigenheim ohne Kreditaufnahme leisten. Auch bei ihr gab es natürlich zu Anfangs der Karriere nicht nur Höhen, sondern auch tiefe Täler zu durchwandern. Aber alles in allem gab auch sie niemals auf, und hielt eisern an ihrem Traum fest.

Beide Personen aus meiner Erzählung stammen aber keineswegs aus reichen Familien, oder geordneten Familienverhältnissen, so dass sie ein gewisses Maß an Stabilität und Ehrgeiz mit auf den Weg bekamen. Das Leben, was sie beide nun führen, haben sie einzig und allein sich selbst zu verdanken. Denn nur durch die Kraft, den Willen, und diese enorme Passion ein Ziel zu erreichen, haben sie ihren Traum erfüllen können.

Selbstverständlich ist es auch eine sehr wertvolle Art von Selbstverwirklichung, wenn man eine gute Mutter, Haus- und Ehefrau ist, ebenso kann man auch seinen Lebenstraum erfüllen, indem man z.B. in einer Kommune auf dem Land in einfachsten Verhältnissen glücklich lebt. Besonders wichtig ist, dass man sich selbst findet, und so lieben lernt wie man ist.
Egal ob man nun studiert, seinen Sport oder Hobby zum Beruf macht, oder eben sein Privatleben ausgestaltet, wo der Beruf dann nur eine Nebenrolle spielt. Die Gesellschaft da draußen ist momentan hart, sehr genormt und immer öfter stigmatisierend, und genau jetzt ist es umso wertvoller, das rote Männlein zu sein, das in der Masse auffällt, weil es sich mit sich selbst wohl fühlt und nicht eingereiht den Lemmingen folgt.

So leben viele aus Angst aus der Reihe zu tanzen an ihrer eigenen Erfüllung vorbei. Aber eben genau das ist es, was jeden Einzelnen von uns ausmacht. 
Durch meine berufliche Erfahrung nach meinem Fernstudium Psychologie/Psychotherapie  durfte ich immer wieder aufs Neue feststellen, wie erfüllend es sein kann, Menschen mental zu unterstützen, sie in Krisen zu begleiten, und sie aus ihren Gedankenknoten zu befreien. 

Uns wurden während unserer Kindheit und Jugend viele Glaubenssätze eingeprägt. Diese blockieren uns oft den Zugang zu unserer eigenen Gefühls- und Gedankenfreiheit. Unser Mütter und Väter waren regelrecht fanatisiert uns immer wieder zu verinnerlichen, wie wichtig es doch sei, sich der Gesellschaft anzupassen(bitte nur nicht auffallen), den Nachbar immer schön freundlich zu grüßen, egal wie fies und gemein dieser auch ist. Begonnenes durchzuhalten, egal wie unpassend und belastend es sich auch anfühlte.

Viele Menschen sind der Meinung, dass es im Widerspruch stehen würde: Auf der einen Seite sollte man an seinem Traum festhalten, und auf der anderen Seite sollte man frei und gelöst denken. Genau diese beiden Seiten sind absolut vereinbar. Denn viele halten schlichtweg am falschen Traum fest, oder quälen sich durch Situationen, welche völlig unnötig sind. Es ist ein ziemlich einfaches Schema zu erkennen, ob es richtig oder falsch ist an etwas festzuhalten oder loszulassen. Man muss sich nur die Frage stellen, was mit einem selbst passiert, wenn man den Weg, welchen man gerade beschreitet verlassen würde. Denkt man dabei daran, wie andere darauf reagieren, oder macht es etwas mit einem selbst. Viele Menschen, mit welchen ich im Gespräch war, erklärten mir kurze Zeit später nach ein paar Treffen/Gesprächen: „Ich dachte immer das ist das Beste für mich, dabei war es nur das Richtige für meine Familie, meine Freunde, meine Kollegen etc. Einige meiner Gesprächspartner wagen sich zuerst einmal nicht ihren wahren Traum zu äußern, einzig und allein aus der Angst heraus be- oder verurteilt zu werden, oder da dieser nicht der Norm entspricht.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass aber gerade das Abnorme das Alltägliche ist, denn wäre dem nicht so hätten wir z.B. eine Welt voll mit Ärzten und keinerlei anderen Berufen was wiederum völlig unmöglich wäre. Die Individualität jedes Einzelnen ist diese einmalige Symbiose, welche unser Mensch sein so lebenswert macht.

Also habt den Mut euch selbst zu erforschen, und seid dankbar und stolz, wenn ihr etwas feststellt, was auf den ersten Blick nicht dem „Ottonormalverbraucher“ entspricht.

Euch eine gute Zeit 

Eure Sue Freund

Schuldfrage

Thema „Schuldfrage“

Gibt es eigentlich spannendere Mythen als all jene, welche sich um das Thema Schuld ranken. Ja ich denke schon, aber trotzallem möchte ich mich heute diesem Kontext widmen. 

Ich bin rein mathematisch nicht dazu in der Lage zusammen zu fassen, wie oft wir in unserem Leben mit dem Wort Schuld viele weitaus wertvollere Wörter ersetzen. Einfach aus Nichtwissen, aus dem Unbewussten heraus, oder rein aus Oberflächlichkeit. Zu schnell beschießen wir unser Gegenüber, und in den Selbstfindungsphasen auch uns selbst mit dem Ausdruck Schuld.

„Es ist ganz allein deine Schuld, dass das jetzt passiert.“;

 „Ja, ja ich weiß ich bin wieder Schuld wie immer. War ja klar.“;

„Denkst du etwa, es war meine Schuld, dass unser Sohn/Tochter/Vater/Mutter etc. so handelt?“;

 Ich bin auf keinen Fall Schuld an dieser Situation, das sag ich dir!“

………….

Gehen wir folgendermaßen vor und nehmen diese Sätze um sie nur leicht abzuändern.

Für          „ES IST GANZ ALLEIN DEINE SCHULD, DASS DAS JETZT PASSIERT.“

Warum das jetzt passiert; Darüber sollten wir uns baldmöglichst Gedanken machen, um der Ursache auf den Grund gehen zu können.

Und so wird plötzlich aus einem frontalen Angriff ein offene Bitte um Klärung einer schwierigen Situation. Wohlgemerkt bezüglich der Situation und nicht die Person an sich sollte abgehandelt werden.

Sehr beliebt und ziemlich weit oben steht aber auch der Satz:

“ JA, JA ICH WEIß, ICH BIN WIEDER SCHULD, WIE IMMER. WAR JA KLAR“.

Woher rührt dieser Ausspruch, und warum wird er so oft benutzt? Wie fühlt man sich als Gegenüber, wenn man nicht der Aussprechende ist?

Hört bezüglich dieses Satzes mal kurz in euch hinein. Dies funktioniert einfacher, wenn ihr euch eure Tochter/Sohn/Partner etc. dabei vorzustellt, wenn die/derjenige diesen Satz gerade ausspricht.

Nach Ausspruch dieses Satzes fühlt man sich oft machtlos und in seinem Redefluss gehemmt, weil es sich anfühlt, als wenn derjenige vorgreift und man etwas, was man eigentlich noch sagen wollte, zu blockieren.

Alle Menschen, welche sich mit einer Situation, einer Person konfrontiert fühlen, stellten bereits in jungen Jahren fest, dass, wenn sie diesen Satz aussprechen, sie eine mit der Sekunde weit bessere Ausgangssituation für das Gespräch innehaben. 

Nur eine geschulte Pädagogin, ein sich mit dem Thema befassender Psychologe oder wenige andere Personen werden unbeirrt ihre Ansprache weiterführen.

Der Großteil der Menschen kommt jedoch vom Thema ab, um seinem Gegenüber zu erklären, dass er dies doch so nicht gemeint hätte, und die Frage stellen, wer den von Schuld gesprochen hätte. Es spreche doch keiner von Schuld, und um das Thema Schuld gehe es doch gar nicht.

Und schwupp ohne es zu merken setzt sich die Person so sehr mit dem Thema „Schuld“ auseinander, dass die eigentliche Thematik, um welche es ursprünglich ging, oft unter den Tisch fällt, oder nicht mehr sachlich, sowie ohne große Emotionen besprochen werden kann.

So viel Macht steckt in einzelnen Wörtern unserer Sprache. Mit nur einem Wort ist es möglich ganze Unterhaltungen im Keim zu ersticken, wenn man nicht gewillt ist diese weiterhin zu führen.

Ein guter Trick um mit solchen Situationen und der damit aufkommenden Schulfrage umzugehen -da sind wir im Medienzeitalter ja klar im Vorteil- ist folgender:

wenn euch etwas heikles am Herzen liegt, welches euch aber als so wichtig erscheint, dass ihr es gerne mit der betreffenden Person besprochen hättet, so teilt es demjenigen höflich und gut verständlich formuliert per email, SMS, etc. vorab mit. So haben beide Gesprächspartner Zeit eventuell hochkommende Emotionen zu filtern und diese zumindest etwas einzudämmen, bevor es zu einem persönlichen Gespräch kommt.

Wer Lust hat kann gerne mal diese kleine Aufgabe ausführen. Geht mal eine Woche lang mit einem Stift und einem Zettel durchs Leben, und jedes Mal, wenn ihr selbst, oder jemand in eurem Umkreis (incl. TV, Radio, Zeitung) von Schuld spricht, oder nur das Wort erwähnt, macht einen Strich oder ein Kreuz oder Kringel oder was auch immer. Überlegt dabei, ob es zu diesem Zeitpunkt auch eine andere Wortwahl möglich gewesen wäre, welches „SCHULD“ ersetzen hätte können.

Wenn wir in der Reifephase unseres Lebens (zwischen 30 u. 50) damit beginnen uns, unsere Gefühle, unser Denken und unser Handeln zu erkunden, werden wir feststellen, dass wir eigentlich fast komplett ohne dieses Wort und dessen Bedeutung klar kommen könnten. Ob wir das wollen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber schon allein das Bewusstsein, dass wir es reduzieren könnten, und damit weitaus friedlicher, glücklich und ballastfreier leben würden, ist schon sehr viel wert.

Natürlich gibt es nicht immer und zu 1000% einen Ersatz für das Wort Schuld, darum geht es auch gar nicht, etwas grundsätzlich in Frage zu stellen. Es geht um unseren Alltag, um unsere Denk, Gefühls- und Handlungsweise unseren Mitmenschen gegenüber.

Meist sind es Personen aus unserem nahen Umfeld, welche uns gut gesinnt sind. Oft auch sehr eng verbundene, von uns geliebte und uns ebenfalls liebende Menschen. Und dennoch handeln wir oft das Thema Schuld mehr ab, als den eigentlichen Grund der Debatte.

Durch bewusstes Denken und Handeln lässt es sich sehr einschränken und wir schenken so positiven und wertvolleren Wörten und Sätzen mehr Raum.

In diesem Sinne euch allen einen wunderschönen Tag.

Rückevolution der Menschlichkeit

Auffallen oder Anpassen, das ist hier die Frage

Wie ist die Welt, in der wir leben, gestrickt?

Können wir situationsbezogen handeln und sprechen, oder stigmatisieren wir uns damit selbst bis in alle Ewigkeit?

Hören wir doch jetzt mal kurz in uns hinein, und holen wir uns z.B. den Lehrer unseres Sohnes oder unserer Tochter ins Gedächtnis. Falls ihr keine Kinder habt, nehmt einen Kollegen oder einen Lehrer aus eurer Schulzeit. Nehmt euch einen Stift und schreibt diesen Namen sicherheitshalber auf, nur um euch nicht selbst zu veräppeln.

Was kommt euch spontan in Bezug zu dieser Person als erstes in den Sinn?

Schreibt es in kurzen Stichpunkten zum Namen.
Jetzt gehen wir weiter zu einem Familienmitglied von euch. Wer fällt euch als erstes ein? Schreibt den Namen auf das Papier und wiederum, was euch spontan zu dieser Person in den Kopf schießt.
Lest das Geschriebene kurz, und legt es wieder beiseite.

Dieses Spiel könnt ihr nur einmal spielen, denn wenn ihr es wiederholt, werdet ihr bereits beginnen euch selbst zu manipulieren.

 Und jetzt werdet ihr sehen, wie ihr andere Menschen um euch be-, und/oder verurteilt, oder ob ihr vielleicht doch eine unvoreingenommene Person seid. Habt ihr den Lehrer aufs Papier gebracht, welcher euch in guter Erinnerung ist, und habt ihr etwas Positives bezüglich dieser Person geschrieben? Dasselbe mit dem Familienmitglied?

Fallen beide Tests positiv aus, so beurteilt ihr Personen situationsbezogen und nicht grundsätzlich. Ein sturer Bock kann nämlich durchaus in bestimmten Situationen ein wunderbarer, liebenswerter und höflicher Mensch sein.

Fällt der erste Test positiv aus, und der zweite negativ, orientiert ihr euch mehr nach eurer Außenwelt als nach eurer Familie. Umgekehrt, seid ihr mehr auf eure Familie fixiert als auf Bekannte, Kollegen etc.

Fallen beide Tests negativ aus, rührt das daher, dass ihr euch als Person und somit eure Verhaltensweisen schon zu sehr an diese Stigmatisierungsgesellschaft angepasst habt.

Wie sollt ihr das verstehen?

In unserer Welt urteilen wir nur noch selten situationsbezogen, sondern wir neigen dazu meist die gesamte Person an sich zu bewerten.

Stellt euch folgende Situation vor:

Euer Kind kommt in eine neue Klasse, und wie üblich stellt ihr ihm mittags direkt nach Ankunft zu Hause die Frage, wie es denn in der Schule gewesen sei. Das Kind erzählt meist sehr oberflächlich, und nur ab und an etwas genauer. Nämlich genau dann, wenn es ein Ereignis gab, welches ihm in negativer Erinnerung (positive Ereignisse schaffen es im Gedächtnis oft nicht, bis die Kinder nach Hause kommen, weil wissenschaftlichen Errechnungen zugrunde während eines Tages weitaus mehr positive als negative Ereignisse stattfinden) blieb.

Nun folgt etwas sehr Spannendes:
für gewöhnlich nehmen wir dieses Ereignis natürlich auch negativ wahr, und pflanzen es genau mit dieser Empfindung in unser Gehirn und somit in unsere Erinnerung.

Wenn wir nun eines Tages dieser Person begegnen, oder mit anderen Eltern über sie sprechen, -völlig unabhängig davon wie viele positive Ereignisse diesem einen negativen gefolgt sind-, werden wir viel zu leicht dazu neigen, sie auf Grund des zuerst Erlebten zu stigmatisieren.

Dies muss nicht sein, wenn wir nur eine Mikrokleinigkeit in unserem Denken und Fühlen verändern, nämlich unser Bewusstsein.

Wir sollten uns zu jedem Zeitpunkt, in welchem wir Kontakt zu Mitmenschen haben, bewusst darüber werden, dass all diese Weggefährten eins zu eins dasselbe „up and down“ Dasein führen wie wir selbst. Niemand schreitet geradewegs und ohne jegliche Gemütsschwankungen durchs Leben.

All diese einzigartigen Lebewesen, welche über die Zeit euren Weg kreuzen, begegnen euch nicht ohne Grund. Sie sind da, um euch dabei zu unterstützen, euch selbst näher zu kommen, sowie mehr an euch selbst zu glauben. Sobald ihr das schafft, werdet ihr feststellen, dass euch nahezu niemand und nichts mehr tief verletzen kann. Schlichtweg, weil ihr selbst es nicht zulasst.

Diese kleine Einführung soll dem Leser meines Blogs ein kleiner Leitfaden sein, wenn ich auf meiner Reise sehr oft von all den negativen Emotionen und Begegnungen spreche, welche über viele, viele lange Jahre und natürlich ab und zu auch heute noch mein Leben tangieren. Im Hier und Jetzt kann ich sie filtern und zuordnen, und somit erheblich eindämmen und kontrollieren. Nach wie vor nicht immer aber zunehmend öfter.

Liebe Weggefährten da draußen, ihr, denen ich Zeit meines Daseins bis jetzt begegnet bin und noch begegnen werde. Hier werde ich niemanden anprangern oder stigmatisieren. Ganz im Gegenteil: War doch jede einzelne Begegnung, Bekanntschaft und auch Freundschaft unheimlich wichtig auf meinem Pfad zu mir selbst und zu meiner inneren Ruhe.

Bei dem Test, welchen ich hier anbiete, kann man feststellen, ob man wie automatisiert agiert, oder ob man noch eigenständig denkt, fühlt und handelt. Ich hatte diese kleine Übung in den letzten Jahren mit vielen meiner Klienten gemacht und es kamen erstaunliche Ergebnisse dabei raus. Teilweise waren Personen so erstaunt über ihr eigenes Denken und Handeln, dass sie bereits nach dieser kleinen Übung begannen umzudenken.

Eigenen negativen Worte selbst zu lesen, lässt viele aufwachen. Vor allem bei den Babyboomern war zu beobachten, dass Mutter oder Vater jener oft nicht sonderlich positiv abschnitten.

Wir lesen uns.

Eure

Sue Freund