Service Wüste

Service-Wüste

Dieser Ausdruck Service Wüste sollte vielen Konsumenten in unseren Breitengrad ein Begriff sein. Da es mir fernliegt mein Land, in dem ich geboren, aufgewachsen und in die Jahre gekommen bin, mit anderen Ländern zu vergleichen, beschränke ich mich auf die Erlebnisse und Erfahrungen, welche ich hierzulande erleben durfte.

Vorweg möchte ich in meinen heutigen Zeilen allen Dienstleistern, Verkäufern und Berufstätigen im Sektor Gesundheit, welche mit Menschen in Kontakt treten, meine Anerkennung für ihre Berufe aussprechen. Es ist überhaupt nicht von der Hand zu weisen, was für eine Leistung täglich von vielen Berufstätigen in diesen Sparten abgerufen wird. Ich würde mir wünschen, dass der Konsument einen freundlichen und kompetenten Service, nette Kassierer/-innen und professionell auftretende Fachkräfte viel öfter mit netten Worten würdigt. Umso mehr bewusste Anerkennung der Dienstleister erfährt, umso mehr Motivation legt er/sie in seine/ihre Profession.

Gleichzeitig möchte ich aber auch betonen, dass ich überhaupt kein Mitleid mit Menschen pflege, welche ihren Beruf, oder ihre Stellung nutzen, um sich immer wieder selbst zu bestätigen, oder zu beweihräuchern, dass man doch nur allzu dankbar sein müsste überhaupt von ihnen behandelt oder bedient zu werden. Dies aber bereits vorab, bevor überhaupt eine Leistung erbracht wurde.

Ich habe überhaupt kein Verständnis für diese Ignoranz, diese Arroganz und diese Unfreundlichkeit, von Personen an den Tag gelegt, welche in Fachgeschäften tätig sind, wo das Arbeitspensum nicht dem eines im Steinbruch Schuftenden gleicht. Oft liest man, dass es wichtig wäre im Fachgeschäft zu kaufen und nicht bei Onlinehändlern, damit diese erhalten blieben. Wer mich kennt weiß, dass ich einer jener Kunden bin, welche sehr bewusst konsumiert und IMMER sehr freundlich als Kunde Geschäfte betritt. Oft habe ich aber auch schon eine Kehrtwendung gemacht und ebenso schnell dieses wieder verlassen.

Wir alle kommunizieren täglich miteinander, entweder persönlich, oder via Medien verschiedenster Art.

Wie oft passiert es uns, dass wir etwas erwerben möchten, gemütlich Essen gehen wollen, oder beabsichtigen uns verschönern zu lassen. Viele unter uns müssen sich z.B. einmal monatlich richtig gut essen gehen vom Mund absparen, und mit wie vielen Raten stottern manche ihr neu erworbenes TV-Gerät ab. Ganz zu schweigen davon, wie lange manche Frauen überlegen, und zedern, bevor sie sich eine Kosmetikbehandlung, den Friseur, oder eine Fuß- bzw. Nagelpflege gönnen. Es ist Faktum nicht selbstverständlich, dass dies eine jede Person mal kurz aus der Portokasse löhnt.

In unseren Breitengraden ist es mehr als üblich den Empfehlungen von Freunden, Verwandten oder Bekannten zu folgen. Die eher skeptischen Franken z. B. vermuten hinter zu viel Werbung oder High Class Reklametafeln/-säulen eher Blender und Betrüger. So wird bevorzugt den Erzählungen derer vertraut, welche das besagte Etablissement bereits getestet hatten. Ich kann wirklich nur jeden Geschäftsmann/-frau raten sich richtig warm anzuziehen, wenn er im oberfränkischen Bayreuth auf Dauer etwas bewegen will. Werbung machen heißt nicht zeitgleich Kunden gewinnen. Oft ist hier bei uns Mund zu Mund Propaganda ausschlaggebend.

Ich habe schon in anderen Ländern und Städten gelebt, und weiß zu berichten, dass es andernorts nicht immer gleich vernichtend für ein Business ist, wenn mal das ein oder andere Detail in den ersten Monaten nach Neueröffnung etwas hinkt.

Hierzulande darfst du dir zu Beginn keinerlei Fehler erlauben. Den sehr oft beobachteten Anfängerfehler, denn viele Geschäftsleute (sie sind viel zu transparent, und wollen, naiv und euphorisch wie sie sind, nahe am Kunden sein) hier machen, ist ihre Geschäftsgebaren, ihre Firmeninterna und ihre personellen Entscheidungen und Probleme öffentlich zu gestalten.

Kein Dienstleister, kein Geschäftsbetreiber, kein Inhaber oder Pächter einer Firma ist irgendjemanden außerhalb seines Angestelltenstabs Rechenschaft über seine Geschäfte, Strukturen und Finanzen schuldig. Natürlich ist es vor allem in der harten Geschäftswelt wichtig, einen Vertrauten zu haben, mit welchem man das ein oder andere Geschäftliche besprechen kann. Es sollte sich aber um eine nahestehende Person handeln, oder um einen Fachmann, welchen man zur Rate zieht. All diese vielleicht für manchen Großunternehmer Selbstverständlichkeiten sind oft der Genickbruch für den Kleinunternehmer oder Familienbetrieb.

Allein ich als absoluter Durchschnittskonsument und Gast könnte schon ganze Bücher füllen mit Geschichten rund um die Geschäftswelt in und um Bayreuth.

Kommen wir zum Hauptthema meines heutigen Blogs:

Service Wüste Gobi, Sahara wäre zu niedlich betitelt, was den Service und die Freundlichkeit einiger Dienstleister betrifft.

Leider fehlt mir der Blick hinter die Kulissen, um zu wissen, wie Angestellte in manchen Firmen gecastet und geschult werden. Auf den Kunden wirkt es zumindest oft, als ob der Angestellte keinerlei Respekt gegenüber seines/ihres Chefs hegt oder schlichtweg nicht die geringste Motivation für diesen Job aufbringen kann. Da ich den Vergleichen nach wie vor fern bleiben möchte, benenne ich es mit den Worten. Es funktioniert definitiv auch anders. Es ist das Prinzip des Gewinns und des Erfolgs.

Ich schenke hierfür ein sehr einfaches Beispiel:

nehmen wir z.B. ein kleines Teefachgeschäft in einer kleinen beschaulichen Stadt an einem durchschnittlichen Dienstag. Ich würde mal die Zahl der Laufkundschaft auf 80 Kunden in 8 Stunden aufteilen. Das sin 10 Kunden in einer Stunde. Natürlich kommen manchmal alle auf einmal und nicht brav ordentlich der Reihe nach. Solche Situationen kann man aber mit nur wenigen netten Worten und einem Lächeln sehr gut meistern. 80 sehr zufriedene Kunden täglich, welche auf Grund der freundlichen Bedienung das ein oder andere Teil zusätzlich konsumieren, machen alle 3 Seiten glücklich. Und genau hier stellt sich mir die Frage: „Warum werde ich oft nicht einmal eines Blickes gewürdigt, wenn ich einen völlig leeren Laden betrete?“

Sicherlich schwirren jetzt Gedanken durch des Lesers Kopf in Form von: „Man kann ja nicht immer gute Laune haben.“ Professionalität im Beruf, Kundenfreundlichkeit und ein höfliches Lächeln dürfen nicht im geringsten mit der Laune des Angestellten in Berührung kommen und dennoch ist dies die am meisten genutzte Begründung für Unfreundlichkeit am Arbeitsplatz.

Dieser schlechte Laune Zustand ist selbstverständlich nicht in jedem Geschäft akut, und hier bei uns in Oberfranken ist ein zu breites Lächeln auch nicht immer von Vorteil, da sonst von den Alteingesessenen der Einwand kommt, dass man den Laden meiden würde, weil man sich von der Verkäuferin/ dem Verkäufer belästigt fühlt und das Gefühl nicht loswird, sie/er wohle einem was unnützes andrehen. Ich sehe es eher nach dem Prinzip.

Der Kunde signalisiert, der Angestellte reagiert.

So ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wenn ich mit einem sehr freundlichen Lächeln und einem netten Guten Tag oder Hallo ein Geschäft betrete, mit Gleichem als Antwort rechnen kann.

Selbstverständlich gibt es auch in unserem Gefilde hier die Kundenfraktion „Ungeduld“. Gnade Gott den Angestellten. Diese Sorte Mensch aber erkennen zu können, sollte in einer guten Ausbildung zum Kaufmann/-frau durchaus beinhaltet sein.

Nun mögen sich  bestimmt viele Leser, welche in besagten Berufen tätig sind, denken, dass es eh völlig egal ist, wie man auf den Kunden zugeht, da es nur selten richtig zu sein scheint. Dem Gedankengut kann ich leider nicht beipflichten, da es durchaus einen golden Mittelweg gibt. So sollte man den Kunden freundlich begrüßen oder empfangen, ihm signalisieren, dass wenn er Beratung möchte, man gerne behilflich ist, und sich dann dezent zurück ziehen. Ich lebe in der Überzeugung, dass man sich mit diesem Grundsatz immer in eine angenehme Ausgangsposition begibt.

Die Realität ist jedoch leider viel zu oft eine andere.

Wie sollten wir damit umgehen, und vor allem wie können wir Abhilfe schaffen, die Wüste in eine Oase verwandeln und dabei selbst noch etwas lernen?

In allererster Linie ist es wichtig als Kunde selbst höflich und sachlich zu bleiben und seine Unzufriedenheit dadurch zu äußern, indem man um etwas mehr Freundlichkeit bittet. Man möchte ja eine Dienstleistung oder etwas erwerben und nicht den Laden ausrauben. Sollte man merken, dass die eigene Freundlichkeit nichts bewirkt, ist es manchmal nicht unangebracht der Person den Tipp zu geben, mal kurz Pause zu machen um tief durch zu atmen.

Man würde warten, bis sie/er wieder zurück käme.

Warum kommt eine Veränderung zu mehr Service, mehr Sauberkeit und Kundenorientiertheit für viele Geschäfte oft zu spät?

  1. Weil wir als Kundenklientel oft unverzeihbar handeln und dieses Geschäft mit dem Makel so stehen lassen, um weiterhin Gesprächsstoff für den nächsten Plausch mit der Nachbarin zu haben.

Was wäre wenn der mit Beschwerden bedeckte Supermarkt um die Ecke plötzlich ein tolles Personal hätte,

die Ware immer ordentlich aufgefüllt,

Obst, Gemüse und Fleisch super frisch in der Auslage strahlen?

Würden wir dann wirklich wieder dort konsumieren.

Ich hatte ein paar Leute aus meiner Stadt befragt, und viele haben (Stigmatisierung, ein von mir in einem anderen Blog behandeltes Thema) gaben mir zur Antwort, dass sie dem neuen Image nicht vertrauen würden, und dass ein Laden mit Makeln in der Vergangenheit immer einen Makel behalten würde.

Von 30 befragten Personen haben nur 7 geäußert, dass sie das erfreuen würde, und sie wieder dort einkaufen würden.

10 Personen war es egal, ob es besser wäre, denn sie würden eh mal hier und mal dort einkaufen, und ganze 13 Personen lehnten den Laden für alle Zeiten ab.

Oft fehlende Strukturen ziehen sich durch bis zur Reinigungskraft des Betriebs. Selbst eine Minijob-Angestellte benötigt System und Struktur, sowie klare Anweisungen um ihre Arbeit gewissenhaft und zuverlässig ausführen zu können.

3 Beispiele für fehlende Strukturen, mangelnde Konversation und Unsicherheit auf Konsumenten wie auf Dienstleisterseite, welche zu negativen Bewertungen und  harten Geschäftszeiten führen können:

Nehmen wir mal ein Restaurant mit  100 Plätzen; deutsche Küche; 1 Koch, 3-4 Aushilfen, + Chefin u. Chef;

dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob gelernt, oder Quereinsteiger. Wer etwas von seinem Fach versteht, in welchem er sich bewegt, sein ganzes Herz hineinlegt, wird das auch nach außen übertragen.

Oft strahlen Kellner, Wirt und Koch aber Unsicherheit in Form von Patzigkeit aus, und das manchmal sogar über Jahre hinweg. Dies wirkt sich dann dem Gast gegenüber mehr als negativ aus. Man wird dreist, unhöflich und kurz angebunden bedient, trotz vieler leerer Tische.

In diesem Fall spielten die Chefin und ihr Mann die Hauptrolle: Das Restaurant läuft einfach nicht mehr so gut, und man fragte sich warum. Anstatt die vielen Chancen zu nutzen, welche sich heutzutage einem solchen Betrieb bieten, verfällt man in Lethargie und Unlust. Man lässt meist die Sauberkeit schleifen, obwohl man ja gerade dann die Zeit hätte, sehr sauber zu sein. Der Koch kocht lustlos, und das schmeckt der Gast, die Kellnerin übernimmt die Laune der Chefin, usw.

Und jetzt kommen der Gast ins Spiel:

Was tut er meist? Das komplett Falsche. Er bestellt ein Gericht, ist bereits zu diesem Zeitpunkt etwas angespannt, weil die Kellnerin ihre Unlust zu Tage trägt, isst das Bestellte, obwohl es in so einem Fall meist überhaupt nicht schmeckt, mit der Begründung man hätte Riesenhunger gehabt, bezahlt, gibt Trinkgeld, antwortet mit Ja auf die Frage, ob es denn geschmeckt hätte, und verlässt meist schlecht gelaunt das Lokal. Gebracht hat dieser Besuch niemanden etwas, weder dem Gast noch der Lokation. Warum nicht die Angestellten oder Wirtin darauf aufmerksam machen, was einem nicht gefällt? Verstärkt hinzu kommt nun mehr im Zeitalter der digitalen Kommunikation, dass dieser Typ Gast dann eine völlig vernichtende Kritik auf Bewertungsportalen hinterlässt. Zu Recht? Ich bin der Meinung, dass man dies wirklich erst dann tun sollte, wenn nach einem Besuch, wo man die entdeckten Makel angesprochen hatte, keinerlei Einsicht oder Besserung eintritt.

Beim zweiten Beispiel befinden wir uns in einer Arztpraxis:

Der Patient erscheint zum vereinbarten Termin um 10 Uhr 30. Und seit jeher ist uns bewusst, dass dies nicht heißt, dass wir auch um 10 Uhr 30 das Zimmer des Doktors betreten werden. Und was tun man? Man hat nicht etwa das aktuelles Buch mit, um ein paar weitere Seiten entspannt zu lesen, oder die News im Handy zu verfolgen, eben zu leben.

Nein man sitzt im Wartezimmer, blättert in Windeseile die gesamte abgegriffene, schon in die Jahre gekommene Lesezirkelsammlung durch. Aus Verzweiflung weil man auch dann noch nicht aufgerufen wurde, liest man als nächstes die Broschüre über Harnwegsinfektionen und ihre Folgen. Was einem mit einer akuten Bronchitis noch beschissener fühlen lässt, da man in Gedanken schon die Behandlungsqualen durchgeht, welche einem ereilen würde, wenn diese Krankheit auftreten würde.

Langsam ermüden die Augen vom vielen durchblättern und angestrengtem Lesen von Themen, welche alles andere als erheiternd sind. Und nach qualvollen gefühlten 5 Stunden Warten wird man ins Sprechzimmer gerufen, wo man weitere 3 gefühlte Stunden halbnackt auf der Behandlungsliege ausharrt. Diese Verweilen bringt spannende Gedanken mit sich. Da überlegt man schon mal kurz, ob man sich den erste Hilfe Vorrat an Kanülen, Spritzen, Kompressen für zu Hause ein klein wenig illegal aufstocken könnte. Letztendlich kommt man zu dem Entschluss es nicht zu tun. Saubermannimage gerade noch mal gerettet.

Und dann kommt er endlich, der Gott in Weiß. Er bittet darum zu erzählen, wie es einem denn ginge, und man versucht genauestens zu erklären wie fürchterlich schlimm sich diese Bronchitis anfühlen würde, und man überhaupt nicht mehr wisse, was noch zu tun wäre.

Während der sehr ausführlichen Erzählungen füllt er bereits das Rezept aus, tritt uns gegenüber, fühlt unseren Hals, bittet ums A, empfiehlt uns, uns zu schonen, warm zu halten, drückt uns das Rezept in die Hand, und verabschiedet sich im Hinausgehen.

Und da sitzt man nun mit der im akuten Zustand gefühlt unheilbaren Krankheit. Man kleidet sich wortlos an, verlässt die Praxis, und schwört nie wieder hierher zurück zu kommen, da dieser Arzt ja wohl überhaupt kein Mensch sondern nur ein Roboter wäre.

Meist fühlt man sich hilflos, alleingelassen, und noch viel, viel kränker als je zuvor.

Wie kann man dies ändern?

Das ist ein Prozess von Bewusstsein, und sich seinem Körper bewusst nähern. Ihn fühlen können, und sich selbst vertrauen. Und sehr wichtig, wenn man dies tut, und ganz gezielt einen Arzt aufsucht, weil man eben fühlt, dass mit einem selbst etwas nicht ok ist, dann sollte man auf jeden Fall so viel Mut und Kraft aufbringen um den Arzt zu bitten einen ernst zu nehmen. Man sollte darauf beharren, auf detailliert gestellte Fragen eine befriedigende Antwort zu bekommen.

Das dritte Beispiel ist der Klassiker:

Jeder von uns hat mindestens schon einmal in seinem/ihrem Leben solch eine Situation erlebt. Man hat eine genaue Vorstellung von einem Kleidungsstück, oder wünscht sich eine ganz bestimmte neue Frisur und Haarfarbe. Mit welchem Ergebnis kommt man meist wieder zu Hause an?

Mit einem ganz anderem Kleidungsstück, oder einer total anderen Frisur.

Beim Friseur ist es meist die von einem gewünschte Vorstellung, welche man nicht vermag richtig an den Dienstleister zu vermitteln. Anstatt ein wirklich ausführliches Gespräch mit einem befriedigenden Ergebnis zu führen, lässt man einfach machen. Und das, obwohl man während der ganzen Sitzung am liebsten davon laufen möchte, so unwohl fühlt man sich. Was ist das Ende der Sachlage? Man kommt nach Hause, wäscht sich die Haare, und versucht alles Menschenmögliche um diese wieder auf Werkszustand vor dem Friseurberuf zu bringen. Friseur weiß von nix, Geld ist pfutsch und die Laune bei Frauen meist für mehrere Wochen im Keller. Da helfen dann auch die auf Instagram und Co geposteten Selfies und ihre: „Ach das steht dir ja total gut“ Kommentare nix mehr.

Ähnliche Situation im Kleidungsgeschäft. Man hatte eine genaue Vorstellung von einer Jacke. Diese Jacke gibt es aber nicht, und anstatt mit leeren Händen und ohne Geldausgabe wieder nach Hause zu gehen, lässt man sich auf das vom feinsten angepriesene Ersatzteil ein, obwohl man während des gesamten Verkaufsgesprächs wusste, dass die null Bock Verkäuferin einfach ihren Umsatz machen wollte, egal ob das Teil zu dir passt oder nicht.

Das Ende der Geschichte. Unbenutzt mit Etikett versehen, hängt es im Schrank. Umtausch am nächsten Tag? Ne ist nicht, weil ja viel zu peinlich. Und so verbrät der Durchschnittskunde 1000de von Euros in seinem Leben, nur weil der Mut, die Lust oder die Kraft fehlt Nein zu sagen, bewusst zu handeln, zu fühlen und zu leben.

Seid euch sicher; jeder Kellner, Koch, Arzt, Arzthelferin, Verkäuferin, Krankenschwester, Kassiererin, Lehrerin usw. wäre mehr als dankbar, wenn man sie/ihn höflich darauf hinweisen würde, dass in ihrer/seiner Dienstleistung gerade etwas nicht ganz so gut läuft. Denn wie um Himmels Willen soll es denn je einer der oben genannten besser machen, wenn sie nie erfahren, dass sie etwas nicht ganz so gut handhaben, um das Geschäft erfolgreich zu führen.

Viele denken jetzt wahrscheinlich: „Darauf habe ich keine Lust, denn sie ändern das doch eh nie.“

Oh doch Es kommt schlichtweg immer auf die Art und Weise an, wie man eine Reklamation oder eine Unzufriedenheit im Dienstleistungsablauf anbringt.

Ich bin davon überzeugt, dass viele Menschen, welche einen der oben genannten Berufe ausüben, jetzt gerade denken: „Ja ich wäre dankbar, wenn ich wüsste auf was ich vermehrt zu achten hätte.“

Ich selbst handle immer frei nach dem Prinzip der Gegenübertragung. Oft ist es einfach so, dass man sich mit bestimmten Dienstleistern nicht Grün wird. Da ich in einer Zeitschleife der Alternativen lebe, fällt es mir leicht als Konsument das Lokal, das Geschäft oder den Dienstleister zu wechseln.

Mir ist auch aufgefallen, dass unterschiedliche Konzerne unterschiedliche Personalstrategien zu pflegen scheinen. Fakt ist jedoch, dass wir in einer Zeit leben, wo bereits wenig körperliche Arbeit, seichte geistige Anstrengungen und geringes Stressaufkommen zu schwerwiegenden Spätschäden führen können. Dem ist von beiden Seiten entgegenzuwirken. So werde ich auch weiterhin mit sehr guter Laune und einem fröhlichen Lächeln Läden, Lokale, Restaurants und Geschäfte betreten und völlig egal wie negativ man auftritt, mit guter Laune wieder verlassen. Es gibt genügend seriöse Portale und Telefone, wo man ernst gemeinte  und angemessene Kritik höflich an den Mann/Frau bringen kann.

In diesem Sinne

Auf eine gute Servicezeit

Eure Sue Freund

 

Liebe versus Partnerschaft

Wenn Normalität Leidenschaft killt.

Lebt eure Partnerschaft jeden Tag neu und eure Liebe wird euch bis ans Ende begleiten.

Kennt nicht fast ein jeder den Ausspruch: “ Die Liebe meines Lebens.“?

Bei so manchem Menschen war dies durchaus nicht der Lebenspartner/Ehepartner sondern oft sogar nur eine jahrelange Affäre, ein kleines Techtelmechtel, eine kurze Beziehung. Ewig eingebrannt im Meer der Erinnerungen. Warum nicht einfach mal diese Liebe leben?

Die Gesellschaft gibt immer noch den Klassiker vor:

In der Reifephase (zwischen 30 und 60) des Lebens lernt man Menschen anders kennen. Oft entdeckt man etwas völlig neues, nie Dagewesenes. Man fühlt sich bereit, ist erfahren und dennoch neugierig. Und eigentlich möchte man diese so wunderbare, einzigartige Liebe sofort und am besten Gestern mit dem all so erstrebenswerten Beziehungsstatus „VERGEBEN“ oder „IN EINER BEZIEHUNG“ krönen.
Jetzt im Social Media Zeitalter sowieso.

Schon allein der Beziehungsstatus „es ist kompliziert“ zeigt auf, wie weit wir uns von einem wirklichen Gefühl und dessen Auslebung entfernt haben, immer mehr hin zu Symbolik, Präsentation, Darstellung und Oberflächlichkeit.

Die große Sehnsucht nach der perfekten Zweisamkeit lässt viele Menschen meist zu schnell vermuten, dass dies der Mann/die Frau fürs Leben, der Mann/die Frau aller Träume ist. Man malt sich in den buntesten Farben aus, wie man zusammen durchs Leben schreitet, wie harmonisch, romantisch, leidenschaftlich diese Beziehung sein wird. Für einen geraumen Zeitraum wird der Liebeskiller Alltag völlig ausgeblendet und man rast in Windeseile in die vermeintlich perfekte Partnerschaft.

Denkt daran zurück, als ihr euren Partner – oder wenn ihr gerade Single seid – Ex-Partner kennen gelernt hattet. Ward ihr euch damals nicht auch 1000% sicher, dass dies der Mann/die Frau fürs Leben ist, dass euch nur noch der Tod scheiden kann. Mal ganz ehrlich. Ich liege doch richtig, oder?

Was bleibt in vielen Ehen/Partnerschaften/Lebensabschnittsarrangements oft nach Jahren übrig? Sehr oft nur Enttäuschung, Wut, Zorn manchmal sogar Hass. Viele haben sich im Dschungel der Gewohnheit, der Verbundenheit und des gemeinsamen Elternseins verirrt. Und warum? Zu Beginn waren da Erwartungen, und zwar nicht an euch selbst, sondern an den Partner. In den meisten Fällen nicht zu wenige.

Wer viele Erwartungen hat, wird mit Enttäuschung beschenkt.

Nach ein paar Liebesmonaten oder -jahren erwacht man dann aus diesem Traum und die Realität beschenkt den/die Erwarter mit einem Sockenliegenlasser, einem sich nichts merkenden und unaufmerksamer Mann, oder mit einer mit Dutt umher wandelnden, keifenden, unzufriedenen und frustrierten Frau.

Das Erwachen schlägt erbarmungslos zu. Erreicht man diesen Status, trennt man sich, geht fremd, trifft eine neue Entscheidung für die bestehende Beziehung um sie in ein neues Level zu befördern, oder wie in vielen Fällen beginnt man sich gegenseitig nieder zu machen, sich zu demütigen oder zu unterdrücken um von sich selbst abzulenken. Dies ist die Phase wo sich anfängliche Liebe und der Respekt füreinander in Gleichgültigkeit, Frust und Nichtachtung des Partners gegenüber umwandelt. Diese Entwicklung keimt, weil sehr viele die Achtung vor sich selbst, ihrem eigenen Dasein und ihrem eigenen Können und Wissen nie beigebracht bekamen. In den euphorischen Phasen des Lebens, wo Berufe, Lebensziele, Wohnungen, Familien sich in ihrer Entstehung befinden, blendet der Mensch vieles aus. Kommt man dann an, hat alles erreicht, was zu erreichen ist, dann, an diesem Punkt fällt die Hülle und man steht vor sich selbst. Plötzlich erkennt man seinen Partner und sieht ihn/sie meist in einem völlig neuem Licht.

Aus diesen meist sehr unbefriedigenden Beziehungen heraus steigt die Empfänglichkeit für Neues, wo man meist noch höhere Ansprüche (Erwartungen) erhebt, man betitelt sie nur anders.

Frauen wie Männer sind nach gescheiterten Beziehungen meist felsenfest davon überzeugt,

der starke Part,

der Finanzpart,

der aktive Part

in der letzten Partnerschaft gewesen zu sein.

Nun sei es doch mal an der Zeit, dass diesen Part der neue Mann/ die neue Frau an der Seite übernimmt.

Man hätte ja bereits so viel gegeben, wäre so gut gewesen, hätte so sehr geliebt, und wurde doch enttäuscht.

Ja genau! Man wurde ENT-TÄUSCHT!

Man erlebte wörtlich ausgedrückt, das Ende einer Täuschung. Warum also rennen so viele Menschen mit Rasanz in die nächste Bindung? Wiederum mit neuen Erwartungen. Zwar formuliert man jetzt anders, weil man sich stark, selbstbewusst und vor allem in der Position fühlt, der austeilende, der bestimmende Part zu sein.

Wenn ihr mal kurz an eurer Gefühls- und Gedankenoberfläche kratzt. Kommen euch folgende Worte nicht bekannt vor?

„Ich muss mir das nicht mehr gefallen lassen.“

„Ich bin nicht mehr bereit Kompromisse einzugehen, macht „der/die Andere“ doch auch nicht.“

„Ich bin meist im Recht, und geb eh zu viel nach.“

„Das passiert mir nicht mehr.“

„Jetzt bin ich mal dran.“

Usw. usw. usw.

Ich könnte diese Liste locker noch 2 DIN A4 Seiten fortführen.
Mit diesen Sätzen im Gepäck rast man im Vollspeed in die nächste, beide nicht glücklich machende Beziehung, denn anstatt weiser, reifer und entspannter geworden zu sein, sind viele nur härter, kompromissloser, und verletzender, somit auch verletzbarer geworden.

Keine Angst liebe Leser. Falls ihr den Rucksack dieser Sätze bei euch tragt, müsst ihr euch das jetzt nicht eingestehen, und dürft ruhig jetzt mal kurzfristig richtig sauer auf mich sein. So auf die Art:“ Was will die denn jetzt von mir. Ich hab ja wohl lang genug gelitten. Damit ist jetzt Schluss.“

Nein, damit ist eben leider nicht Schluss. Solange ihr so fühlt, werdet ihr sicherlich nicht glücklich und zufrieden sein. Weder als Single noch in einer Partnerschaft. Wenn ihr diese Sätze momentan noch fühlt und glaubt, wenn ihr euch noch in dieser Phase befindet, nenne ich das Geschlechterkampf in der Primetime des Lebens.

Das Gute, es geht vorbei.

Entweder durch Erkenntnis, dann ziemlich zügig, oder von allein, dann dauert es etwas länger.

Kleiner Hinweis zur Lösung: seht euch doch mal die etwas weiter oben beschriebenen Gemütszustände an. Lest sie euch nochmals durch, behaltet sie in eurem Kopf, schließt die Augen, und geht mal von der Gefühlsoberfläche etwas tiefer in euch hinein. Richtung Herz. Und ihr werdet fühlen, dass Wörter wie -kompromisslos -, – hart -, – verletzend-, – verletzen -, – stark-, kein gutes Gefühl erzeugen. Wenn ihr für den nächsten Schritt bereit seid, werdet ihr diese Erkenntnis annehmen können, wenn nicht, benötigt ihr noch ein paar Lebenssituationen und Erfahrungen um es zu spüren und zulassen zu können.

Die Vorstellungen, welche Frauen wie Männer in den neuen Partner projektzieren, entspringen meist dem Phantasiegebilde eines Partnerbestellkatalogs.

Er/Sie muss einfühlsam, ehrlich, treu, humorvoll, hübsch, schlank, klug und vieles, vieles mehr sein. All diese Wünsche sind vollkommen legitim, solange ihr selbst dieselben Eigenschaften in Retoure bietet.

Und hier an dem Punkt wären wir nun bei dem allgegenwärtigen Egoproblem, welches viele in sich tragen.

„Ich will so bleiben wie ich bin, und du darfst mich dafür lieben.“

Sorry, das muss ich jetzt mal so sagen. „BULLGRAB“ !!!

Beispiel gefällig?

Gerne!

– Wenn ich die meiste Zeit meinen Partner nur in einem harschen Ton gegenübertrete, als Frau oft zickig, meist unnahbar, und oft gefrustet, als Mann stets vergesslich, gelangweilt und desinteressiert bin, dann kann ich den Überbody haben, nackt kochen oder putzen und seinen/ihren Fetisch bedienen. Trotz alldem wird er/sie meiner schnell überdrüssig.

Partnerschaft lebt von gegenseitiger Akzeptanz bis zu einem gewissen Grad, von Respekt, Einfühlsamkeit und vor allem von Freundschaft. Die sexuelle Anziehungskraft ist das was uns zusammenbringt, und was man auch stets wie eine Blüte pflegen sollte. Aber nur die Kombination aus beiden, lässt uns zusammen, und dennoch frei für sich selbst, bleiben. Je höher die Ansprüche an den Partner ausfallen, umso geringer ist die Chance eine lange, glückliche und erfüllte Lebenspartnerschaft zu führen. Wenn ich nach Jahren bei mir selbst und meinem Partner immer wieder Neues entdecken kann, wenn beide die Freiheit besitzen sich entwickeln und auch immer wieder verändern zu können, dann ist dies der Humus für immer wieder neue schöne Blüten im gleichen Beet.

Jeder Mensch trägt situationsbezogenes Verständnis, Einfühlungsvermögen, Beschützer-Instinkt, Hilfsbereitschaft, Instinkt für Geborgenheitsbedürfnis, Sexappeal, sowie auch Liebenswürdigkeit in sich. Aber das alles sind keine Grundeinstellungen, welche auf Abruf und Bedürfnis des Partners bereit stehen. All diese Eigenschaften erfordern ein gewisses Gegenverhalten, denn der liebevollste und verständnisvollste Mensch wird irgendwann zum wilden Tier, wenn sein Gegenüber stets in der Erwartungshaltung verharrt, und fordert, fordert, fordert. Meist sind es ja keine Forderungen sondern die allseits beliebten „Wünsche“.

Hat der Fordernde jemals darüber nachgedacht, dass auch sein Gegenüber „Wünsche“ hegt, welche er sich nicht zu äußern getraut, da er stets mit „Erfüllen müssen“ beschäftigt ist.

Ihr kennt das vielleicht schon aus dem ein oder anderen Buch:

wenn man auf Partnersuche geht, sucht man meist in dem potentiellen Mann/Frau das, was man selbst nicht hat, und denkt damit seinen Mangel auszugleichen. Doch zwei Menschen mit Mangelzuständen erzeugen kein Ganzes, sondern lediglich oder leider einen doppelten Mangelzustand.

Aus diesem Grund ist es ratsam zu allererst sich selbst lieben und wertschätzen zu lernen, bevor man sich in eine neue Beziehung aus Mangelzustand stürzt. Bitte verwechselt auch hier sich selbst lieben nicht mit sich selbst abschirmen, abheben, und sich wehren.

Für alle Menschen da draußen, welche sich gerade in der Phase ihres Lebens befinden, in welcher sie offen sind neues kennen zu lernen, in welcher sie gerade zu sich selbst finden. Vielleicht bannt sich gerade etwas an, oder ihr seid momentan mittendrin im Kennenlernen und abwägen.

Zerstört gerade diese besonders wertvolle Phase nicht, indem ihr euch von diesem vielleicht undurchschaubaren, mystischen, geheimnisvollen Menschen eine Beziehung wünscht. Keiner kann euch garantieren, dass es dann immer noch dieses Prickeln, Schmetterlinge im Bauch Gefühl beinhaltet. Lasst euch treiben, immer mit dem sicheren Gefühl, euch selbst zu haben, euch selbst treu zu sein.

Lasst Dinge geschehen, und folgt eurem Herzen, ohne dem Verstand zu viel abzufordern. Oft lässt man durch zu viel grübeln, abwägen und nachdenken ein Problem entstehen, welches anfangs gar nicht existierte.

Oft werde ich von Freunden, Bekannten und Nachbarn sowie Lesern gefragt: „Soll ich es ihm/ihr sagen, wie ich empfinde? Ich habe Angst vor einem Korb, vor Ablehnung etc.“

Solange ihr so denkt, lehnt ihr euch selbst ab. Wenn man sich selbst gegenüber gut gesonnen ist, dann fällt es einem leicht Gefühle zu offenbaren, egal wie er/sie darauf reagieren könnte.

Du kannst nur gewinnen!

Wenn du einen „Korb“ bekommst. Nimm diesen und füll ihn mit neuen Dingen. Bedanke dich für die Ehrlichkeit, und auf zu neuen Ufern.
Das Leben ist viel zu schön, spannend und voll von Geheimnissen, als sich mit Geschehnissen auseinander zu setzen, welche dann just in diesem Moment bereits Historie sind. Reagiert er/sie positiv und erwidert deine Empfindungen, finde heraus was sich entwickelt, ganz ohne Erwartungen. Bleib dabei immer nahe bei dir selbst. Du bist ein wunderbarer Mensch.

Ich lerne täglich so viel Neues über Menschen. All diese Facetten, all diese kleinen Punkte, welche sich im Laufe eines Lebens entwickeln, neu entstehen oder wieder kommen. Nichts ist Stillstand. Alles ist Wandel. Unsere Zeit schenkt uns immer die Freiheit täglich neu entscheiden zu dürfen, ob man Neues entdecken möchte oder an Altem festhalten möchte. Am schönsten ist es mit Altem zusammen Neues zu entdecken. Das habe ich aber nur für mich persönlich entschieden. All die vielen anderen Lebensmuster sind ebenso spannend wie schön. Wichtig bei all dem Partnerschafts-/Lebensabschnitts-/Beziehungs-/Affärenkarussells ist, dass man in Priorität darauf achten sollte niemanden dabei weh zu tun. Passt auf euch auf und vor allem auf die Menschen, mit welchen ihr Seite an Seite durchs Leben geht.

Eure Sue Freund

Shopping/Schnäppchen

          Shopping / Schnäppchen – der tägliche Konsumwahn unserer Gesellschaft

Dieser schon vor ein paar Jahren auf meiner alten Bloggerseite verfasste Beitrag ist ein kleines Sammelsurium aus Ereignissen, welche ich in den letzten Jahren und natürlich auch aktuell noch immer so miterleben durfte und darf. Manche von ihnen regten mich zum Nachdenken oder sogar Umdenken an und andere wiederum schafften es schon Anfangs nicht, mich in ihren Bann zu ziehen. Meinen Erfahrungen zufolge geht mein Konsumverhalten nun schon seit geraumer Zeit immer mehr weg von Überangebot und immer mehr hin zu kleinen, gut sortierten und überschaubaren Läden, sowie Onlineshops. Vertriebe wo Nachhaltigkeit und Sinn dahintersteckt. Nun beschäftige ich mich vielmehr mit dem: wo kommt das Produkt her, wie wird es hergestellt und/oder verarbeitet und wer genau verdient daran. Es gibt so wunderbar toll aufgemachte Seiten, welche mit Liebe designt sind, wo die Einnahmen und Gewinne Menschen glücklich machen, welche wirklich auch etwas Gutes tun. Wenn ich heute schenke, denke ich bewusst darüber nach, was genau und versuche immer etwas upzucyceln und selbst zu kreieren.

Ich persönlich habe zwei wunderbare Kinder, welche wie man so schön zu sagen pflegt bereits „aus dem Gröbsten“ raus sind. Meine Tochter ist mittlerweile 22, schon unheimlich klardenkend für ihr junges Alter und lebte ein paar Jahre wie viele junge Damen zwischen 16 und 20, ihren eigenen Shoppingwahnsinn. Mein Sohn 16, ist cool und driftete von Anfang an nicht jedem Trend hinterher. Ich bin somit Gott sei Dank fein raus.

Natürlich muss auch ich mir von meinen Kids, wenn sie die alten Fotos betrachten – anhören, wie ich ihnen das nur antun konnte, sie so kleiden. Dabei empfand ich mich damals als die absolute Styler-Mom. Ich dachte, ich bin in Sachen Klamotten für meine Kinder perfekt organisiert.

War auch immer bei all den namhaften Ketten einkaufen, so dass ich sicher gehen konnte, dass Elisabeth und Max den selben Pulli tragen würden. Es war mir einfach völlig rille, da es für mich schlichtweg nur pflegeleicht und gut tragbar sein musste. Wenn es dann auch noch nach meinem Ermessen schick aussah, war ich rundum zufrieden. Mehr Ansprüche hatte ich an die Garderobe meiner Kinder nicht, da sie noch zu dieser Gruppe Nachwuchs gehörten, welche jeden einzelnen Tag völlig schmutzig und klebrig nach Hause kamen. Ja sie hatten Spaß und waren immer draußen. Da wurde auch schon mal ein Loch in der Jeans mit Stoffresten oder Badges geflickt. Dieses Denken, dass man es ja wegwerfen konnte, weil ja alles eh so günstig ist und man ja gleich ein neues Teil erwerben könnte, hatte ich Gott sei Dank nie. Mir ging es nie um den Preis sondern immer darum, dass je weniger ich von diesen Produkten konsumieren würde, je weniger müssten nachproduziert werden.

An den Gesichtern vieler Mamis war klar zu erkennen, dass sie nicht die gleiche Einstellung teilten. Sie wollten einzigartig sein, verbrachten bestimmt Stunden in den benannten Läden um aus der hintersten Ecke einen Pulli hervorzukramen, von welchem sie annahmen, er wäre ein Unikat auf dem Markt.

Meist reagierten jene Muttis dann bei einer Begegnung mit genau gleichem Outfit nicht entspannt mit einem: „Naja dann ist das eben so. Is ja auch nicht so tragisch, wenn meine 3-jährige Tochter den gleichen Pulli trägt wie Lisa vom Kindergarten um die Ecke“.
Nein, leider weit gefehlt. Da kamen die wildesten Ausreden und Begründungen zu Tage. Vom feinsten kann ich euch sagen.

Ein paar meiner liebsten Beispiele:

–   “ Oh wie schön. Deine Tochter hat den gleichen Pullover. Hat sie ihn auch von ihrer Patentante bekommen. Ich fand ihn ja nicht so toll, aber meine Zuckerschnecke wollte ihn unbedingt behalten und gleich heute anziehen, weil sie ihre Patentante so liebhabe.“

– “ Ja das ist ja mal ein herrlicher Zufall. Wir scheinen genau denselben auserlesenen Geschmack zu besitzen. Als ich meinen kaufte, gab es angeblich nur noch dieses eine Teil.“

–    „Unsere kleine Maus war mit ihrem Papa gestern unterwegs. Und man kennt das ja. Männer sehen ein Geschäft, gehen rein, nehmen das Erstbeste, zahlen und haben FERTIG.“

Ein ebenfalls witziges Beispiel, noch bevor die Quantität der Pullover ans Tageslicht kam:

–   “ Du kannst dir nicht vorstellen, wie lange ich gestern durch all die tollen Kinderboutiquen gestreift bin, bis ich diesen wirklich einmaligen Pullover fand.“

Nach dem Erblicken des Pulli-Zwillings verließ man mit einer Gesichtsfarbe, gleich eine sehr reifen Tomate, eiligst den Raum.

Ende der 90er und um die Jahrtausendwende herum, stand der Kopier-Boom in den Kinderschuhen. Die Fitschimärkte jenseits der nahegelegenen tschechischen Grenze schossen wie Pilze aus dem Boden.

Ich erinnere mich noch sehr genau an eine meiner wenigen Begegnungen mit diesen Vertreibern. Meine Patentante aus Köln war zu Besuch und wir fuhren über die Grenze, nur um  den Kofferraum mit Adidas, Nike, und was weiß ich noch was für Plagiaten, vollzustopfen.

Ich glaube, sie ergatterte voller Stolz – mit einer unheimlichen Geduld (ohne Geduld, ein starkes Immunsystem und einem gewissen Hang zum Wahnsinn überlebt man keinen tschechischen Markt) beim Handeln –  so um die 25 T-Shirts für ihre Söhne zu einem verhältnismäßig annehmbaren Preis.

Natürlich sprang auch das ein oder andere Pullöverchen für meine Tochter dabei raus. Es handelte sich damals um ein gelbes und ein rotes Diddl-Sweatshirt. Ich muss hier löblich erwähnen, dass sie diese beiden Kleidungsstücke wirklich über Jahre zu Hause als Kuschelpullis getragen hatte. Also qualitätsmäßig hatte ich anscheinend wahnsinniges Glück.

Das Witzige an der ganzen Sache damals war, dass in Köln (bekanntermaßen ganz im Westen unseres wunderschönen Landes gelegen) selten jemand auf die Idee kam, dass es sich nicht um die Originale handeln könnte, da der dunkle Osten viel zu weit entfernt lag. So freuten sich Käufer wie Träger unheimlich über die günstig ergatterten Klamotten.

Wohin gegen hierzu Ort jeder dritte Bürger – mittlerweile sind es die hervorragend unauffällig kopierten Jack Wolfskin Plagiate –  beim Stadtbummel mit einigen Menschen, welchen man begegnet das durchaus amüsante Spiel:  „Meinst du die Jacke ist echt oder fake?“, spielt.

Immer wieder aufs Neue sehr aktuell ist das leidige Thema Shoppen, wenn es darum geht deinen Sprössling passend für Events einzukleiden. Hoch im Kurs stehen immer Ausflüge, Skikurse oder Schullandheimaufenthalte.

Da gibt es ja diese wunderschönen, gut durchdachten Listen der Lehrer. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie oft ich in der Vergangenheit irgendwelches unsinnige Zeugs gekauft hatte, NUR um all die angegebenen Dinge abhaken zu können. Ja und da garantiert genau zu diesen besagten Zeitpunkten nicht die geringsten Angebote zu ergattern waren, hat man für ein paar lange Unterhosen schon mal um die 30 Flocken hingeblättert. Getragen wurde sie natürlich wie viele andere schöne Utensilien in den Koffern äußerst selten oder gar überhaupt nicht. Weil uncool und so weiter…

Am liebsten hatte ich immer den Punkt „Regenfeste u. warme Kleidung“!

Halleluja, was wollen sie mir damit sagen? Konnten sie sich nicht etwas präziser ausdrücken.

Also gab es folgendes Endergebnis meiner vollkommenen Unsicherheit als Mutter dieser Stigmatisierungsgesellschaft:

Ich packte den Koffer für gerade mal 2 Eventtage so, dass mein Kind 1 Monat lang im australischen Busch damit hätte überleben können. Eben für alle Eventualitäten vorbereitet.

Denn mit Regenkleidung kann die leichte Übergangsjacke, ebenso wie die thermogewärmte Mikrofaserjacke gemeint sein. Und warme Kleidung. Wie warm? Winterwarm, Herbstwarm. Hatten Eltern bei Pädagogen nachgefragt, kam oft eine kurze, sachliche Antwort: „Na eben dem Wetter entsprechend“.

Gut gelacht, dem Wetter entsprechend.

In zwei Tagen kann bei unseren klimatischen Bedingungen mittlerweile alles passieren.  Vom Hagel über Sturm bis zum Starkregen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich leider noch kein Smartphone mit genausten Wetterprognosen von Ostern bis Weihnachten.

Schlichtweg war man kurzzeitig leicht überfordert, und packte somit alles in den Koffer was in Frage kommen könnte. Man wollte ja keinesfalls, dass das eigene Kind dann dastand und eventuell zum vollen Außenseiter der Klasse mutierte, nur weil er nicht die passenden Hausschuhe dabeihatte. Was eh in den Köpfen der eigenen Kinder stattfand, da die anderen Schuhe ja sowieso cooler als die eigenen waren.

Heute geh ich mit solch anstehenden Events natürlich ganz anders um, denn das durchaus gesunde Selbstbewusstsein meines Sohnes macht es mir überaus leicht. Da gibt es keine Liste mehr. Ich erklär ihm kurz die Sachlage und was eventuell auf ihn zukommen könnte. Dann frag ich ihn, was er denkt, was er braucht, und was er anziehen möchte und das wars. Das bereite ich dann wasch – und trockentechnisch vor und er packt selbst. Da reicht eigentlich ne Tüte, und selbst da bliebe noch Raum für Muttis letzte Überlegungen und Zweifel.

Da hätten wir noch unsere Schnäppcheneltern im Discounterrausch:

Zu der Zeit, als ich den Blog verfasste, fiel mir ein Foto auf, welches eine nette Bekannte  aus ihrem Wohnzimmerfenster heraus geknipst hatte. Es zeigte eine Menschenschlange früh morgens um 8 Uhr vor einem unserer gängigen Discounter. Einer jener, welche sich Woche für Woche mit den paar anderen namhaften Märkten einen Werbeschnäppchenkampf liefert.

Französische Wochen, wechseln sich ab mit Mexikanischen, Italienischen, Amerikanischen usw. und zwischen all den Leckereien gibt es mittlerweile unter anderem natürlich auch Kleidung und allerhand anderen immer wieder kehrenden Kram. Früher hat ja so eine Kuchenform schon mal so 20 – 30 Jahre standgehalten. Und darauf bezogen darf man nicht außeracht lassen, dass Mutti damals fast täglich Kuchen und ähnliches gebacken hatte. Wohin gegen heutzutage die Formen eher in den Schüben wie von selbst verrotten und sich in Einzelteile aufzulösen scheinen.

Und wehe es wird Herbst, dann brechen sie ein wie eine Plage. Bestimmt beim Wechsel in andere Jahreszeiten nicht anders.

Die bei Kindern wie Muttis und Papis so beliebten Matschhosen, -jacken,-schuhe und bald wahrscheinlich Ganzkörperanzüge mit Augenschlitz.

Es ist aber nicht so, dass dieser Ansturm stattfindet, weil es seit 3 Wochen durchgehend wie aus Eimern schüttet, und all die Pfützen auf den Straßen und Wegen nur darauf warten besprungen zu werden. Nein, da misst man eine Außentemperatur von wohlgemerkt um die 20° und es ist strahlender Sonnenschein. Die inzwischen so perfektionierte Wettervorhersage hat für die nächsten 5 Wochen einen Altweibersommer vorhergesagt, welcher dann wahrscheinlich ohne Übergang in einen langen kalten und trockenen Winter springt. Zwischendrin ab und an nur für Minuten anhaltender leichter Regenschauer.

EGAL!!!!  Donnerstag, 8 Uhr in Deutschland. Vor allem Mütter und von ihnen entsandte Väter, Großeltern oder ähnliches drängen in den Laden, um all die „schönen und lebensnotwendigen“  Sachen zu ergattern.

Besonders spannend zu beobachten und fast schon ein bisschen bemitleidenswert, finde ich die etwas hilflos, bereits in die Jahre gekommenen Großeltern, welche mit Zettel bewaffnet, der Verzweiflung nahe, vor den Plastikverpackungen stehen.

Und Mutti hat zur Sicherheit 3 Größen aufgeschrieben. Die welche gerade noch passt, die welche eventuell passen könnte, und die welche man unbedingt nehmen soll, wenn es die anderen beiden nicht mehr gibt. Weil sie wachsen ja rein, die Kids. Die Kids, oder eher die armen, armen Geschöpfe, welche dann bei 3 Regentropfen in viel zu große Matschklamotten gesteckt werden, um sich dann wie die Männchen aus der Michelin-Werbung durch den Tag zu schwitzen.

Liebe Eltern da draußen, natürlich ist das alles hier mit viel Witz und Ironie geschrieben, und es soll ja auch nur ein bisschen darauf hinweisen, dass man in unserer wirklich sehr gut organisierten Welt nicht immer gleich jedem Trend hinterherlaufen muss. Vielleicht tut es ja auch mal die gebrauchte von E-bay und Co. Für den 2-3maligen Gebrauch. Und glaubt mir eure Kinder danken es euch, wenn sich auch mal ohne Matschhosen schmutzig machen dürfen. Manchmal ist es sogar viel schöner, spannender und gesünder und vor allem viel günstiger in die entgegengesetzte Richtung zu laufen. Was ich mich in den letzten Jahren auch vermehrt gefragt habe, ist folgender Punkt. Muss es denn immer gleich das eigene Auto, noch dazu nagelneu, für den Sprössling (man verzeihe mir diese nicht mehr ganz zeitgemäße Genderzuweisung) sein, welcher gerade seinen Führerschein erworben hat. Ist es denn nicht vielleicht auch möglich wieder soviel Vertrauen in den Nachwuchs aufzubauen, dass man sich das Auto teilt. Ja ich weiß, beim hier lesen wohnen plötzlich ALLE weit draußen auf dem Land, haben keine flexiblen Arbeitszeiten und beide Elternteile müssen unbedingt arbeiten um den schon fast an der Armutsgrenze angesiedelten Lebensstandard zu finanzieren.

Zu Abschluss meines heutigen Blogs möchte ich mich mal bei all meinen bunten, unheimlich unterschiedlichen und wunderbar herrlich uniquen, und oft auch extrovertierten Freunden online wie im realen Leben für ihr Dasein bedanken. Denn die Tatsache, dass nicht nur einen Mann auf meiner Freundesliste habe, welcher auch ohne Auto erwerbstätig ist und voll im Leben (Saft) steht ohne als kläglicher Mensch dahin zu vegetieren. Dass nicht nur eine Familie dabei ist, welche weder 5 Autos, noch 2 begehbare Kleiderschränke mit Millionen von Klamotten besitzt und dennoch glücklich ist. Dass ich viele alleinerziehende Mamas kenne, welche auch mit nur einem Gehalt wundervolle Kinder großziehen. Dass ich Menschen auf meiner Liste habe, welche sich noch einsetzen für ärmere Völker, für Missstände auf unserer Welt, ganz einfach in dem sie dort hinfahren und real berichten, anstatt irgendwelches dummes Gedankengut von Sesselpupsern zu teilen ohne darüber nachzudenken was sie immer wieder damit lostreten, wenn sie dies tun.

Wenn ihr das nächste Mal leer seid und überlegt, jetzt muss ich etwas konsumieren, das hab ich mir verdient. Vielleicht denkt ihr ja einmal mehr nach und schenkt lieber die paar Euro einer guten Sache. Und wenn ihr euch wünscht, dass der Staat sich mehr um die Alten, Armen und Kinder kümmert, dann nehmt ihm doch Verantwortung ab, indem ihr euch wieder vermehrt um eure eigene Familie kümmert.

Ich selbst würde alles dafür geben, hätte ich eine große Familie, welche es zulassen würde, dass ich sie liebe und für sie sorge. Dennoch bin ich natürlich sehr dankbar, dass ich meinen Sohn und meinen Mann an meiner Seite habe. Sie wissen sehr zu schätzen, dass ich zwar gerne für sie da bin, aber zeitgleich es auch für sehr wichtig erachte, dass jeder von uns seinen persönlichen Frei- und Entfaltungsraum genießt.

Und falls ihr euch jetzt fragt, ob ich wohl nicht mehr konsumiere. Oh doch. Selbstverständlich, denn ohne Konsum keine Wirtschaft. Aber was ich versuche, ist darauf zu achten, wem genau ich mit meinem Konsum etwas Gutes tue und ob das was ich erwerbe auch wirklich wichtig für mein Wohlbefinden ist. Seht dazu den Spruch auf meinem dazu gehörigen Beitragsfoto.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine mit viel Liebe und Güte erfüllte Zeit mit euch selbst.

Eure Sue Freund

Wenn der Mensch sich hinter dem Tier versteckt…..

Wenn der Mensch sich hinter dem Tier versteckt….

Gleich vorab in meinem ersten Satz möchte ich mich von jeglichem fanatischen, fundamentalistischen und radikalen Denkweisen abwenden. Ganz egal ob es sich dabei um Religion, Politik, Nahrung, Medizin etc. handelt. Was ich mit diesem Blog beschreiben und anstoßen möchte? Dass die eigenen Ansichten selten die der ganzen Realität und Wahrheit des kompletten Universums entsprechen.

Was einem jeden Einzelnen klar sein sollte, ist, dass wir Menschen unseren Planeten krass malträtieren, dass wir ihm jeden Tag bis zum Bersten belasten und dass wir uns nichts davon schön reden können. Aber wie wir das umkehren können, wie wir uns verändern können, dass dies nicht mehr so passiert. Dieses WIE steckt noch nicht einmal in den Babyschuhen. Ja es scheint noch nicht einmal entstanden zu sein.

Denn Verurteilung, Anklage und Demütigungen für anders Denkende haben noch nicht einen einzigen Fleischesser zum Veganer, Rassisten zum Cosmopolit und Atheisten zum Glauben gebracht. Angst vor etwas zu schüren, sich selbst über sein Gegenüber zu stellen, sich zusammen mit anderen Gleichdenkenden zu verbünden um dann auf einen einzelnen Menschen loszuschießen. Dies, genau dieses Verhalten hat uns ALLE dahin gebracht wo wir jetzt sind. In eine Zeit, wo die Gesellschaft kontroverser nicht sein könnte.

Während die Meinungssucht unglaubliche Ausmaße annimmt. Beschimpfungen und Beleidigungen im Netz sowie auf der Straße immer mehr zum guten Ton mutieren, springen immer mehr Pseudoweltverbesserer in den Netzen umher. Einer unauthentischer als der Nächste. Selten siehst du wie sie wirklich leben, die Personen, welche „Fleischesser“ (mittlerweile in der Szene ebenso ein Schimpfwort wie Gutmensch in der anderen)verpönen, und aufs übelste angehen. Da heißt es doch eigentlich immer rohes Fleisch macht aggressiv. Aber anscheinend gibt es auch ein paar Pflanzen, welche die Laune sehr schnell auf den Siedepunkt pushen. Vernünftige Argumentation völlig fehl am Platze. Aber nur sehr selten siehst du ein wirkliches Foto, siehst du wirkliche Nahrung, welche alle zu sich nehmen. Obwohl ich mich mittlerweile auch auf dem Weg hin zu größtenteils fleischfreier Kost (welches ein sehr langer, sehr intensiver und sehr schwerer Weg ist) befinde, und nicht allein aus ethnischen Gründen, sondern schlichtweg aus gesundheitlichen, kann ich dieses Verhalten und diese Art zu agieren nicht im Geringsten nachvollziehen und für gut heißen.

Ich habe heute irgendwo ein gutes Beispiel gebracht. Als ich vor Jahren aufhörte zu rauchen, bin ich auch nicht wie ein wildgewordener Löwe losgerannt und habe mit bösen Worten für Raucher um mich geworfen. Ich habe etwas viel besseres getan. Ich habe vielen meiner Freunde und Bekannten durch meine immer besser werdende Gesundheit aufgezeigt, wie viele Vorteile es haben kann. Und ich akzeptiere noch heute, wenn jemand in meiner Gegenwart draußen in freier Natur raucht. Ganz einfach, weil auch er ein freier Mensch ist.

Je mehr die Menschen von Toleranz, Liebe, Verständnis usw. sprechen und schreiben umso unwirklicher kommen sie rüber. Niemand oder äußerst selten jemand spricht über sich persönlich, gibt einen Einblick in die Realität, welche ja den kopierten Worten nach wie das Paradies sein muss. Immer öfter werden fremde Texte, Fotos und Videos geteilt und gepostet. Ich bin vor ungefähr einer Woche in eine Gruppe mit dem Titel „Mut – Mensch Umwelt Tier“ eingetreten. Der Gründer dieser Gruppe hat sich für mich – bisher zumindest -(ich bin ja bei Menschen auf alles gefasst) als sehr wertvoller und weiser Mann entpuppt, was etwas sehr seltenes geworden ist. Er hat die Gabe eben durch sein Wesen Menschen ein Stück ihres Wegs zu begleiten, wenn sie Lust haben sich vom Fleischkonsum zu entfernen. Aber was sich innerhalb kürzester Zeit in solch einem rasant anwachsenden Facebookgruppenpool an Unverständnis, Intoleranz und negativen Energien auftut, hat mich einmal wieder aufs neue fasziniert. Anstatt den MUT aufzubringen von seinem eigenen wundervollen Tag zu berichten. Seine eigenen authentischen und realen Erfahrungen kund zu tun, wird fremdes Gedankengut nur so durch den Äther gedonnert und wehe einer passt nicht zu 1000% in die Menge. Dann wird da schon mal die Keule ausgefahren und der Mensch als Mörder und Mob beschimpft.

Hierzu möchte ich jetzt mal meine ganz eigene Erfahrung mit Tierliebe und Tierschützern kundtun. Ich habe vermeintliche Tierliebhaber kennen gelernt, welche ihre Tiere schier erstickt haben mit ihrer „Liebe“. Liebe in Form von überfüttern, vermenschlichen, überfordern und komplett bemuttern. Auch diese Tiere hatten kein artgerechtes Dasein, ebenso wenig wie die Tiere im Zoo, im Zirkus und in der Massentierhaltung ohnehin nicht. Ich habe Menschen  kennen gelernt, welche anderen Menschen ständig damit in den Ohren liegen, dass sie ihre Tiere nicht artgerecht halten, während sie aber völlig überzüchtete Hunderassen als ihre Lieblingsrassen auserkoren hatten. Diese Rassen, welche entweder fast   nicht mehr in der Lage sind eigenständig zu atmen, da man ihnen vorsichtshalber die Nase gleich ganz weggezüchtet hat, oder Rassen mit kopierten Ohren, kopierter Rute, weggezüchtetem Fell usw. Ich bin Menschen begegnet, welche ihren Tieren Kleidungskollektionen an den Leib schneidern. Meist so sinnlos und unpraktisch, dass es den Tieren nicht gut tat diese tragen zu müssen. Ich habe Menschen erlebt, welche mit ihren Katzen zusammen am Tisch gegessen haben mit Teller und allem drum und dran. Ich erlebe fast täglich Hundebesitzer mit, welche an den Halsbändern ihrer „Lieblinge“ zerren, als gäbe es kein Morgen mehr. Sie ergötzen sich an ihrer Macht, welche sie über das Tier haben, indem sie es zu ständigen Gehorsam fordern, aber bestimmt gibt es dafür eine Rechtfertigung. Denn eine Erklärung hat Mensch ja für alles. Natürlich kenne ich auch sehr viele wundervolle Tierliebhaber, welche ihre Tiere Tier sein lassen. Welche es lieben aber mit sich auf Augenhöhe sehen, welche es nicht betütteln, als wäre es ein kleines Baby.

Wisst ihr wer für mich die wertvollsten Menschen sind? Jene welche bescheiden sind, welche dankbar sind für das was sie haben, welche sich noch über Kleinigkeiten erfreuen, welche zuhören können und nicht nur reden, welche sich für ihr Gegenüber, welches sie kennen lernen und für dessen neue Freundschaft sie sich bedanken, wirklich interessieren. Es ist immer wieder spannend mit wie vielen Herzchen und Blümchen sich Menschen ins Leben zecken umso gleich ein paar Augenblicke später dieses dann wieder fallen zu lassen, als ob es nur ein kleiner Tropfen wäre und das nur, weil man es nicht mehr nötig hat, auch Unangenehmes mal auszuhalten.

Überall wird gebrüllt und gemosert, geklagt und gelitten, aber wirklich verändert und gehandelt wird nirgendswo. Während 1000de von Müttern täglich sich über das deutsche Schulsystem beklagen, peitschen sie ihre Zöglinge weiterhin genau da durch. Immer mit dem Vorwand, dass das ja so sein müsste, denn sonst würde aus ihrem Kind ja nix werden. Wisst ihr wann Kinder es heutzutage schwer haben ins Erwachsenenleben überzutreten, wenn sie keine Familie im Hintergrund haben. Wenn sich Opa, Oma, Tanten und Onkels einen Kehricht für sie interessieren. Wenn ihnen der Halt fehlt, auf den sie zurück greifen können, wenn es sie da draußen mal strauchelt. Nicht, wenn sie einen geringeren Schulabschluss als das Abitur absolvieren.

Von allen Seiten donnern Extremeinstellungen auf junge Menschen ein. Hier ist es unheimlich wichtig schon sehr früh seinen eigenen Radius so klein wie möglich zu halten. Seinen Fokus auf sich selbst zu richten. A sagt iss das nicht, B sagt tu das nicht, C sagt denk das nicht. Schnell fühlt sich der Mensch überfordert und beginnt entweder um sich zu schlagen, mit Argumenten, oder immer öfter auch Fäusten und in Härtefällen auch Waffen, oder er verkriecht sich in sein Schneckenhaus indem er Krankheiten ausbrütet. Beides muss nicht sein. Jeder kann es schaffen mit einem ganz einfachen Mittel. Liebt euch selbst, nehmt euch in solchen Momenten raus aus der Gesellschaft, aus der Familie, aus der Partnerschaft und fühlt in euch hinein, lernt mit euch allein zu sein, denn umso besser könnt ihr euren Familien und Partnern sowie Freunden dann gegenüber treten und wertvolle, sowie erfüllte Stunden miteinander verbringen. Vergesst nicht, nichts ist ewig, alles hier ist endlich und deshalb sollten wir uns nicht der Masse an Einstellungen, Gefühlen, Denken sondern uns ganz allein widmen. Wenn wir wirklich tief in uns drin Tiere ebenso wie Menschen lieben, nicht mehr und nicht weniger, dann wird uns über kurz oder lang unser Konsum immer fremder vorkommen. Dieser Prozess dauert, denn er wurde den meisten von uns über Jahrzehnte anerzogen.

Ich werde nächste Woche 50 Lenzen jung und habe schon so ziemlich jede Einstellung in meinem Leben durchlebt. Und völlig egal, ob ich Hippie, Öko, Hipster, Sexy, Vamp und was weiß ich noch lebte, es gab immer mindestens 1 Menschen, welcher das scheiße fand. Und obwohl ich mich selbst als einen der individuellsten Personen auf diesem Planeten empfinde, bin ich doch so komplett unauffällig normal. Deswegen auch mein Facebookspruch auf meinem Profil “ Ich passe in keine Schublade, weder körperlich noch geistig.“

Vielleicht würde es so manch strauchelnden und zwischen den Ufern schwimmenden Menschen eher animieren, wenn man sich selbst nicht zusammen mit anderen Gleichdenkern verbünden würde um diesen dann zu diskreditieren, sondern vielleicht hilft es der „Sache“ mehr wenn man selbst authentisch und ehrlich sein Leben und dessen Vorteile zeigt.

Ich selbst bin bekennender Freigeist. Es gibt Tage da will ich viel im Netz lesen und bin auch viel online, und wer mich kennt, weiß, dass es dann wieder Tage oder Wochen gibt wo ich mir eine Auszeit nehme von der ganzen Datenflut. Meist nachdem ich neue Menschen kennen gelernt habe. So auch jetzt. Es ist mal wieder soweit. Ich klink mich aus bis nächste Woche Freitag. Den Tag an dem ich ein halbes Jahrhundert alt werde, denn da werde ich mal für eine Stunde online kommen um mir die wunderschönen Glückwünsche durchzulesen. Ja man mag es kaum glauben, aber ich habe so viele Menschen dahin gehend anscheinend sehr positiv motiviert, mit meinem eigenen Tun, dass ich immer sehr persönliche liebe Worte geschrieben bekomme.

Mein Titel des heutigen Blogs heißt, wenn sich der Mensch hinter dem Tier versteckt. Was will ich damit sagen. Erstens ganz pragmatisch, dass man vielleicht ab und an sich selbst zeigen sollte. Das macht all das was man schreibt glaubwürdiger. Denn ich habe schon vor vielen Monaten damit aufgehört Profilbildern mit Sonnen, Wäldern usw. eine gewisse Ernsthaftigkeit zukommen zu lassen. Und zweitens dient es nicht der Sache, Menschen für Tiere und ihre Belange zu sensibilisieren, in dem man diese Spezies grundverurteilt.

Auch ein Widerspruch unserer Zeit. Während immer mehr darüber gesprochen wird wie feige es ist sich zu vermummen, zieht dies virtuell immer weitere Kreise. Ich werde mir sehr bewusst durch den Kopf gehen lassen, ob ich zukünftig überhaupt noch mit Personen ohne Gesicht kommuniziere.

In diesem Sinne habe ich heute einen bescheidenen Wunsch an  all meine veganen Freunde. Seit nachsichtig, verurteilt nicht, denn umso offener und positiver ihr eure eigene Lebensweise rüber bringt umso inspirierender und anregender wird der Weg dahin sein. Ich selbst bin immer offen für vegane Gerichte und Süßspeisen, halte aber eben nicht viel davon, mich stets in diesen Riesenbulk von anonymen Kochgruppen aufzuhalten. Vielleicht bereichert ihr ja meinen Messenger mit tollen Speisen.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Je grausamer die Tiervideos und Fotos, desto weniger wird man sie gucken, denn ich könnte wenn ich wollte auch jeden Tag unsägliches Leid von Menschen posten. Damit würde ich aber viele Menschen, welche meine Seite besuchen abschrecken. Stattdessen poste ich lieber positive Ereignisse wie z.B. wenn eine Aktion Erfolg hatte um Leben zu retten. So wäre es viel schöner ständig wunderschöne Tiere überall zu sehen. Ich kann diesbezüglich aber selbstverständlich nur für mich sprechen, dass mich eher die hübschen Kälber im Stall davon abbrachten ihr Fleisch je wieder zu essen.

Ebenso verhält es sich natürlich damit stets Randale, Feuer und Kriegsaktionen zu posten. Vielleicht sollte man eher solche Aktionen wie die der 1000 Gestalten verbreiten. Aber wirklich einfach nur eine Idee von mir.

Bis bald

eure Sue Freund

 

Immer mehr Menschen verlieren…

Immer mehr Menschen verlieren sich selbst, um in einer Pseudogesellschaft, welche sich gerade aus gesagt einen feuchten Kehrstaub für sie interessiert, zu existieren.

Über die Jahre werden fast jedem einzelnen Menschen in unserer westlichen Kapitalgesellschaft Leistungsglaubenssätze nahezu eingebläut.

Das Ergebnis: der Mensch richtet sich systematisch zu Grunde, lässt sich von der Nahrungsmittelindustrie anfixen und macht sich von der Pharmaindustrie vollkommen abhängig. Drogen und Alkohol, geraten schon fast als völlig verharmlost in den kaum mehr wahrnehmbaren Hintergrund.

Warum: weil die Jammer-, Leid- und Krankheitsseuche auch in den Beratungsstellen, Ämtern, Schulen und Krankenhäusern angekommen ist. Was will der Hilfesuchende auch noch erwarten können von einem ebenfalls vom Industrie- und Kapitalleben gebeutelten Fachmann. Mittlerweile ist es doch völlig egal was du wo von wem möchtest.

Wenn Lehrer nicht mehr weiter wissen und sich den Schülern gegenüber nicht mehr durchsetzen können, klagen sie über Burn Out und erleiden Nervenzusammenbrüche. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Durch unsere Tyrannenerziehung in den letzten 20 Jahren haben Lehrer teilweise sogar Angst und Panik vor Schulklassen.

Warum? Weil aus einer (absolut richtig körperliche Gewalt nicht zuzulassen) autoritären Erziehung eine „ich hebe mein Kind in den Himmel“ Partnerschaft entstanden ist.

Der einzig richtige Ansatz für ein Zusammenleben mit Kindern ist die Vorbildfunktion.

Aber wie soll das noch funktionieren, wenn Familien in welchen nicht regelmäßig Alkohol konsumiert wird, zu der neuen Randgruppe der Gesellschaft gehören. Wie soll es wieder in eine gesunde Richtung führen, wenn Eltern, welche ihren Kindern täglich Vitamine mit in die Brotbox packen, als realitätsfremde Gutmenschen verpönt werden?

Während immer mehr Menschen nicht wissen wohin mit ihrem Überfluss, beklagen sie sich zur gleichen Zeit täglich über die Wulst des Alltags und anstatt endlich zu entmüllen plakatiert man das Hobby Shoppen als einzige Alternative zum psychischen Supergau.

Erklärt man aber einem Jungmensch der Jetztzeit, sie möge sich doch etwas mehr mit sich selbst beschäftigen im Sinne von Körperpflege und Entspannungszeiten, bekommst du entweder gar keine Reaktion, oder jene als hättest du in einer ihr völlig fremden Sprache zu ihr gesprochen.

Paranoides und paradoxes Verhalten ist mittlerweile so salonfähig wie eine Lungenentzündung. Da schickt es sich nicht mit läppischen Krankheiten zu handeln. Da müssen schon die richtig krassen Kaliber her. Anstatt jeden einzelnen Tag bewusst und zufrieden zu erleben, dankbar für all die Sicherheiten unseres Landes zu sein und mit einem Lächeln der täglich wiederkehrenden Sonne (auch wenn von Wolken verhangen, so ist sie doch da) zu begegnen, verbringt der westliche Kapitalmensch den größten Teil seines Tages mit dem Verzehren von Chemie, dem Nachdenken über utopisches und dem Erzeugen von Leid und Schmerz.

Jeder Mensch hat die Gabe und die Kraft in sich positiv zu denken, liebevoll zu fühlen und zufrieden zu leben. Jedoch erdenkt er sich täglich das Gegenteil. Ein Großteil definiert sich über andere Personen. Erst über die Eltern, dann über Freunde, später über den Partner und dann über die Kinder. IMMER bestrebt danach zu erklären warum man gerade nicht das tun kann was einem gut tun würde.

Dabei geht es gar nicht darum das zu tun was einem wirklich gut tut, denn der Punkt ist, dass man genau das eigentlich oft gar nicht weiß.

Der Grund dafür? Das ganze Leben wird eben wie oben davon gesteuert es Irgendjemandem Recht zu machen, dass man sich selbst überhaupt nicht kennt.

Irgendwann im Laufe der Zeit macht sich dann der eigene Körper bemerkbar. Er scheint verzweifelt zu rufen: „Hallo Mensch, ich bin es dein Organismus. Lass mich nicht ständig in Stich und kümmere dich um mich. Ich bin es, welcher dich trägt, dich versorgt, dich führt.“

Meist fühlt sich diese Begegnung mit sich selbst zu anfangs nicht gerade einfach an, weil man oft Jahre oder sogar Jahrzehntelang an sich vorbei gelebt hat. Oder mal ehrlich an euch da draußen. Wie viele Stunden am Tag verbringt ihr damit euren Körper und Geist zu hegen und zu pflegen. Was tut ihr nur für euch? Fast nichts!!!

Einen Schwimmbad- oder Saunabesuch rechtfertigt ihr in Gesprächen mit Freunden, Familie oder Bekannten wie die Pilgerfahrt nach Rom. Schafft es eine einzige Person früh morgens erst einmal 5-10 Minuten liegen zu bleiben um entspannt und bewusst in den Tag zu starten. Nicht nur im Halbschlaf  vor sich hin tösend, sondern sich selbst bewusst wahrnehmend.  Die Vögel vor dem Fenster, den noch entspannten eigenen Atem. Nach und nach die Glieder strecken und lockern. All das sind sich die meisten nicht einmal wert.

Da kommt dann nicht selten der dümmste Satz der jetzigen Menschheit. „KEINE ZEIT FÜR SOWAS“

Da muss ich einfach nur noch lachen und mein Mitleid für daraus entstehende Mangelerscheinungen in jenen Leben hält sich in Grenzen.

Die Energie für abermillionen Ausreden und Begründungen etwas nicht zu tun ist aber stets im Überfluss vorhanden. Anstatt dem Gegenüber Erklärungen zu liefern warum man sich keine Zeit für sich selbst nimmt, einfach diese Zeit für sich selbst nutzen und einfach mal die Klappe halten.

Gutes Beispiel ist das Netz. Anstatt die Social Medias effektiv für eine bewusst bestimmte Zeitspanne am Tag zu nutzen und den Rest der freien Zeit mit sich und seinen Hobbies zu verbringen, sitzen viele geplagte Seelen oft stundenlang am Stück vor den Bildschirmen um über Leid zu kommunizieren. Schon ein bisschen crazy, oder?

Viele äußern immer folgenden Punkt: „Ja was soll ich denn dann machen, damit mein Tag so wird, dass es mir gut geht.“

Und ich antworte gerne folgenden Satz:“ Keine Angst mehr vor dir selbst haben und deine Gedanken bewusst bei dir lassen. Dich selbst wahrnehmen und dich mit dir wohlfühlen.“

Kehrt eure Gedanken, welche fast stets um andere Personen kreisen in Gedanken um, welche euch selbst zuerst betreffen:

Was benötige ich jetzt hier in diesem Moment?

Was ist wichtig, dass es mir gut geht?

Ohne diese Struktur und dieses System, welches euch zu euch selbst zurück führt, werdet ihr über Kurz oder Lang immer mehr an Lebensqualität verlieren und dies führt dann unweigerlich wirklich zu Mangelerscheinungen, Störungen, Krankheiten und chronischer Unzufriedenheit.

Beginnt hier und jetzt damit bewusst und einfach zu sein. Verkompliziert nicht euer Denken, Handeln und Fühlen indem ihr jedem Satz ein ABER beifügt.

Und woher ich weiß, dass es so funktioniert. Ganz einfach weil ich es zuerst bei mir selbst erlebt habe und das ist die Person, welcher ich am meisten vertraue und weil es in meinem Berufsleben immer wieder aufs Neue funktioniert. Beim einen geht es ganz fix und bei manchen dauert es etwas länger. Aber das System der Klarheit und des Einfach Lebens funktioniert immer.

Und erst dann begebt euch in Beziehungen. Seit ihr gerade in einer festen Partnerschaft, bittet euren Partner um eine Auszeit für Gespräche über euer gemeinsames Leben. Kommuniziert mit ihm, dass ihr jetzt euch selbst finden müsst und ihr euch wünscht, dass er währenddessen an eurer Seite bleibt. Anders funktioniert es nicht.

Entmülle deinen Kopf, entmülle deine Seele und dein Herz, entgifte deinen Körper und reinige deine Umgebung. Setze Prioritäten und entdeckte deine 3 wichtigsten Werte. Die Anleitung dazu findest du in dir selbst, du darfst dir aber sehr gerne Hilfestellung und Unterstützung bei mir holen. Schreib mir einfach und wir finden auch deinen persönlichen Weg in ein neues, spontanes, einfaches und entspanntes Leben.

Ich wünsche euch eine geile Zeit mit euch selbst.

 

Wo wollen wir hin

Wo wollen wir hin?

Während sich immer mehr Dummschwätzer im Netz dazu vereinen, ihr eigenes Versagen im Leben auf alles und jeden abzuwälzen, welcher ihren Lebensweg kreuzt, entschuldigen sich andere Landsleute bei ihren Mitstreitern einer beliebten Kochsendung vor einem Millionenpublikum, dass sie – !Achtung! neue Modeerkrankung – alkoholintolerant sind, aber dennoch gerne feiern gehen würden. Leider, leider würden sie keinen Alkohol vertragen. Das täte ihnen sehr leid. Sie würden ihre Alkoholabstinenz vor ihren Freunden und Bekannten damit rechtfertigen, dass sie die Fahrerin des Abends wären umso bei den Trinkenden Personen nicht in Ungnade zu fallen. Nein das ist kein Witz. Das ist blanke und nackte Realität. O-Ton einer jungen eigentlich vermeintlich gebildeten und kultivierten jungen Dame.

Anderer Schauplatz: Nebue Generation „Cyber- Mamis“.

Es ist gerade hipp Kinder zu bekommen. Und nein, das ist keineswegs eine beruhigende Feststellung auf Grund der Tatsache, weil vor ein paar Jahren der Staat laut dazu aufrief: „bitte produziert mehr Kinder, denn sonst stirbt unsere eigene Bevölkerung aus.“ Vielmehr gleicht unsere Nachkommens-Anschaffung die eines Golden Retriever Kaufs. Mag man gedacht haben, dass die Generation 1993 – 2000 schon gespoilt und gehypt wurde, so erhielten jene Kinder zumindest noch menschliche und soziale Prägung. Diese Attribute scheinen nun völlig aus der Mode zu sein. Neuerdings sieht es in den deutschen Kinderzimmern und Kellern (laut Mutter der Vorrat für die nächsten Jahre und man würde auch für Opas und Omas mit kaufen) so aus. Wer jetzt denkt, dies ist die absolute Ausnahme.

LEIDER NEIN!!! Allein diese Gruppe, aus welcher die Fotos stammen, besteht schon aus fast 2000 Mitgliedern, welche fleißig mit eifern, wer am schnellsten, am meisten Plastikmüll anhäufen kann. Die Kinder scheinen auf vielen Fotos inmitten ihrer toten Spielkameraden sichtbar überfordert. Auf kritische Kommentare von anderen Mitgliedern zu ihren Fotos reagieren sie mit einem Gemeinschaftskollektivkommentar: „Das ist doch meine Sache. Dir muss es doch nicht gefallen.“

Ja so können nun wiederum alle Veganer und Ökos, welche schon in statische Abwehr verfallen, wenn nur eine Plastiktüte aus fremder Hand sie streift, sich entspannt zurück lehnen und dabei zusehen, wie andere ihnen die Luft und Natur wegkonsumieren. Kontroverse Welt.

Wer meint, er ist fein raus, weil seine Kids ja schon groß sind: weit gefehlt. Der Konsumwahnsinn macht auch vor einsamen Singles und bereits gefestigten Familienmanagerinnen nicht halt. Heutzutage gehst du nicht mehr in den Laden, holst dir ein paar Wollknäule passend zu deinem Muster, welches du dir für dein nächstes Strickprojekt ausgesucht hast.

Nein, nein, heut kaufst du einfach so Wolle und zwar in Massen und nicht Maßen. Knäul Anzahl völlig wurscht. Wichtig bei der Kaufentscheidung ist lediglich der Anblick der kunterbunten Farben und dass sie sich ganz kuschelig anfasst. Da wird dann zwar online gefragt und getüftelt was man daraus machen könnte, aber weitaus mehr, wie man sie am besten fotogen drapiert und lagert. 1 auf 1 m Regale voll mit Wolle ähnlich dem Laden, wo man sie erwarb, sind nicht mehr selten anzutreffen. Warum? Antwort der netten Damen: „Man hätte ja sonst keine Macken und würde sich sonst nichts gönnen.“

2017 kocht und backt man auch nicht mehr um zu essen sondern um zu fotografieren und zu verschenken. Und um das Sterne-Pralinchen passend einzutüten und den Geschmack in Perfektion zu kreieren, kommen da Kitchen Aid, Vollautomatikherd, Thermomix, Eis-, Nudelmaschine auf den Kreditkartenzettel. Während man für einen Flug äußerst ungern mehr als 50 Euro ausgeben möchte, kauft man sich Küchenhelfer im 1000er Bereich. Immer mit dem Aspekt man hätte ja keine Zeit, wäre nur mit Arbeiten beschäftigt um überhaupt leben zu können. HALLO????? Ist da noch jemand, oder haben Außerirdische schon unsere Zellen ins Weltall abgesaugt.

Es kommt äußerst selten vor, dass ich mal etwas öffentlich kommentiere. Seit heute weiß ich auch, warum ich mir das meist verkneife. Ich als Schreiberline verfalle dann in einen Tippwahn, welcher ungeahnte Längen annimmt.

Name hab ich hier mal weggelassen, da dieser Post ursprünglich eine Antwort von mir auf einen Kommentar zu einem Artikel der Huff Post Deutschland war; die Dame erörterte, dass ihr Altenpflegeheim, in welchen sie tätig ist, eine sehr gute Pflegebewertung bekommen hätte, weil sie ausschließlich deutsche Angestellte hätten. Und dann waren da auch noch ein paar andere nette Kommentare von so Menschen, welche denken, wenn wir keine Flüchtlinge hätten, dann wäre hier das Paradies auf Erden, mit Love is everywhere und Glitzerblümchen überall.

„Liebe……., dieses Gefühl kann ich dir jetzt schon nehmen. Denn wenn wir Erdler so weiter machen ist das Einzige wovon du gepflegt wirst ein Roboter. Und da wirst du dir dann Menschlichkeit wünschen. Egal welche Nationalität.

Und liebe Anderen mit Angst vor Fremden und Kriminalität bla bla. So langsam sollte es auch wirklich der letzte Netzmeinungssüchtige kapiert haben, dass Ländergrenzen und dieses Muslim- Christen, rechts- links, gut- böse, bla bla einfach nur noch eine Flucht vor euch selbst ist. Jeder von uns westlichen Wohlständlern walzt täglich mit seinem Lebensstil die Ressourcen unserer Erde nieder und das ohne Rücksicht auf jegliche Verluste. Und diese Statistiken wollt ihr nicht sehen. Seid dankbar und zufrieden, dass es gerade noch so läuft. Wir können froh über jeden einzelnen Zuwanderer sein, welcher hier bei uns Fuß fasst und unsere Wirtschaft und Dienstleistungssektor aufrecht erhält. Und bitte verschont mich mit – wie „die“ ihre Arbeit machen. Binnen Sekunden ist es möglich Gegenteiliges aufzulisten. Jeder welcher auch nur noch im geringsten Vergleiche bezüglich Herkunft und Religion aufstellt, sollte sich langsam in Grund und Boden schämen, während man sich wie selbstverständlich den Allerwertesten mit 4 Lagen abputzt und tonnenweise wertvolles Wasser verschwendet. Jeder dritte Deutsche mit Putz-Wahn ist gefährlicher als 1 potentieller Terrorist. Die knallen nämlich täglich so viel Chemie und Schadstoffe in ihre Familien und Umwelt. Also bitte keine Angst vor dem Fremden. Viele schaffen das auch ganz allein selbst. Da geht man mit Waldi Gassi und legt ihm das edle Rohfleisch vom Tierfuttergeschäft vor, klickt und teilt den nächsten Tierskandal, während man sich selbst das Steak für 1,99 hinter die Kiemen schiebt. Und es ist mir völlig wurscht was ihr mir an den Kopf donnert. Spiegelt euch verdammt nochmal selbst. Und nein das macht ihr nicht, denn sonst würdet ihr nicht so einen geballten Mist über den Äther schicken. Das gilt für alle jene, welche Schiss um ihren Allerwertesten haben, weil ein paar Psychos da draußen eine andere Religion missbrauchen. Straftäter bleibt Straftäter scheiß egal woher. Und wer Angst vor Einsparungen hat. Da kenn ich ein gutes Zauberwort: Selbstverantwortung. Anstatt dich für einen harten Arbeitstag mit Zigaretten und Alkohol sowie Chips und Schokolade zu „belohnen“. Geh laufen, iss gesund und lass die legalen Gesellschaftsdrogen weg. Im Alkoholrausch geschehen täglich mehr Gewaltverbrechen und Gewalttaten als es alle Flüchtlinge zusammen überhaupt bewältigen könnten. Scheiß Doppelmoral oder? Und bitte gern geschehen für alle die sich angesprochen fühlen. Kotzt mich dieses Gejammer an.“

Das witzige daran ist, dass dies mal wieder einer jener Kommentare war, welchen ich sogleich wieder löschen wollte. Irgendwas war schief gelaufen. Anstatt kopieren in meine Dokumente hatte ich wohl auf posten geklickt. Naja bisher lebe ich noch. Der Shitstorm blieb aus. Anscheinend gingen jener Dame und den beiden Herren die polemischen Argumente aus. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin alles andere als ein Moralprediger oder Missionar. Leben und leben lassen, das ist meine Devise. Dennoch ist es wichtig auf das Wesentliche zu verweisen. Unsere geliebte Erde und das wertvolle Leben, das täglich auf ihr wächst. Auf all die Menschen der anderen Kontinente , welche nicht das Glück haben in Wohlstand und Frieden aufzuwachsen oder alt zu werden.

Mir fehlt in so manchen Belangen die Relation, wenn z.B. Tierschützer immer vehementer in ihrer Propaganda werden und dabei völlig vergessen, dass auch sie einer Spezies angehören, wo es milliardenfache Missbräuche und Quälereien gibt. Völlig egal wie oft wir aus dem Land mit „O Points“ noch unsere Nase rümpfen, nie war der Sport und die Musik so wichtig um Rassen, Geschlechter und Nationen zu vereinen. Mittlerweile schon viel zu oft, sehen sich Organisatoren von Großveranstaltungen dazu gezwungen politische Statements abzugeben. Dort, in einem Bereich, wo Politik eigentlich nichts verloren hat. Musik und Sport soll und muss grenzenlos und frei jeglicher politischer und religiöser Belange bleiben. Doch immer mehr werden gerade diese Veranstaltungen genutzt um Statements abzugeben.

Aktuelle Beispiele zeigen allzu deutlich, wie schnell es durch sture und wiederholte Meinungsmache möglich ist komplette und ausführlich formulierte Statements aus dem Kontext zu reißen umso das eigene Interesse in den Vordergrund zu stellen. Man kann fast täglich beobachten, wie es für selbst gut ausgebildete Journalisten immer schwieriger wird ihre eigenen Belange und Meinungen außen vor zu lassen. Zu sehr sind sie durch die sehr hohe Reaktionsfreudigkeit der User dazu verleitet, ohne große Recherchen, einen Artikel ins Netz zu schmeißen, welcher jeglicher Neutralität fern ist. Ganze Wortstämme werden umfunktioniert um dadurch seiner eigenen Emotion Ausdruck zu verleihen.

Während wir wichtige Fakten bezüglich Umwelt, Müll, Ernährung, Gesundheit und Menschlichkeit immer mehr in den Hintergrund stellen, zählt nichts so viel als immer und immer wieder die gleiche Leier über steigende Kriminalität, was DIE ANDEREN alles falsch machen, wie beschissen ALLE Politiker sind und wie doof doch der Nachbar/Kollege/Verwandte/Bekannte/Lehrer ist. Die Welt ist so ungerecht nur man selbst poliert seinen Heiligenschein und suhlt sich weiterhin im nicht handeln und denken, da sich ja eh nichts ändern würde.

RICHTIG!!!!!

Die Konsequenz aus diesem Denken:

In ein paar Jahrzehnten werden die Ressourcen unserer Erde so ziemlich aufgebraucht sein

In ein paar Jahrzehnten wird der Mensch nahezu völlig isoliert und Angst behaftet in seinem sterilen Mausoleum vor sich hin vegetieren

In ein paar Jahrzehnten werden die Generationen, welche jetzt gerade gezüchtet werden ihren eigenen Plastikmüll zuhause upcyceln, weil es niemanden mehr geben wird, welcher gebrauchte Sachen kauft, da er selbst genügend davon hat

In ein paar Jahrzehnten werden viele Menschen wieder sehr jung erkranken, fast wie im Mittelalter, weil sie sich innerlich mit all der Chemie vergiften und sich gegen jegliche Antibiotika resistente Keime gebildet haben

Ich bin mir sicher, dass gerade jetzt hier viele Leser leise dachten. Eigentlich ist es ja schon fast so.

RICHTIG!!!!!!

Höchste Zeit das eigene Denken zu revolutionieren. Und zwar von außen nach innen. Wie?

– denkt nach bevor ihr propagiert

– nutzt eure Zeit für euch und nicht für andere

– belügt euch nicht mehr selbst

– sensibilisiert euer Bewusstsein und eure Achtsamkeit

– lächelt einmal mehr und klagt einmal weniger

– richtet euren Fokus auf euren eigenen Kosmos

– seid dankbar, dass ihr täglich genügend Alternativen habt zu handeln und zu denken

– überwindet euren Schweinehund in Richtung Bewegung und Frischluft

– beginnt euch selbst zu lieben

– begegnet euren Freunden/Bekannten/Verwandten offen und authentisch

– erzählt was ihr selbst tut und fordert nicht von anderen

Habt den Mut Dinge zu verändern. Lebt eure Träume und relativiert eure Ansprüche.

Ich wünsche euch eine bewusste Zeit.

Bis bald

Eure Sue Freund

EMBRACE

Embrace

Eigentlich möchte ich die Überschrift, gleichzeitig auch Titel des Films, welchen ich heute als Thema habe, einfach so stehen lassen. Ohne weitere Worte, ohne Hinterfragen, ohne Begründen, ohne Erklären, ohne so vieles, was eigentlich als selbstverständlich gelten sollte.

ABER so läuft es hier nicht auf unserem Planeten, in unseren Köpfen.

Viel zu viele wundervolle, einzigartige, faszinierende, traumhafte Schönheit ausstrahlende Frauen leiden, quälen sich nach wie vor, hungern, futtern, weinen und hadern.

Und der erste Gedanke, welcher mir in den Sinn kommt ist sie alle zu umarmen und einer jeden einzelnen bei meiner Umarmung etwas von diesem unheimlichen Vertrauen, dieser Liebe, dieser Freude und dieser Zufriedenheit, welche ich empfinde, weiter zu geben.

Am liebsten würde ich es hinaus schreien in die Welt, dass sie alle, jede Einzelne welche ich kennen lernen durfte wunder-, wunderschön und unheimlich bereichernd für ihr eigenes Leben und auch für das der anderen in ihrem Umfeld ist.

Diesen Blog heute widme ich all den Frauen, welche ich kenne und lieb hab. Und ich wünsche mir jetzt und hier und heute, beginnt euch jetzt und hier zu lieben. Es wird euch so gut tun. Ihr werdet so viel Glück und Freude und Liebe empfinden. Es lohnt sich. Beginnt jetzt damit. Habt keine Angst mehr davor. Ihr dürft das. Ihr dürft euch selbst umarmen, genauso wie ihr jetzt gerade in diesem Moment seid.

Warum schreibe ich das hier und jetzt, nachdem ich gestern mit einer sehr lieben Bekannten im Film „Embrace“ (lief nur gestern in den Kinos und gibt es ab 18. Mai auf DVD) war? Weil ich sichtlich erschrocken war, wie viele Frauen, welche ich persönlich kenne, welche ich bewundere für das wer sie sind, was sie tun, wie sie fühlen, das Bedürfnis hatten, in diesen Film zu gehen. Frauen, welche seit vielen, vielen Jahren täglich mit ihrem Körper, mit ihrem Aussehen, mit ihrer Figur hadern.

Und nein ich schreibe keineswegs von Frauen mit starken Verbrennungen, Lähmungen, Handicaps, enormen Übergewicht. Ich schreibe von Frauen mit zarten und schlanken Figuren. Nicht von Frauen mit Haarausfall, Akne, Wunden. Aber von Frauen mit Narben.

Deshalb war ich sofort offen dafür, als ich gefragt wurde, ob ich mitkommen möchte. Ich selbst hatte von dem ganzen Thema nichts mitbekommen, da ich schon sehr weit von dieser Thematik entfernt fühle und lebe. Denn auch ich hatte Narben wie sie.

Frauen mit Narben auf ihren Seelen. Und diese vielleicht schon längst verheilten Wunden hinterlassen eben Spuren, welche sich durch Schmerzen oder deren Anblick immer wieder ins Gedächtnis rufen. Sie bestimmen ihren Alltag, ihre Freizeit, ihren Job und somit ihr gesamtes Leben.

Der ein oder andere fragt sich nun vielleicht, warum besteht diese Problematik noch so stark, warum entwickelt „Frau“ sich nicht weiter, obwohl unsere Welt gepflastert ist mit vielen kleinen und großen Helfeshelfern, welche es doch gut meinen.

Frauen und auch immer mehr Männer werden schlichtweg zubombatiert mit gut gemeinten Ratschlägen, Coachings, Seminaren, Workshops und vielen mehr. Nur eine klitzekleine Kleinigkeit wird dabei oft vergessen: das Individuum.

Selbstannahme und Selbstliebe kann nicht aus der Retorte kommen, kann nicht trainiert oder angelernt werden wie aus einem Lehrbuch.

Dieses sich selbst spüren findet nicht statt, wenn man 50 Bücher liest, 100 Filme guckt ,auf 20 Seminare rennt. Nein, dieses Lebensevent. Ja ich benenne es so. Dieses Lebensevent „Selbstliebe“ kommt mit dir ganz allein, entsteht in deinen einsamsten Stunden, wächst in deiner Askese mit dir selbst. Genau dann, wenn du spürst, dass dich all die Werbung, die Diskussionen, die Hilfsangebote überfluten, genau dann beginnt der eigentlich wichtige Prozess, dann wirst du eine Sehnsucht entwickeln, eine Sehnsucht welche dich zu deiner Heilung führt.

Genau an dem Tag, an welchen du beginnst authentisch zu werden, an dem du lernst NEIN zu sagen, an dem du dich wohlfühlst, weil du etwas tust, dass dich und nur allein dich bereichert, genau an dem Tag beginnst du dich selbst zu lieben.

Was möchte ich damit sagen?

Dass all die Coaches, Speakers usw. überflüssig sind. Definitiv nicht. Eher im Gegenteil. Sie sind alle wichtig, denn sie sind Wegbereiter, sie sind Begleiter und sie sind ein Spiegel. Denn sie alle haben sich entschieden in diese Dienstleistung zu gehen, weil sie selbst auch einmal an diesem Punkt waren, oder einige von ihnen auch noch immer sind. Und deshalb ist es manchmal auch der Fall, dass sie sich zusammen mit euch weiter entwickeln. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

Auch bei mir waren die letzten 5 Jahre, als ich noch aktiv begleitet habe, eine enorme Entwicklung. Jeder einzelne Mensch war eine Bereicherung für mein Leben. Und ich bin sehr dankbar für alles, was ich spüren und erfahren durfte.

Wichtig ist nur, dass ihr, wenn ihr Workshops besucht, wenn ihr euch Bücher kauft, oder Filme guckt, eure Erwartungen in das Fremde nicht so hoch sind. Ihr selbst seid es, wo wichtig seid. Saugt Neues auf, genießt Eindrücke, liebt Umarmungen und verliert so mit der Zeit eure Scham. Je mehr ihr euch öffnet und darüber sprecht, was euch schmerzt, desto schneller findet ihr zu euch selbst.

Ich schenke euch hier mit meinem heutigen Blog eine kleine Übung. Handhabt sie gewissenhaft und mit enormer Ernsthaftigkeit. Macht euch eine Memo in eurem Handy oder nehmt einen kleinen Block und Stift mit in euren Tag. Und dann beobachtet bewusst 2 Tage lang, wie oft ihr euch vergleicht oder andere Menschen (Klamotten, Schminke, Tasche, Haare etc.) wahrnehmt und kommentiert. Macht jedes Mal einen Strich oder Sternchen.

Nach diesen zwei Tagen wendet ihr euer Denken um. Das wird anfangs schwer, weil ihr es nicht gewohnt seid. Aber bitte tut es. Überwindet euren Schweinehund und tut es. Und zwar ändert ihr euer Denken von außen nach innen. Das funktioniert folgendermaßen:

Immer wenn ihr euch dabei ertappt andere Menschen wahrzunehmen, euren Fokus über längere Zeit mehr auf sie legt als auf euch selbst  und irgendetwas an ihnen mit euch vergleicht, seht euch bewusst genau diesen Punkt eures Körpers an. Schreibt diesen Körperpunkt auf. Wenn ihr Lust habt, schreibt mir nach den 3 Tagen und wir bequatschen das Ergebnis zusammen. Ihr werdet nach diesem nur einen Umdenktag etwas faszinierendes feststellen. Etwas das euch hoffentlich so viel Kraft und Energie verleiht, dass ihr einen riesen Schritt zu euch selbst gefunden habt.

Schönheit ist nicht greifbar, Schönheit ist nicht pflanzbar, Schönheit ist nicht operierbar, Schönheit ist nicht gemacht, Schönheit ist nicht bezahlbar, Schönheit ist nicht fremdbestimmt.

Schönheit entsteht aus der Liebe, aus der Liebe entsteht ein neuer Blick auf dich selbst, durch diesen Blick entsteht eine Tiefe und diese Tiefe lässt dich ganz nah bei dir sein. Dies schenkt dir unheimlich viel Vertrauen. Vertrauen in deine Gefühle, in dein Handeln, in dein Denken und in deinen Körper. Und wenn du deinen Körper liebst, dann wirst du auch von ganz allein spüren, was gut für dich ist.

Ich habe schon in vielen meiner Blogs auf meinem alten Blogportal von diesem Körpergefühl gesprochen. Ich weiß nur zu gut wie es sich anfühlt, aber ich weiß auch schon fast mein ganzes Leben lang, was Ausstrahlung mit einem macht. So war ich schon immer eine Frau, – völlig egal welche Körpermaße sie gerade aufwieß- , welche von sehr schlanken, sehr hübschen Frauen Komplimente bekam. Besonders fasziniert fand ich einmal die Aussage einer lieben Bekannten, welche mir, nachdem wir uns 50 Kilo leichter wieder sahen, dass sie gar nicht bemerkt hätte, dass ich so dick war.

Damit möchte ich jeder Frau da draußen vermitteln, dass es völlig wurscht ist ob du groß oder klein, rot oder blond, schwarz oder weiß, dick oder dünn bist. Du strahlst aus, was du fühlst und das kannst du weder weghungern, noch aufspritzen, noch per OP vernichten lassen. Liebe dich selbst, dann klappt alles, was du dir erträumst von ganz allein.

Glaubt mir, denn ich hab es selbst alles erlebt.

 

Von 0 bis 14 war ich sehr sehr sehr dünn

Von 14 bis 18 war ich „normal“ (Brüste wuchsen, Po plubbte auf, Hüften zeigten sich)

Von 18 bis 23 war ich mal so mal so. Schlank, ganz schlank, speckig

Von 23 bis 27 war ich wieder „normal“ (niemals 90-60-90) sondern eher drüber

Von 27 bis 30 war ich nach meiner ersten Schwangerschaft mega aufgeblasen, aber nicht weil das unweigerlich so sein muss, sondern weil ich einfach nur Mist aß und da schon ziemlich fremdbestimmt war

Von 30 bis 34 war ich mega schlank. Da hatte ich BÄÄÄÄM Die Figur vor dem Herrn. Und was soll ich sagen. Von all den Männern auch schnell darauf reduziert, wenn sie mich das erste Mal sahen. War ich im Nachhinein betrachtet da glücklich. Definitiv nicht.

Von 34 bis 48 wog ich angefangen bei ca 100 Kilo zu meiner Hochzeit, in Bestzeiten so um die 125 bis 130 Kilo. Genau weiß ich es nicht mehr da ich mich nie gewogen hatte zum Schluss, aber auf Grund meiner Körpergröße und damaligen Kleidergröße gut auszurechnen. War ich da faul. Definitiv nicht. Ich engagierte mich zu diesem Zeitpunkt sehr viel ehrenamtlich und war viel unterwegs. Ich war so, weil ich sehr fremdbestimmt lebte. Ich lebte nicht mein Leben sondern das der Gesellschaft.

Am 09. März 2016  habe ich begonnen MEIN EIGENES LEBEN zu leben.

Es ist mir scheiß egal welche Kleidergröße die perfekte ist, es ist mir völlig rille wie oft mich Frauen noch fragen wie viel ich wiege, denn ich werde mich niemals auf eine Waage stellen. Und es interessiert mich nicht wie oft mich Leute noch fragen wie viel ich noch abnehmen möchte.

Ich habe mich selbst gefunden. Ich liebe mich so wie ich jetzt bin, so wie ich jetzt lebe und nur das zählt. Welch eine Bereicherung das für mein Leben ist, kann ich nur sehr schwer in Worte fassen. Aber ich kann etwas sehr wichtiges tun.

Ich kann jeder Person, welcher ich begegne, welche ein Teil meines Lebens ist, wird oder war,  umarmen und ihr damit vermitteln, dass auch sie es schaffen kann sich zu lieben.

Nackt und vollkommen, so wie wir geboren sind, so vollkommen und nackt werden wir auch wieder gehen. Und jede Minute, jede Stunde, jeder Tag dazwischen soll mit Liebe gefüllt sein. Lernt euch neu kennen. Erforscht eure Körper, eure Seele, euer Herz. Es gibt so viel Schönes zu entdecken.

Denn meine Botschaft lautet:

Wenn ich das kann, dann kann das jede einzelne von euch da draußen auch.

 

Ihr alle welche diese Zeilen bis hierher gelesen habt, ihr alle seid Wundervoll und ich danke euch, dass ihr ein Teil meines Lebens seid.

 

ANJA   ALEXANDRA   ANDREA  BETTINA  STEPHANIE  STEFANIE   GABRIELLA   MANDY    SANDRA   SONJA   JULIA   PAMELA   TATJANA   SUSANNE   ANTJE   HEIKE   MONIKA   IWONA   DIANA   JUDITH   NADINE   MILA   DENISE  KERSTIN   CHRISTINE  EVA  GRIT   SIMONE   SABINE   HEIKE   NINA   SEPIDEH   PETRA   ANNA  VERENA  USCHI   CLAUDIA   KAREN   KATHRIN  YVONNE  RAMONA   YASEMIN   SVENJA  ILONA  ELFI   JULIA  ANNETTE    JACQUI    DANI  NESE  MARION  MARIANNE  TANJA  CAROLYN   VALERIE  ANGIE  ASTRID  MELISSA  CHRISTINA   GABI   SIGRUN  NATHALIE   SUSI   KRISTINA  LAKEYSHA  JOHANNA   KATHARINA  ANKA  GABRIELLE  CHRISTIN  NICOLE  NICKY  YVETTE  HILDE  VANESSA  NADINE  JENNIFER  REGINA  SYLVIA  SILVIA  YILDIZ   SONY  INKA   MICHELLE   SABRINA  SANITA  MICHAELA  LISA   SILKE   KATRIN   BIGGI   ELKE  DORIS   MELANIE  LIDIA   CARMEN  INA  GIGI   BEA   ANKE  ERIKA  INNA  BRIGITTE  GINA   MONIKA   ROSI  

Mir liegt da was am Herzen

Mir liegt da was am Herzen:

des Öfteren les und hör ich innerhalb und außerhalb des Netzes immer wieder von Freunden, dass sie von vermeintlichen „Freunden“ ihrer Essensgewohnheiten, ihrer Lebensgewohnheiten, ihres Benehmens, ihres Fühlens und ihres Liebens belehrt werden.

So wird das nix mit dem „wir sollen alle besser werden“. Erzählt über euch selbst, erzählt was euch glücklich macht und lasst euer Gegenüber dasselbe tun.

Egal ob nackt oder angezogen, ob schwarz oder weiß, klein oder groß. Würden immer mehr Menschen zu erst einmal die „Meinungsfreiheit“ für sich selbst nutzen und sich vor dem Spiegel mal gehörig selbst die Meinung geigen, dann wären sehr viele nicht mehr ganz so erpicht stets und ständig des anderen Gutes ins eigene Schlechte zu ziehen. Nie war es so einfach wie heute sein eigenes „gutes“ Leben zu kreieren.

Heute hat man Alternativen. Man kann zwischen Chemie und Bio wählen. Man kann jemanden heiraten oder es lassen. Man kann lügen oder die Wahrheit sagen ohne enthauptet zu werden.

Wann lernt der Mensch das endlich mal zu schätzen, dass gerade jetzt nicht alles immer scheiße ist und man sich nur dann für ein paar Minütchen vermeintlich besser fühlt, wenn man seinen negativen Senf irgendwo dazu gegeben hat?

JEDER EINZELNE sollte das für sich selbst entscheiden dürfen. Wichtig ist es das Bewusstsein zu feilen, sich selbst zu lieben. Alles andere kommt dann von ganz allein. Denn jemand, welcher sich selbst sehr viel wert ist, möchte auch nachhaltig leben, essen, konsumieren und lieben.

Wenn mir jemand oder vielleicht sogar mehrere vor über einem Jahr gesagt hätten, dass ich Bärlauch, Kräuter, selbstgebackenes Brot, Smoothies, Bärlauchpesto, vegane Nuss Nougatcreme, Müsli etc. mal über alles lieben werde, mir nicht mehr vorstellen könnte anders zu essen und zu trinken, dann hätte ich allen Ernstes dieser Person oder diesen Personen den Vogel gezeigt.

Nur man selbst ist der Schlüssel und die Toleranz, Empathie und Nächstenliebe von uns allen kann zusätzlich den Weg zu uns selbst erleichtern.

Je mehr Missionare, Besserwisser und Extremisten versuchen andere zu belehren umso länger wird es dauern, bis die Mehrheit der Menschheit erkennt, was sie sich selbst antut.

Nehmen wir das Beispiel rauchen. Ich selbst bin nun seit 4 Jahren absoluter Nichtraucher, aus dem ganz einfachen und simplen Grund, dass ich mittlerweile tot wäre, hätte ich dem Glimmstengl nicht abgedankt. Ich würde sicherlich jetzt noch rauchen, wäre ich gesundheitlich tipp top in Form gewesen. Zweites Beispiel Nahrungsmittel. Hätte ich nicht Glutamat und Co verabschiedet wäre ich „simple as that“ jetzt ein zweites Mal tot.

Mein Körper und die Liebe zu mir selbst und dass ich dankbar bin leben zu dürfen und vielleicht auch alt werden zu dürfen hat mich wachsam gemacht und mir das Leben gerettet. Plötzlich gab es keine „Ich kann das nicht“ „Ich schaff das nicht“ Gedanken mehr. Es gab nur noch einen tiefen Überlebenswillen.

Hätte mir vor 2 Jahren jemand gesagt, dass ich heute 50 Kilo leichter und organisch fast völlig gesund hier sitzen würde, hätte ich nur müde gelächelt. In meinem Körper lag alles im Argen. Ich hatte sehr schlechte Leberwerte von den ganzen Medikamenten über die Jahre (gegen Sodbrennen, Magenschoner, Säureblocker, Schmerzmittel etc. etc. etc.)und dem zusätzlich miserablen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, meine Speiseröhre war völlig entzündet, ebenso mein Magen. Mein Darm glich einem Desaster und ich hatte eigentlich keine Verdauung mehr. Das Schlucken fiel mir sehr schwer, weil meine Schilddrüsen alle Mängel aufwiesen, was in der modernen Medizin Rang und Namen hatte. Es wurde so ziemlich alles diagnostiziert, was es heute im Wohlstandskörperrepertoire im Angebot gibt. Aus purer Verzweiflung begann ich Psychologie zu studieren. Dieses 4jährige Studium war mein Weg raus aus dem absoluten Körper- und Kopfchaos hinein in eine Welt, welche Selbstheilung versprach. Aber es war ein langer und sehr steiniger Weg. Und ich bin noch lange nicht am Ziel.

Warum ich erst mal dort gelandet war ist leicht erklärt. Ich war völlig fremdbestimmt. Hatte keinerlei Selbstbewusstsein, orientierte mich nur an den Aussagen anderer und war fest davon überzeugt, dass ich nur überempfindlich bin, weil andere konnten ja auch über Jahrzehnte hinweg sich das „verdiente“ Glas Wein am Abend hinter die Pinte kippen, ohne einen Makel davon zu tragen. Das dies aber alles nur eine äußere Hülle derer war, das vermochte ich damals nicht zu erkennen. Ich glaubte eh anderen viel mehr als mir selbst, wollte ich doch stets beliebt und gemocht werden. Heute für mich völlig unvorstellbar so zu denken.

Gerade jetzt nach einem Jahr durchgehend Gewichtsverlust befinde ich mich in einer enorm wichtigen Phase. Ich muss mehr denn je auf mein inneres Gleichgewicht achten. Nie war Achtsamkeit und Bewusstsein wichtiger als jetzt. Denn sehr schnell kann man von einer sehr ausgeglichenen Ernährung und Bewegungsrhythmus in eine sich selbst zu sehr unter Druck bringende Lebenssituation geraten. Man möchte dann zu schnell zu viel.

Gerade jetzt gilt es seinem Urinstinkt und seinem Körpergefühl zu vertrauen und auf dieses zu lauschen. So weiß man dann einfach, dass es gar nicht passieren kann, dass man in alte Gewohnheiten zurück fällt oder alte Nachlässigkeit wieder aufnimmt.

Was genau meine ich damit? In einem ganzen Jahr mit der Gewohnheit nur und wirklich nur dann zu essen, wenn man wirklich Hunger hat, und dabei nur versucht nach und nach mehr und mehr Chemiezusätze wegzulassen, verkleinert sich der Magen so sehr, dass es einem gar nicht mehr möglich wäre zu viel Nahrung aufzunehmen. Zeitgleich wird auch die Datenautobahn zum Gehirn geteert mit positiven Informationen, so dass es dem Unterbewusstsein nach mehr als 365 Tagen nicht mehr möglich ist fiese Tricks an das Gehirn weiterzuleiten. Die da wären: „Ein Mars ist doch kein Problem. Oder einmal Kohlensäure hat noch nie geschadet.“ Dein Gehirn sendet sofort den Impuls zurück, dass du das aber einfach nicht brauchst und es Fakt schädlich für deinen Organismus ist, also überflüssig.

Was genau passiert mittlerweile da bei mir? Ich kann hierfür das beste Beispiel Werbung nennen. Ganz egal ob beim Streaming von Serien, im Kino oder auf Plakaten. Wenn ich jetzt und heute Spots für Softdrinks sehe, löst das bei mir so viel aus, wie wenn ich als nicht Motor- und Autoaffiner Mensch Werbung für Motoröl sehe. Ebenso ergeht es mir mit der Auslage in Bäckereien und Metzgereien. In ersteren findet man mich nur noch in absoluten Ausnahmefällen und in zweiteren habe ich einen Metzger meines Vertrauens, wo ich schlichtweg 3 Sorten aus dem Angebot wöchentlich für meine Männer erwerbe. Was bekomme ich dadurch geschenkt? Unheimlich viel Zeit, Zeit für Freunde, Zeit für meine Familie, Zeit für mich und Zeit für leben. Ich muss nicht mehr ständig Entscheidungen treffen, weil mich die Auswahl nicht mehr interessiert. Und so geht man Schritt für Schritt in einen immer kleiner werdenden Konsumradius.

Ich weiß nicht, ob ich je in meinem Leben ein intensiveres Gefühl erleben durfte, als ich es jetzt in sehr vielen Bereichen und Situationen meines Lebens empfinde. Voller Stolz blicke ich heute auf einen simplen Tisch, angerichtet mit einfachen Nahrungsmitteln und fühle z.B. beim genießen dieses Kaffees sehr viel Gutes. Vor einigen Jahren war „Brot selbstbacken“ in meinem Kopf so weit von der Realität entfernt wie China von Deutschland. Meine Datenautobahn war so geteert, fremden Großbäckereien mehr Vertrauen in Hygiene, Zutaten und Backkunst zu schenken als mir selbst. Mittlerweile völlig umgekehrt. Wenn ich heute Hausfrauen und Mütter beobachte, wie sie systematisch im Minutentakt Chemie, Gifte und Plastik ins Leben ihrer „geliebten“ Familien katapultieren, fühle ich mich sehr hilflos. Eben weil ich, wie oben beschrieben, und nach 5jähriger Berufspraxis am eigenen Leib erfahren, weiß, dass sie erst dann aufwachen werden, wenn sie selbst oder eines ihrer Lieben krank werden. Und zwar nicht nur ein bisschen, denn dies betäubt man dann mit Pharmas, sondern richtig krass. Und kein Joke jetzt.

  1. Das alles nennt man Bevölkerungskontrolle. Nur mit dieser Kontroversität ist es den Eliten möglich sich selbst am Leben zu halten und den Planeten nicht in kürzester Zeit explodieren zu lassen.

Was genau bedeutet das? Ganz einfach. Nie war es so wichtig wie heute, dass du dir selbst wertvoll wirst, dass du lernst wieder allein sein zu können, damit du nur dann in Gesellschaft trittst, wenn du wertvolle und positiv getränkte Gespräche führen kannst. Nie war es so wertvoll wie heute, dass du dich bewegst, dass du die Natur und die Tiere schätzen lernst. Nie war es so nötig wie jetzt, dass du nur dann isst, wenn dein Körper Hunger verspürt und dass du trinkst, wenn du durstig bist. Denn dein Körper ist dein Leben, dein Körper ist dein Elixier. Und in diesem Körper wohnt deine Seele, dein Herz, dein Verstand und deine Liebe.

Warum haben so viele Menschen Ängste, Panik, Tics, Zwänge? Es gibt nur einen einzigen Grund. Sie haben es verlernt oder nie gelehrt bekommen alleine zu sein, sich selbst wahrzunehmen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Gesellschaft sowie die Familie suggeriert immer wieder, dass man ein Niemand ist wenn man nicht erfolgreich ist, wenn man keine Freunde hat usw.. Auch ich selbst habe das suggeriert und kann mich heute nicht oft genug bei meinen beiden Kindern dafür entschuldigen.

Gehen wir mal das ganze Schema von der anderen Seite an. Professoren, Doktoranten, Wissenschaftler, Piloten usw.. All jene an welchen sich die Gesellschaft so gerne orientiert. Sie sind es, welche existenziell perfekt gelernt haben mit sich allein zu sein. Sich auf sich selbst und NUR auf sich selbst zu verlassen. Welche Jahrzehnte hinter ihren Büchern verbracht haben. Und so ist es an der Zeit auch all den anderen Menschen dieses Geschenk zu machen. Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln, wenn sie Nein sagen, wenn sie sich erlauben stolz auf einen leeren Freizeitterminkalender zu sein. Ich persönlich z.B. freue ich sehr, wenn es mal eine Woche mit 4 Besuchen gibt. Aber umso mehr freue ich mich dann auf eine Woche ganz ohne Dates. Und ja gerade deshalb empfinde ich mich als sehr wertvoll, weil es mir die Gabe schenkt spontan und individuell handeln zu können.

Oft bekomme ich die Frage gestellt, wie ich Personen empfinde, welche mir gegenüber nur noch in Floskeln oder in gesellschaftlich eingeimpften Gebetssalven antworten. Mittlerweile habe ich hierfür eine schlichte Antwort. Gar nichts. Denn sie eliminieren sich aus meinem Leben von selbst, weil sie mich als sehr unangenehm empfinden.

Warum behaupte ich das? Weil wir alle eine Spezies Mensch sind und diesbezüglich gleich ticken.

Der fremdbestimmte Mensch, also der Mensch, welcher sich noch außerhalb seiner Findungsphase befindet, hasst es den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Er wird alles tun um sich vor Menschen, welche schon in einer entspannten Phase sind, fern zu halten.

Der sich selbst findende Mensch wird darum bitten, dass man ihm sehr ehrlich und direkt sagt, was man von ihm denkt. Er wird es filtern und für sich selbst entscheiden ob es wertvoll ist oder in seinen Augen Humbug.

Und der ebenfalls entspannte und sich selbst schon sehr nahe Mensch wird all diese Floskeln und Gebete schon selbst belächeln und definitiv nicht mehr nutzen. Kann ich dies verallgemeinern? Ja, definitiv. Menschen auf gleichen Ebenen werden sich finden, bereichern und völlig bedingungslos annehmen. Menschen unterschiedlicher Ebenen werden sich aneinander reiben und gleichschalten oder eben verabschieden. Und nein. Keine Ebene ist besser wie die andere, sondern eben einfach nur anders.

Wie macht sich so ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ebenen bemerkbar? Das ist für mich persönlich immer sehr amüsant. Ich kann es nur noch aus vergangenen Zeiten erzählen, weil ich es in der Gegenwart nicht mehr erlebe, dadurch, dass ich diese Impulse nicht mehr sende.

Ein ganz wunderbares Beispiel ist das Aufeinandertreffen im Supermarkt. Man hat sich schon ein paar Monate oder sogar Jahre nicht mehr gesehen und sendet sofort den Impuls aus: „Oh Gott die sieht ja immer noch so jung aus und ich dagegen?“ Dieses Signal bekommst du postwendend zurück. Du wirst sehr oberflächlich abgehandelt werden und die Satzformationen wie folgt werden nur so auf dich eindonnern, denn das ist genau der Impuls denn du geschickt hast.

– oh ich kann dir sagen, ich bin nur im Stress und weiß manchmal nicht mehr wo mir der Kopf steht

– ja mein Mann arbeitet sehr viel und muss das auch damit wir uns ein gutes Leben leisten können

– ja ich musste zu dem Arzt und zu dem und die letzten Jahre waren nicht einfach

– ja meine beiden Kinder gehen beide aufs Gymnasium und haben fast keine Freizeit

usw.. Ich könnte diese Liste hier unendlich fortsetzen und völlig wurscht, wen ihr wo begegnet. Es werden IMMER dieselben inhaltslosen Gespräche sein, welche NUR negativ und provokant in euren Köpfen bleiben. Denn völlig egal wie sich euer Gegenüber euch geäußert hat, ihr werdet folgende Inhalte in euren Köpfen behalten, wenn ihr euch in Phase 1 oder 2 befindet.

– man wie macht die das nur, trotz Stress so eine Figur und so eine Haut

– der geht es definitiv nicht so schlecht wie mir und ich war bei viel mehr unterschiedlichen Ärzten

– mein Mann wenn überhaupt vorhanden arbeitet auch wie wahnsinnig und nix kommt dabei rum

– meine Kinder hängen nur rum und ich wäre froh wenn sie keine Freizeit hätten, was beschwert die sich überhaupt

Spannend oder, wie einfältig, oberflächlich und an der Realität vorbei solche Konversationen und Begegnungen ablaufen? Lassen wir die unterschiedlichen Feinheiten mal außen vor.

Wann weißt du, dass du auf Ebene 3 oder in Phase 3 deines Lebens angekommen bist? Sehr einfach zu beantworten.

Wenn du absolut authentisch bist, völlig gleich ob du mit einem Professor oder einer alleinerziehenden, zuhause gebliebenen Mutter sprichst. Völlig gleichgültig welchen Stellenwert dein Gegenüber in der Gesellschaft hat und du es uneingeschränkt auf die gleiche Wertebene mir dir selbst stellst.

Dann wenn du keine Menschen mehr ver- oder beurteilst, sondern nur einzelne Handlungsstränge oder Situationen. Wenn du es kannst bestimmte Lebensweisen selbst  nicht anzunehmen ohne sie bei anderen anzuklagen.

Wenn du einen passionierten (bewussten) Fleischesser ebenso wertschätzen kannst wie einen in sein eigenes Leben verliebten Veganer. Und wenn du keine Grenzen mehr siehst, denn dieser Planet ist für uns alle hier.

NIEMAND aber auch wirklich niemand ist besser als der andere nur aufgrund von Hautfarbe, Nationalität, Religion oder Kultur. Verbrecher bleiben Verbrecher völlig gleichgültig wo sie herkommen und wo sie hingehen und es wird nicht ein einziges Verbrechen weniger geben, wenn der Mensch weiterhin in Grenzen denkt.

Du kannst fehlgeleitet denkende und fühlende Menschen nicht durch Grenzen aufhalten. Im Gegenteil. Drohung, Druck und Hass erzeugt immer Gegendruck und noch mehr Hass. Erst wenn das die Mehrheit versteht zu leben, erst dann wird unsere Erde ein kleines Stück besser werden und bis dahin kannst du nur Das eine Gute tun. Dich selbst lieben, deinen kleinen eigenen friedlichen Kosmos erschaffen, von welchem nichts negatives nach außen strömt.

Achtsamkeit wie leben?

Achte darauf was du kaufst, was du isst, was du trinkst. Es ist komplett unmöglich, dass du an Hunger oder Durst sterben wirst. Also vergiss nie, auch 200 m weiter laufen, 30. min länger kochen, 20 Euro mehr Ausgaben lassen dich nicht sterben. Das Gegenteil kann dir aber bis zu 10 Jahre weniger Lebenszeit schenken. Ein unschönes Geschenk nicht wahr? Es liegt an dir es zu öffnen.

Bewusstsein wie leben?

Sei dir bewusst was du tust, was du sagst, was du fühlst. Es ist komplett unmöglich, dass du an Einsamkeit zu Grunde gehst. Also vergiss nie, auch einmal mehr nachdenken, einmal mehr positive Gefühle und Gedanken äußern, 2 Tage länger Gutes lesen lassen dich nicht sterben. Das Gegenteil aber kann dir bis zu 10 Jahre weniger Lebenszeit schenken. Ein unschönes Geschenk nicht wahr? Es liegt an dir es zu öffnen.

Ängste und Panik sind von fremden Worten und Taten gemacht. Es ist nicht dein Gefühl, dein Denken und dein Handeln. Sobald du Angst spürst, bist du einen sehr wertvollen Schritt weiter in deinem Leben. Du bist in Phase 2. Mach dir selbst das Geschenk deines Lebens, bleib auf diesem Pfad und lerne Phase 3 kennen. Du wirst diese Ebene so sehr lieben. Du wirst ein neues Gefühl kennen lernen, was dir so viel Tiefgründiges, so viele Glücksgefühle, enorm viel Liebe,  so viel Demut und Dankbarkeit schenken wird, dass du wirklich zufrieden und glücklich leben wirst.

In diesem Sinne

Alles Liebe und bis bald Eure Sue Freund

Lebenserfolg ohne Abi und Lobby

 

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Karriere ohne Bildung

Aus dem Ghetto in die High Society

Erfolg ohne Abi

kennen wir nicht alle diese Geschichten und haben wir nicht alle mindestens eine Person in unserem Bekannten-, Freundes- oder sogar Familienkreis, welche diesen Traum zur Realität gemacht hat? Und hat es nicht bei den meisten dieser Personen ziemlich steinig, schwer und kompliziert begonnen? Heute leben wir in einer Welt, in der Individualität schon fast eine psychische Störung darstellt. Wie lange müsst ihr nachdenken, um diesen Jemand aus eurem Erinnerungsschrank zu holen, welcher es auf einem sagen wir mal, besonderen Weg zu Wohlstand und Ansehen gebracht hat. Ziemlich lange, oder? Aber es gibt sie, diese Menschen ohne Abitur, manchmal sogar mit „nur“ einem qualifizierten Hauptschulabschluss. Was diese Menschen besitzen kann man mit Erbschein, Abschluss und disziplinierten Elternhaus nicht erreichen.

Sie besitzen Individualität, sie haben etwas Einzigartiges, sie haben Talent, und das aller aller Wichtigste, sie haben einen Traum, und ein Ziel in ihrem Leben, auf welches sie ihren ganzen Fokus setzen. Sie lassen sich nicht beirren von äußerlichen Einflüssen, lassen sich nicht entmutigen von Rückschlägen.

Ich bin sehr dankbar dafür gleich mehrere solcher Karrierebeispiele in meinem Umfeld zu haben. Und wenn ich sage Erfolg, Karriere, und High Society, spreche ich nicht von den klassischen Bedeutungen, welche diese Wörter in unserer Gesellschaft inne haben. Erfolgreich sind auch viele Menschen, welche es mit Bravour meistern ihre Kinder allein groß zu ziehen, Karriere machen auch Menschen, welche ihre Familie so managen, dass aus ihren Kindern fantastische, glückliche und fröhliche Erwachsene werden. Und High Society beschreibt die Umgebung, welche demjenigen gut tut  und ihm etwas zurück gibt. Das kann durchaus auch ein einfacher Bauernhof, eine Mietswohnung oder eine WG sein. Man kann aus jeder Dachkammer etwas Wunderbares zaubern.  Also sozusagen ein gesunder und ehrlicher Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis.

Reiche Menschen sind nicht folglich glücklich. Das ist ein Fakt. Und Personen mit einem gut gefülltem Bankkonto sind auch nicht immer gesund. Das eine schließt das andere aber niemals aus.

Meinen Beobachtungen der letzten Jahre zu Folge, musste ich sogar feststellen, dass die Kinder der sogenannten „upper class“ weitaus anfälliger, empfindsamer und verletzbarer sind als die Nachkommen des sogenannten Fußvolks. Ich habe das Privileg sehr viele unterschiedlichste Menschen kennen lernen zu dürfen. Und jeder Einzelne, welchen ich auf meiner Lebensreise begegne, ist wunderbar auf seine/ihre Art und Weise. 

Ich möchte heute von einem alten Freund, und einer lieben Freundin erzählen: warum? Weil ich euch da draußen Mut, Power, Glaube an euch selbst und Träume schenken will. Egal was ihr euch auch wünscht, was eure Träume sind, wenn ihr diese  mit eurer Person in Einklang bringt, könnt ihr es schaffen. Natürlich nur mit dem entsprechenden Einsatzwillen.

Und keine Angst, all die starken Mädels und Männer da draußen, welche mit enormer Energie und ganz viel Liebe in Eigenregie Kinder großziehen. Ganze Großhaushalte managen, und oft nur durch ehrenamtliche Tätigkeiten ein Stück des Gesellschaftskuchens bekommen, werden in meinem späteren Buch nicht in Vergessenheit geraten. Ihnen widme ich einen eigenen Themenkreis.

Bei der ersten Person handelt es sich um einen Mann, mit welchem ich aufgewachsen bin. Wir wohnten in derselben Straße, ja sogar im selben Häuserblock. Er ging den damals durchaus üblichen Schulbildungsweg. 6 Jahre Volksschule, und dann 3 Jahre Hauptschule mit qualifizierten Abschluss. Danach ging er wie sein Vater in die Lehre. Er machte eine 3-jährige Ausbildung zum Gas-, Wasserinstallateur. Seine Mutter war ihr Leben lang Haus- /Ehefrau und Mutter von 4 Kindern.
Da ihn diese Arbeit, nicht ausfüllte, streckte er seine Fühler nach anderen Berufszweigen aus. In den Mittzwanzigern ist man viel unterwegs und lernt auch viele Leute mit verschiedensten Träumen, Kontakten und Berufen kennen. So machte er damals die Bekanntschaft mit einem türkischen Geschäftsmann, welche Männer- u. Damenmode vertrieb. Zu Anfangs verkaufte er aus dem Kofferraum seines ersten Autos heraus, um sich wenig später mit einem Partner und einer kleinen Boutique das erste Mal selbständig zu machen. Anfangs lebte er von der Hand in den Mund. Vom Klamottenverkauf schlitterte er geradewegs durch wiederum neue Bekanntschaften in die Immobilien- u. Finanzwelt. Dort erlebte er die ersten Jahre viele Höhen und Tiefen. Er verdiente viel, investierte mehr, verlor auch fast alles. Aber er gab nie auf. Er hatte seine Passion gefunden. Heute ist er Geschäftsführer und Mitgesellschafter einer weltweit operierenden Immobilien- u. Finanz-Aktiengesellschaft in München. 

Bei der zweiten Person handelt es sich um eine Frau, welche ich kennen lernen durfte, als ich in einer großen Firma in Bayreuth arbeitete. Diese Firma stellte Autoteile her, und sie war damals in der Produktion als Schicht- und Akkordarbeiterin angestellt. Als die Firma ihren Sitz in Bayreuth schloss, um in den Süden Bayerns umzuziehen, verlor auch sie wie viele andere ihre Arbeitsstelle. Sie entschloss sich für eine Lehre zur Krankenschwester, und 3 Jahre später machte sie ihr Staatsexamen. Danach bildete sie sich fort, und machte sich vor ca. 8 Jahren mit einem Heimpflegedienst selbständig. Heute beschäftigt sie insgesamt 15 Pflegekräfte, Tendenz steigend, und konnte sich bereits vor 2 Jahren ein Eigenheim ohne Kreditaufnahme leisten. Auch bei ihr gab es natürlich zu Anfangs der Karriere nicht nur Höhen, sondern auch tiefe Täler zu durchwandern. Aber alles in allem gab auch sie niemals auf, und hielt eisern an ihrem Traum fest.

Beide Personen aus meiner Erzählung stammen aber keineswegs aus reichen Familien, oder geordneten Familienverhältnissen, so dass sie ein gewisses Maß an Stabilität und Ehrgeiz mit auf den Weg bekamen. Das Leben, was sie beide nun führen, haben sie einzig und allein sich selbst zu verdanken. Denn nur durch die Kraft, den Willen, und diese enorme Passion ein Ziel zu erreichen, haben sie ihren Traum erfüllen können.

So ist es aber auch möglich sich selbst zu verwirklichen, wenn man eine gute Mutter, Haus- und Ehefrau ist, ebenso kann man aber auch seinen Lebenstraum erfüllen, indem man z.B. in einer Kommune auf dem Land in einfachsten Verhältnissen glücklich lebt. Besonders wichtig ist, dass man sich selbst findet, und so annimmt wie man eben ist.
Egal ob man nun studiert, seinen Sport oder Hobby zum Beruf macht, oder eben sein Privatleben ausgestaltet, wo der Beruf dann nur eine Nebenrolle spielt. Die Gesellschaft da draußen ist momentan hart, sehr genormt und immer öfter stigmatisierend, und genau jetzt ist es wichtig, das rote Männlein zu sein, das in der Masse auffällt, weil es sich mit sich selbst wohl fühlt.

So leben viele an ihrer eigenen Erfüllung vorbei. Aus Angst aus der Reihe zu tanzen. Und genau das ist es aber, was jeden Einzelnen von uns ausmacht. 
Durch meine berufliche Erfahrung als Beraterin durfte ich immer wieder auf Neue feststellen, wie einfach es ist, Menschen glücklich zu machen, und sie aus ihren Gedankenknoten zu befreien. 

Wir haben in unserer Kindheit viele Glaubensätze eingebrannt bekommen. Diese Glaubensätze erschweren uns unsere Gefühls- und Gedankenfreiheit. Unser Mütter und Väter waren regelrecht fanatisiert uns immer wieder zu verinnerlichen, wie wichtig es doch sei, sich der Gesellschaft anzupassen, den Nachbar immer schön freundlich zu grüßen, egal wie fies und gemein dieser auch ist. Etwas durchzuhalten, egal wie schrecklich es auch ist.

Viele sagen, es widerspricht sich doch aber. Auf der einen Seite soll ich an meinem Traum festhalten, und auf der anderen Seite soll ich aber frei und gelöst denken. Beides ist durchaus möglich. Denn viele halten am falschen Traum fest. Oder quälen sich durch Situationen, welche völlig unnötig sind. Es gibt ein ziemlich einfaches Schema, wie ich erkenne ob es richtig oder falsch ist, an etwas festzuhalten oder nicht. Viele Klienten welche zu mir kommen, sagen nach ein paar Stunden folgenden Satz: „Ich dachte immer das ist das Richtige für mich, dabei war es nur das Richtige für meine Familie, meine Freunde, meine Kollegen etc. etc. etc.. Viele Menschen wagen sich gar nicht ihren wahren Traum zu äußern, aus Angst dafür be- oder sogar verurteilt zu werden, oder weil er schlichtweg nicht der Norm entspricht.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass aber gerade das Abnorme das Alltägliche ist, denn wäre dem nicht so hätten wir z.B. eine Welt voll mit Ärzten und keinerlei anderen Berufen was schlichtweg nicht möglich wäre. Die Individualität jedes Einzelnen ist diese einmalige Symbiose, welche unseren Planeten so wunderschön macht.

Also nehmt euch den Mut euch selbst zu erforschen, und seid froh und erleichtert, wenn ihr etwas feststellt, was auf den ersten Blick nicht dem „Ottonormalverbraucher“ entspricht.

Einen wunderschönen Dienstag
Eure Sue Freund

Schuldfrage

Thema „Schuldfrage“

Gibt es eigentlich spannendere Mythen als all jene, welche sich um das Thema Schuld ranken. Ja ich denke schon, aber trotzallem möchte ich mich diesem Kontext heute widmen. 

Ich bin rein mathematisch dazu nicht in der Lage zusammen zu fassen, wie oft in unserem Leben wir mit dem Wort Schuld viele weitaus wertvollere Wörter ersetzen. Einfach aus Nichtwissen, uns selbst nicht bewusst sein, oder aus reiner Oberflächlichkeit heraus. Zu schnell betiteln wir unser Gegenüber, und in den Selbstfindungsphasen auch uns selbst mit dem Ausdruck Schuld.

„Es ist ganz allein deine Schuld, dass dies hier jetzt passiert.“;

 „Ja, ja ich weiß ich bin wieder Schuld wie immer. War ja klar.“;

„Denkst du etwa, es war meine Schuld, dass unser Sohn/Tochter/Vater/Mutter etc. so handelt?“;

 Ich bin auf keinen Fall Schuld an dieser Situation, das sag ich dir!“

Usw.usw. usw.

Gehen wir einmal kurz her,  nehmen nur diese wenigen Sätze  und ändern sie nur ganz leicht ab. Wie könnte denn dann folgender Satz lauten?

„ES IST GANZ ALLEIN DEINE SCHULD, DASS DIES HIER JETZT PASSIERT.“

Wir sollten uns umgehend darüber Gedanken machen und die Ursache besprechen, warum das hier jetzt passiert.

Und plötzlich wird aus einem frontalen Angriff ein offene Bitte um Klärung einer schwierigen Situation. Wohlgemerkt Situation und nicht die Person an sich sollte abgehandelt werden.

Sehr beliebt und ziemlich weit oben steht aber auch der Satz:

“ Ja, ja ich weiß ich bin wieder Schuld wie immer“.

Woher rührt dieser Ausspruch, und warum wird er so oft benutzt? Und wie fühlt man sich als Gegenüber, wenn man nicht derjenige ist, welcher in ausspricht?

Hört nur kurz in euch hinein. Dies funktioniert einfacher, wenn ihr euch eure Tochter/Sohn/Partner etc. dabei vorzustellt, wenn die/derjenige diesen Satz gerade ausspricht.

 Oft fühlt man sich machtlos, in seinem Redefluss gehemmt, weil es sich anfühlt, als wenn derjenige vorgreift auf etwas, was man eigentlich noch sagen wollte, was einem als sehr wichtig erschien, erwähnt werden zu müssen. 
Alle Menschen, welche sich mit einer Situation, einer Person konfrontiert fühlen, stellten bereits in jungen Jahren fest, dass, wenn sie diesen Satz aussprechen, sie eine mit der Sekunde weit bessere Ausgangssituation für das Gespräch innehaben. 

Nur eine geschulte Pädagogin, ein sich mit dem Thema befassender Psychologe oder wenige andere Personen werden unbeirrt ihre Ansprache weiterführen.

Der Großteil der Menschen jedoch wird von seinem Thema abkommen, um dem Gegenüber zu erklären, dass er dies doch so nicht gemeint hätte, und die Frage stellen, wer den von Schuld gesprochen hätte. Es spricht doch keiner von Schuld, und um das Thema Schuld geht es doch gar nicht.

Und schwupp ohne es zu merken setzt sich die Person so sehr mit dem Thema „Schuld“ auseinander, dass der eigentliche Ausgangspunkt, um welchen es sich handelte, oft unter den Tisch fällt, oder nicht mehr sachlich, sowie ohne große Emotionen besprochen werden kann. Meist handelte es sich eh ursprünglich um Lappalien, welche nicht einmal einer Diskussion wert waren. 

So viel Macht steckt in einzelnen Wörtern unserer Sprache. Mit nur einem Wort ist es möglich ganze Unterhaltungen im Keim zu ersticken, wenn man nicht gewillt ist diese weiterhin zu führen.

Hier nun ein guter Trick um solche Situationen und die damit aufkommende Schulfrage zu umgehen

 -und da sind wir im Medienzeitalter ja klar im Vorteil-

 ist folgender:

wenn euch etwas heikles am Herzen liegt, welches euch aber als so wichtig erscheint, dass ihr es gerne mit der betreffenden Person besprochen hättet, so teilt es demjenigen höflich und gut verständlich formuliert per email, SMS, etc. vorab mit. So haben beide Gesprächspartner Zeit eventuell hochkommende Emotionen zu filtern und diese zumindest etwas einzudämmen, bevor es zu einem persönlichen Gespräch kommt.

Wer Lust hat kann gerne mal diese kleine Aufgabe ausführen. Geht mal eine Woche lang mit einem Stift und einem Zettel durchs Leben, und jedes Mal, wenn ihr selbst, oder jemand in eurem Umkreis (incl. TV, Radio, Zeitung) von Schuld spricht, oder nur das Wort erwähnt, macht einen Strich oder ein Kreuz oder Kringel oder was auch immer. Überlegt dabei, ob es zu diesem Zeitpunkt auch eine andere Wortwahl möglich gewesen wäre, welches „SCHULD“ ersetzen hätte können.

Wenn wir in der Reifephase unseres Lebens (zwischen 30 u. 50) damit beginnen uns, unsere Gefühle, unser Denken und unser Handeln zu erkunden, werden wir feststellen, dass wir eigentlich fast komplett ohne dieses Wort und dessen Bedeutung klar kommen könnten. Ob wir das wollen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber schon allein das Bewusstsein, dass wir es reduzieren könnten, und damit weitaus friedlicher, glücklich und ballastfreier leben würden, ist schon sehr viel wert.

Natürlich gibt es nicht immer und zu 1000% einen Ersatz für das Wort Schuld, darum geht es auch gar nicht, etwas grundsätzlich in Frage zu stellen. Es geht um unseren Alltag, um unsere Denk, Gefühls- und Handlungsweise unseren Mitmenschen gegenüber.

Meist sind es Personen aus unserem nahen Umfeld, welche uns gut gesinnt sind. Oft auch sehr eng verbundene, von uns geliebte und uns ebenfalls liebende Menschen. Und dennoch handeln wir oft das Thema Schuld mehr ab, als den eigentlichen Grund der Debatte.

Durch bewusstes Denken und Handeln lässt es sich sehr einschränken und wir schenken so positiven und wertvolleren Wörten und Sätzen mehr Raum.

In diesem Sinne euch allen einen wunderschönen Tag.